E-Bike fahren im Winter Mit dem E-Bike gut durch den Winter

Mit dem E-Bike oder Pedelec durch den Schnee: auch im Winter ist das Elektrofahrrad ein geeignetes Fahrzeug.

(Foto: Gregor Bresser; www.pd-f.de / gregor bresser)
  • Bei nicht geräumten Radwegen dürfen Fahrrad- und E-Bike-Fahrer auf die Straße ausweichen.
  • E-Bikes und Pedelecs erfordern im Winter besondere Pflege.
  • Auf dem Elektrofahrrad gilt erhöhte Vorsicht bei Eis und Schnee.
Von Benjamin Köbler-Linsner

Elektrofahrräder verlangen im Winter besondere Beachtung. Nicht nur die Technik reagiert empfindlich auf Minustemperaturen, auch die Fahrweise muss den Witterungsverhältnissen angepasst werden. Offiziell heißen Fahrräder mit einer Motorunterstützung bis zu 25 km/h Pedelecs (Pedal Electric Cycle), umgangssprachlich werden diese meist E-Bikes genannt. Hier erfahren Sie, worauf Sie bei Schnee und Eis mit dem motorunterstützten Fahrrad, achten müssen.

Vorausschauend fahren

Auf glatten oder schneebedeckten Straßen sollten Sie besonders vorausschauend fahren. Eine Vollbremsung kann im Winter schnell zum Ausbrechen des E-Bikes beziehungsweise Pedelecs führen. Insbesondere bei Elektrofahrrädern mit Frontantrieb ist Vorsicht geboten: Lastet zu wenig Druck auf dem Vorderrad, verliert es schnell an Traktion. Bremsen Sie bereits vor der Kurve, halten Sie Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern und fahren Sie besonders auf Kopfsteinpflaster äußerst vorsichtig.

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In vielen Kommunen hat das Auto Vorrang gegenüber dem Radverkehr, bemängelt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC). "Seit langem setzt sich der ADFC dafür ein, dass Radwege regelmäßig von Laub, Scherben und bei Bedarf auch von Schnee befreit werden. Aber längst nicht überall stellen die Kommunen bei der Straßenreinigung Autoverkehr und Radverkehr gleich", sagt ADFC-Verkehrsreferent Wilhelm Hörmann.

Radwege zählen zu den sogenannten nicht priorisierten Verkehrsflächen. Für diese schreibt die Rechtsprechung ein Räumintervall von maximal sechs Stunden vor. Priorisierte Verkehrsflächen, wie das Hauptstraßennetz und die von Kommunen gepflegten Fußwege, müssen dagegen alle drei Stunden geräumt werden. Wie die Pflege der Radwege im Detail abläuft, kann jede Kommune selbt festlegen. So befreit die Stadt München sowohl Gehwege als auch Radwege im drei-Stunden-Turnus. Die höhere Frequenz werde dadurch ermöglicht, dass Geh- und Radwege aus organisatorischen Gründen gemeinsam geräumt werden, so das Baureferat. Bundesweit gilt: Ein unzureichend geräumter Radweg muss nicht genutzt werden. Sie können also in diesem Fall auf die Fahrbahn ausweichen.