Seit 20 Jahren in Amerika schon mobil, startet im Herbst die japanische Luxusmarke Infiniti auch auf dem deutschen Markt: ein Reife-Check.
Neu ist die Marke Infiniti nur für Europa. In Amerika macht der noble Nissan-Ableger schon seit rund zwanzig Jahren mobil gegen Lexus, gegen die Premium-Europäer und gegen Cadillac/Lincoln. Bereits das erste Modell wurde dabei aus dem Stand zur Ikone: der Q45, eine herrlich dynamische und unkonventionelle Limousine, die ohne klassischen Kühlergrill auskam und deren Zündschlüssel 100 Gramm schwer in der Hand lag.
Das G-Modell von Infiniti im Format des BMW Dreier gibt es als Coupé (Bild) und als Limousine. (© Foto: Infiniti)
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Erst 2013 will Infiniti schwarze Zahlen schreiben
Das war mutig, aber leider wenig erfolgreich in einer Welt, in der der traditionell-biedere Lexus LS als Schnäppchen gegen Mercedes & Co. punktete. Infiniti setzte mit dem kleineren J30 noch einmal auf ein Auto ohne Déjà-vu-Etikette und ohne bewährte Proportionen, doch dann gab man klein bei und wechselte demütig zum Mainstream. Ohne freilich Erfolg zu haben. Immerhin: Während Xedos, die Edelmarke von Mazda, schon nach der ersten Modellgeneration scheiterte, hielt Infiniti durch und etablierte sich im Kielwasser von Lexus und Acura (dem Premium-Label von Honda) als dritte Luxus-Kraft aus Fernost. Die endgültige Trendwende brachte 2003 der FX, eine gelungene Mischung aus viertürigem Sportcoupé und SUV.
Die zweite FX-Generation, die auf dem Genfer Salon 2008 debütierte, ist daher auch die logische Speerspitze für die Europa-Offensive von Infiniti, die im Herbst startet und die 2010 abgeschlossen sein soll. Das Ziel sind 78 Stützpunkte und ein Absatzvolumen von rund 7500 Autos. Spätestens 2013, wenn eine vierte Modellreihe das Angebot bereichert hat, will man mit 25.000 verkauften Autos pro Jahr schwarze Zahlen schreiben.
Dass Infiniti erst jetzt nach Europa kommt, hat viele Gründe: die enormen Kosten für die Einführung einer neuen Marke, das auf Amerika zugeschnittene Modellprogramm und das Fehlen eines Dieselmotors - vom Hybrid ganz zu schweigen. Die Frage ist, ob das aktuelle Drei-Produkte-Portfolio wirklich schon reif für die alte Welt ist. Im Prinzip schon, lautet die Antwort, aber so richtig wettbewerbsfähig dürfte der Newcomer erst Mitte 2009 sein, wenn der neue V6-Diesel und kurz darauf die erste Hybrid-Option startklar sind.
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Und genau da liegt der Denkfehler, denn für die Amerikaner(!) ist Infiniti nämlich auf dem selben Niveau wie BMW.
Nunja ich werde über kurz oder lang auch weiterhin bei meinem alten BMW bleiben und mich danach nach etwas asiatischem mit Heckantrieb und Turbomotor umschauen. Nachdem man bei Nissan ja den S15 nicht hierzulande angeboten muss man halt auf Ersatz warten. Da dürften also wohl am ehsten das Genesis Coupe, das neue in Zusammenarbeit von Toyota und Subaru gebaute Heckantrieb Coupe oder halt ein laut Gerüchten geplanter Turbo-Wankel auf Basis des RX8 interessant werden. Beim RX7 konnte man ja schon so einiges an Leistung aus dem 13B Triebwerk holen.
sind diese asiatischen Nobel Ableger allemal. Interessant wie man einfach die Front und Heckpartien verschiedenener europäischer Autos kombiniert und dann so tut, als ob das eine eigene Entwicklung wäre :-)
Infiniti hat in Amerika keinesfalls auch nur annähernd den gleichen Stellenwert wie BMW! Nur weil mehr Infiniti gekauft werden, haben diese kein besseres Image! Sonst wären Ford/GM wohl die Hersteller mit der besten Reputation in USA...
Ich bin die Infinit Palette 2007 gefahren und war teilweise positiv überrascht: ein Fahrzeug für den amerikanischen Markt mit annähern den Fahrleistungen europäischer Fahrzeuge! Aber eben auch nur annähernd. Dazu kommt: steigt man aus einem Infinti aus, schaut einem niemand interessiert zu, ein BMW lockt da immer noch wesentlich mehr Blicke!
Ein Beispiel sind die Sitze: definitv auf amerik. MEnschen und deren BEdürfnisse zueschnitten: breit und ohne Seitenhalt, seltsames Leder und komisch gepolstert. Irgendwie schwammig und rutschig.
1. Infiniti hat in den USA schon seit geraumer Zeit einen höheren Stellenwert als BMW. Man ist dort ein Stückchen größer was die Absatzzahlen angeht.
2. Nicht 305 sondern 330PS sind es im G37. Schließlich ist es nicht die VQ35 Maschine aus dem 350Z, sondern das auf 3.7liter vergrößerte Triebwerk, das sogar noch mit variabler Ventilzugverstellung ausgerüstet wurde.
3. Dass die Infinitis härter abrollen macht Sinn, da Nissan auch schon damals bei den S14, Z32 und Z33 Modellen eher strafe Fahrwerke mit dazu passend härteren Stabis verbaut hat. Man versucht bei diesem Hersteller eher sportlich zu wirken und nicht eine eierlegende Vollmilchsau zu schaffen. Daher kommen auch viele Nissans uns Infinitis auch optional mit einem Sperrdifferential daher, was bei BMW und Mercedes oft leider fehlt.
4. Von einem viertürigen Coupe mit der Technik des Nissan GT-R zu reden ist völliger Quatsch. Der GTR ist ein eigenständiges Fahrzeug, das speziell dafür konstruiert wurde verdammt schnell zu sein, was man auch den den Zeiten auf der Nordschleife sieht. Der Wagen ist dabei mit einem Biturbo V6 ausgestattet und das Getriebe sitzt zusammen mit dem Differential hinten. Das passt schon an sich nicht in die G35/G37 Basis, da es sich bei den Infiniti Fahrzeugen eher um Brüder des 350Z handelt. Der GT-R ist auf einem völlig anderen Niveau mit einer generell anderen Konstruktion gebaut und dessen Technik kann man nicht mal eben in ein andere Auto stecken!