Beim Konkurrenten Mercedes hört sich das ganze schon etwas zaghafter an. Derzeit hat man den 420er CDI in E- und S-Klasse laufen. Deutlich interessanter ist er jedoch für die großen SUV des Typs ML und GL, die Leistungsplus und Drehmoment angesichts von deutlich über zwei Tonnen gut gebrauchen können

Anzeige

"Unser Motorenprogramm richtet sich in erster Linie danach, was unsere Kunden wünschen. Wenn am Markt ein Bedarf für Achtzylinder-Dieselmotoren besteht, werden wir diesen entsprechend erfüllen", erklärt Dr. Leopold Mikulic, Leiter der Mercedes-Motorenentwicklung: "Dennoch ist das Thema Downsizing für uns einer der zentralen Punkte bei der Entwicklung hocheffizienter Motoren. Insofern ist es durchaus denkbar, dass die Leistungsdaten des heutigen 8-Zylinder Aggregates in Zukunft auch mit einem Sechszylinder-Motor erreicht werden können."

Volkswagen machte vor Jahren durch einen mächtigen V10-Diesel von sich reden. Der leistete 313 PS, 750 Nm Drehmoment und machte Touareg und Phaeton zu wahren Selbstzünder-Raketen. Doch auch hier sind die Verkaufszahlen der großen Diesel schlecht. "Wie schon im Ottomotorenbereich setzt Volkswagen künftig auch bei den Dieselmotoren darauf, gleiche Leistungen mit weniger Hubraum zu erzielen. Unabhängig davon wird aber auch der sparsame, saubere und leistungsstarke V10-Dieselmotor im Motorenprogramm von Volkswagen zu finden sein", schaut VW-Sprecher Hans-Georg Kuznir in die Zukunft.

"Mit diesem Aggregat, das künftig mit einer hochmodernen Abgasnachbehandlungsanlage auch die schärfsten Emissionsgrenzwerte erfüllen wird, setzt Volkswagen Maßstäbe. Im Volumensegment werden künftig ebenfalls hocheffiziente, saubere und sparsame Dieselmotoren eingesetzt. Dabei reicht die Palette von Drei- über Vier- und Sechszylindermotoren, die durch entsprechende Abgasnachbehandlung die erforderlichen Emissionsgrenzwerte erreichen werden."

Fazit: Zumindest in Limousinen dürften es die Achtzylinder-Diesel mittelfristig schwer haben. Hier sind nahezu gleiche Leistungsdaten mit doppelt aufgeladenen Sechszylinder-Dieseln zwischen 2,8 und 3,5 Liter Hubraum zu erreichen. Damit werden die Top-Diesel zwischen 250 und 320 PS sowie über 600 Nm Drehmoment generieren.

Anders sieht es bei Geländewagen und großen SUV wie Range Rover, Audi Q7 oder Mercedes GL aus. Ihnen steht das Plus an Brennraum weiterhin gut zu Gesicht - nicht nur im Gelände und für den Hängerbetrieb.

Sie sind jetzt auf Seite 3 von 3

  1. Sechs vor Acht
  2. Sechs vor Acht
  3. Sie lesen jetzt Sechs vor Acht
Leser empfehlen 

(sueddeutsche.de/Pressinform/gf)