Ferdinand Piëch umwirbt die italienische Unternehmerfamilie Agnelli - zu gerne würde Volkswagens Patriarch die Edelmarke Alfa zu seinem Imperium zählen. Doch Fiat-Chef Sergio Marchionne gibt den harten Knochen. Verkaufen? Ma no!
Den Anfang machte der Patriarch. Ferdinand Piëch, 73, ließ keinen Zweifel daran, dass er Appetit auf die Edelmarke hat, Appetit auf Alfa-Romeo. Wie wunderbar würde der italienische Autobauer, seit 1986 eine Tochter des Fiat-Imperiums, doch zu seinem Wolfsburger Volkswagen-Konzern passen. Das ließ der Aufsichtsratschef und Mitgesellschafter vor drei Monaten verlauten. Alfa soll die 13. Marke in Piëchs Reich werden. "Dreizehn war immer meine Glückszahl", erläutert der promovierte Ingenieur.
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Die Ankündigung sollte wohl Gespräche zwischen Piëch und der Turiner Unternehmerfamilie Agnelli markieren. Sie haben seitdem allem Anschein nach an Dynamik zugenommen - jedenfalls aus Sicht der Wolfsburger.
"Wir sind uns so gut wie einig", glaubt ein VW-Manager. Scherzhaft läuft die Aktion in der Zentrale unter italian dressing. Sogar die Arbeitnehmer von Alfa demonstrierten vor Kurzem beim deutschen Generalkonsul in Mailand, dass sie liebend gerne zum VW-Konzern gehören möchten.
Ist die deutsch-italienische Ehe nur noch eine Frage von wenigen Wochen?
So einfach will es Fiat-Chef Sergio Marchionne, der Mann mit dem Pullover, den deutschen Strategen nicht machen. Der Manager, der einst Opel in Rüsselsheim kaufen wollte, muss fürchten, dass die VW-Strategen innerhalb kurzer Zeit beweisen, dass Alfa doch - anders als im Fiat-Konzern - rentabel zu führen ist.
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Kuriose Schilder (4)
Aus «Repubblica»:
«… Sulle strategie future di Fiat è intervenuto a Detroit anche il presidente John Elkann, affermando che non c'è "nessuna intenzione di vendere pezzi del gruppo, ci teniamo stretto tutto". "Anche se ci offrono un sacco di soldi, abbiamo investito troppo", ha aggiunto Elkann. Anzi, ha detto successivamente, "se Volkswagen volesse vendere le sue attività nei camion, Fiat Industrial sarebbe un potenziale acquirente…»
Darin sagt Elkann zu den v.a. von der deutschen Presse lancierten Spekulationen über einen Kauf von Alfa Romeo durch VW, dass es keinerlei Absichten gebe, Teile der (Fiat-)Gruppe zu verkaufen und man alles behalten wolle. Und was die zunächst als Joke aufgefasste Aussage von Sergio Marchionne zu einem Kauf der VW-Nutzfahrzeug-Aktivitäten (Scania, MAN) betrifft, wäre Fiat Industrial durchaus ein potenzieller Käufer dafür (ein Konzernsprecher in Turin hat zudem das ernsthafte Kaufinteresse für MAN und Scania bestätigt).
H. Marchionne hat dem erneuten Ansinnen von VW am Montag eine eindeutige Absage erteilt.
Da wird es auch nicht besser, wenn sich Journalisten wie Herr Fromm als Sprachrohr betätigen um dem VW -Konzern zu dienen, wie es unter anderem auch die Auto Bild praktiziert.
Schade für die SZ, damit wird sie nicht glaubhafter.War er derjenige mit dem Notizblock von VW?
der weiß, dass der FIAT-Konzern durch den Verlust von Alfa ein Stück seiner Seele verkaufen würde. - Und DAS wird niemals passieren.
FIAT braucht kein Geld und schon gar nicht von VW. Sollte FIAT in Finanznöten stecken würden die eher diese 08/15-Marke Chrysler verschachern als Alfa.
Und anscheinend haben doch viele noch nicht die Konzernstrategie (FIAT=Familie, Lancia=extravagant, Alfa=sportlich) begriffen. Wenn auch diese zugegebenermaßen geschmackssache ist.
Ach ja "Lancia unaauffällig" - alles klar...: Lybra, Thesis, Delta (844).
Aber eigentlich ist jeder Kommentar zu diesem sinnfreien Artikel überflüssig.
Da muss ich Ihnen leider wieder widersprechen:
Im Wiederverkaufswert ist der Golf, vor allem in den ersten 2 Jahren extrem gesunken. 2010 wird, wie 2009 der FIAT 500 das wertstabilste Auto sein. Der Alfa Brera, wie auch der 159 sind unter den Top 10. Die Giulietta muss sich da erst noch beweisen, aber Kompaktklasse hat es da ohnehin schwer.
Weiterhin hält Alfa, wie auch Fiat sogar die US Norm ein, was 2 Jahre Steuervergünstigung bedeutet. Da Sie Ihre Autos leasen, fällt zumindest dieser Aspekt weg. Aber wenn Sie sich für Audi begeistern, wäre der Alfa ohnehin nicht das passende Auto. Alfa ist ein Maßanzug, Audi einer von der Stange. Massenproduktion, also mehr ein Firmenauto als ein Lifestylemobil. Aber fahren Sie trotzdem mal einen Brera probe, bis auf die 250 km/h sollte der nach Ihren Vorstellungen sein und liegt unter 50.000 Euro oder warten sie auf den neuen Mini-Maserati. Der wird einen sparsamen 3L V8 Multiair haben.
Audimotoren regeln im Übrigen spätestens bei 250 (sofern sie soweit kommen) ab, weil sie nicht Vollgasfest sind. Entfernt man diese elektronische Sperre, fliegt einem der Motor um die Ohren. Erst im Dezember ist einer unserer Firmenwagen Q5 (unverbastelt) der Motor bei 21.000 km förmlich hochgegangen und nun gibt es Probleme mit der Garantie, wegen angeblich "Zu sportliche Fahrweise"! Das war der Witz zum Jahresende.
Kinder sammeln Modellautos.
Millionäre sammeln Luxuslimosinen...
aber nur Ferdinand Piech sammelt Autokonzerne, vornehmlich Luxusmarken.
Ein Sammler ist nie zufrieden, solange seine Sammlung nicht vollständig ist.
Alpha Romeo wäre eine schöne Ergänzung für Piechs Sammlung.
Kompett wäre Sammlung nur mit der blauen Maurizius und die kann für den Porschesohn nur Ferrari sein.
Paging