Um das Gewicht drastisch zu reduzieren und gleichzeitig die Festigkeit zu erhöhen, erhalten alle Project-i-Kandidaten eine Karosseriestruktur aus Kohlefaser mit Anbauteilen aus Spritzguss. Trotz dieser aufwendigen Technik und der relativ kleinen Stückzahlen will BMW schon in der Einstiegspreisklasse von 15.000 bis 20.000 Euro Geld verdienen. Weil nicht alle Metropolen gleich strukturiert sind, ist als flankierendes Angebot auch ein Einspurfahrzeug in Planung. Der gegen Kippen und Seitenaufprall noch besser als der C1 geschützte Stadtroller wird von BMW vermutlich mit E-Antrieb und von Mini mit Verbrennungsmotor lanciert.
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Insgesamt ist zu erkennen, dass das Motto "BMW ist Freude" eher zu kurz greift, denn das Unternehmen steht auch für Weitsicht und Nachhaltigkeit. Weil Leichtbau und die alternativen Antriebe eine starke dynamische Komponente beinhalten, müsste es den Technikern fast aus dem Bauch heraus gelingen, die neuen Werte mit der alten Fahrspaßtradition zu verweben. Gefordert sind allerdings auch die Kopfmenschen unter den Entscheidern, die sich beim Weichenstellen künftig noch mehr anzustrengen haben als bisher. Schließlich muss die Marke in puncto Sportwagen fast wieder bei null anfangen, sie sollte die Trennung zwischen Front- und Heckantrieb innerhalb der Einser-Reihe langfristig manifestieren, und sie darf sich wieder mehr trauen bei neuen Konzepten, neuen Formen und neuen Inhalten.
Vielleicht sollte man auch die Technik GmbH als dritte interne Denkfabrik neben Project i und M wieder beleben. Möglicherweise reicht als Inspirationsquelle aber auch ein Blick ins eigene Museum, wo die Vergangenheit manchmal heller leuchtet als die Gegenwart - vom 328 über Z1 bis zum Mille Miglia Concept.
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(SZ vom 26.12.2010/gf)
E-Mail verbreitet Fatwa gegen Musiker
Nichts gegen die zementierten Meinungen von Automobil-Journalisten, aber die Zielgruppen für die Premiummarken sind dann doch in ihren Ansprüchen etwas weiter gefaß. Zu behaupten, die Hardtop-Dachkonzepte des Z4 und des Dreier Cabrio seien "gegen den Markt" durchgesetzt worden, ist schlicht eine Umkehrung der Realität. Dass es immer noch Menschen gibt, die mit Tränen in den Augen dem Purismus der angeblich einzig wahren Cabrios mit Softtop nachjammern, heißt nicht, dass das der "Markt" ist. Der ist mehrheitlich ehrlich genug zuzugeben, dass Fahrzeuge mit Sitzheizung, maximaler Geräuschdämmung, elektrischen Sitzen, Windschott und Nackenfön sich soweit von "Purismus" entfernt haben, dass man auch prima mit den Vorteilen eines Hardtop-Konzeptes leben kann. Hat übrigens auch beim SLK schon gut funktioniert - oder wurde der auch am Markt vorbei geplant?
die Unterschiedlichkeit der Autokonsumenten.
Die einen wollen Größer/Stärker/Schneller, die anderen wollen alternative Antriebe und den State of the Art bei Technik und Ausstattung auch im 4,20-Meter-Modell. So etwas sucht man übrigens vergeblich. Die einen wollen protzen, die anderen suchen vergeblich nach Understatement bei Design und Auftritt. Die einen belächeln Klein- und Kompaktwagen, die anderen wechseln die Marke, weil sie den Marketingtricks des Groß/Größer/Noch Größer jeder neuen Baureihen-Generation nicht weiter auf den Leim gehen wollen.
Raten Sie jetzt mal, wer in die Röhre schauen muss.
Der nächste 3er wird in etwa so groß sein wie ein 7er der ersten Serie, dafür haben manche 3er - Fahrer, die nicht an das ewige Wachstum glauben und auch an keiner Profilneurose leiden, kein Einsehen. Und dies läuft überall so, nicht nur bei Golf, A4 und E- Klasse. Eine neue Generation ohne längenmäßigen Zuwachs ist scheinbar zum Floppen verurteilt.
Das alles ist doch wohl auch dem zweifelhaften Einfluss der reaktionären Autopresse zu verdanken, die durch "Tests" die kein Mensch braucht, verhindert, dass verbrauchsarme, innovative und zeitgemäße Technik auf die Straße kommt. Wer in die Autohäuser hineinschaut, sieht nichts als Rentnerkutschen und andere, künstlich am Leben gehaltene Konzepte, wie etwa Stufenhecklimousinen, die kein moderner Mensch haben will. Kombis mit Schrägheck und kleinem Ladevolumen werden nicht (mehr) angeboten, weil sie in den Tests von Auto Motor Sport und co. bei der Punktevergabe gegen Großraumkombis keine Chance haben und durchfallen. Ein unglaublicher Unsinn. Ein kleiner Kombi verliert gegen den großen weil er weniger Ladevolumen hat. Da fehlen einem doch die Worte. Alternative Antriebe wurden komplett verschlafen und werden in kleinen und mittelgroßen Fahrzeugen auch noch lange auf sich warten lassen. Die Autolobby sorgt schon dafür, dass sich nichts ändert - und wenn doch, so spät wie möglich.
Aber jetzt sollten sie lieber höchst wachsam sein, wer die nächsten Trends verpennt ist weg vom Fenster.
"Die Produktlinie von BMW oder anderen deutschen Automobilherstellern, zeigt deutlich, dass entscheidende Trends verschlafen und zu lange auf das Motto "größer, schneller, mehr" gesetzt wurde."
Ja. Vor allem BMW 1er und Mini, Mercedes A-Klasse und der neue Audi A1 zeigen das ganz besonders deutlich...
Mannomann...
Das man eine Mittel/Oberklasselimousine nicht mit einem Kleinwagen vergleichen kann (den BMW/Mini) auch im Angebot hat sollte auch dem Unbedarften klar sein.
Was ich mich aber frage ist: Arbeiten Sie bei einem Mitbewerber von BMW? Ihr Kommentar hört sich fast so an.
Immerhin hat BMW die Motoren mit dem besten Leistungs/Verbrauchs-Verhältnis seiner Klasse - im Gegensatz zu einem Mitbeweber der lediglich "Vorsprung im Marketing" hat wenn man genau hinschaut ^^
Die Produktlinie von BMW oder anderen deutschen Automobilherstellern, zeigt deutlich, dass entscheidende Trends verschlafen und zu lange auf das Motto "größer, schneller, mehr" gesetzt wurde.
Während die Welt den Toyota Prius belächelte, meldeten die Japaner eine Patent nach dem anderen an und haben mal so eben knappe 10 Jahre Entwicklungsvorsprung. Ich kann nicht ganz verstehen, das sich nun alle deutschen Automobilhersteller auf die Luxussegment_Insel retten wollen.
Für mich persönlich, sind schon die 3er keine mittelklasse Autos mehr. Vollgeladen mit Schnick-Schnack-Technik und adaptiven Blödsinn... hier schaufelt man ganz kräftig am eigenen Grab.
Ruhe in Frieden.
Paging