Drum prüfe, wer sich ewig bindet: Warum die Daimler-Allianz mit Renault und Nissan keines der drängenden Mercedes-Probleme löst.
Daimler und seine Partner - das Thema könnte Bücher füllen. Nicht geklappt hat es mit VW, BMW, Fiat und Toyota. Geschieden wurden die Verbindungen mit Hyundai, Mitsubishi und Chrysler. Und jetzt, frisch unterschrieben, der Deal mit Renault, Nissan, Infiniti. Das Ziel aller Arrangements war und ist ein Wettbewerbsvorteil durch Synergieeffekte - gemeinsam stark, gemeinsam groß, gemeinsam profitabel. So jedenfalls sehen die Schwaben durch ihre rosarote Brille die Autowelt, deren einzige Konstante ein immer rascherer Wandel ist.
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Bündnis geschmiedet: Für Smart, oben links Fortwo und Forfour, ist die Kooperation mit Renault eine Überlebensgarantie. Gemeinsam mit dem Twingo (oben rechts) entsteht wieder eine Modellfamilie. Die Nissan-Edelmarke Infiniti (M 37, Foto unten) erhofft sich eine Heck- und Allradmatrix von der neuen Allianz. (© Foto: oh)
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Trotzdem: Der Grundgedanke der Kooperation hat in den letzten 20 Jahren nichts an Attraktivität verloren. Statt parallel zu entwickeln, einzukaufen und zu produzieren, will man Geld, Anlagen und Ingenieursleistungen nach Möglichkeit zusammenlegen. Das hat Sinn - aber nur, wenn es jene Marken nicht beschädigt, die ihren Premiumanspruch und ihre Premiumpreise durch Premiuminhalte absichern müssen.
Und bei Mercedes hapert es hier an beiden Enden der Produktskala. So funktioniert Smart nicht, weil für solch eine Ein-Auto-Marke selbst der Weltmarkt zu klein ist. Und Maybach funktioniert nicht, weil zu wenige Superreiche auf eine veraltete S-Klasse-Metamorphose im König-Ludwig-Design hereinfallen. Allzu oft hat sich die Konzernmutter Mercedes den Schneid abkaufen lassen. Bei Smart hat man Roadster und Coupé zu früh die Luft abgedreht, den Forfour als bunten Colt fehlprogrammiert, den Formore lebendig begraben; bei Maybach wurde die geplante Evolution vorschnell gestoppt.
Und bei Mercedes läuft das Sandwichkonzept für die A- und B-Klasse just zu jenem Zeitpunkt aus, wo man den für Batterien, Range Extender und Wasserstofftanks geeigneten Hohlraum endlich nicht mehr nur mit Luft füllen müsste. Zu wenig Geduld, zu wenige Visionen, zu wenig Verständnis für die eigenen Marken - das sind nur drei Gründe dafür, warum Daimler 2009 mit mehr als drei Milliarden Euro ins Minus gerutscht ist.
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das Ganze darf doch nicht wahr sein. Die absolute Unmarke Renault (Createur de Maleur) wird Partner von ausgerechnet der Daimler AG? Wem ist das denn eingefallen, das ist ja wie in der Tanzschule, wenn der nette gut aussehende Junge zu lang gezögert hat und die attraktiven Girls alle schon mit einem anderen tanzen.
Ich habe derzeit zwei Probleme im Bereich Auto. Das erste ist bei Daimler hausgemacht, die aktuellen Baureihen C und E gefallen mir überhaupt nicht. besonders der E mit dem albernen seitlichen Kringel in Anlehnung an die uralte Ponton-Baureihe, die damals auch schon nicht schön war kann ich mir nicht als eigenes Auto vorstellen. Die C-Klasse wirkt innen zu billig, obwohl sie esbeileibe nicht ist. Teilweise ist die Ausstattung sogar abgespeckt (Tempomat) oder die Aufpreise für Optionen sind extrem angehoben worden. Ein C-Modell, wie ich es mir vorstelle kostet fast 50.000 Euro (Liste) mein jetziges C-Modell (2006) hat damals 38.000 gekostet und ich habe in Holland sogar nur 29.000 bezahlt. Ich werde definitiv keine 50.000 Euro für so einen blöden C bezahlen. Ich weiß, E-Klasse fängt da erst an...
Es geht weiter, der neue SLK sieht gelinde gesagt sch... aus, da freut man sich doch wieder an der allgemein verpönten F1-Nase des aktuellen Modells. Mich hat sie nie gestört, mein SLK ist einer der ersten die nach Kundenwunsch geordert werden konnten und noch im April 04 ausgeliefert worden. Nach über 6 Jahren sieht er innen noch wie neu aus, der Lack hat allerdings unter der Laternengarage und diversen Waschstrassen gelitten. Am Fahrverhalten ändert das nichts, wozu sollte ich also da einen neuen kaufen? Mehr kW (ja ich meine PS) dürfte er allerdings haben, nicht weil man sie braucht, aber es würde sicher Spaß machen wenn er ca. 200 PS statt 163 hätte. Muß aber nicht sein, ich fahr ihn eh nur selten mit 230, das kostet zu viel Sprit, aber es macht irre viel Spaß - auch offen.
sagen uns gerne die Autohersteller. Das Beispiel Smart zeigt dem geneigten Beobachter: Wäre die Ursprungsidee - von der Billiguhr "swatch" zum Billigmobil - verwirklicht worden, zu DM-Zeiten ab 9.990 Deutsche Mark, wäre das Ganze ein riesiger Erfolg für den Automarkt, die Hersteller, die Händler und die Kunden geworden.
Hier wurde mit viel Geld eine Marketingwelt erschaffen, die nur wenige Interessenten nachvollziehen konnten. Den Werbeaufwand über ein Jahrzehnt hätte sich Daimler sparen können, wäre das "Swatchmobil" von Anfang an richtig eingepreist gewesen!
Was immer der Grund war, sich an Chrysler und jetzt Renault zu beteiligen? Die Konzentration auf das Mercedes-Kerngeschäft und seine Kundschaft mit verlässlichem Wachstum und innovativen Ideen wäre in jedem Falle profitabler gewesen...
...und so sehen auch die heutigen Daimlerprodukte aus. Ein Sammelsurium von Mainstreamprodukten - von schlichter Eleganz ist nichts mehr zu finden.
sondern auch die schlankeren Crossovertypen ML und GL.
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Der ML und der GL sind alles andere als SCHLANK!