Von Von Marion Zellner

Seit nunmehr 30 Jahren fährt der Kompaktwagen aus Japan auf deutschen Straßen. Auch die siebte Generation kommt ohne Schnörkel daher. Und das zu einem fairen Preis.

Der Beiname Sport für ein Auto verpflichtet. Schließlich sollen so in der automobilen Traumwelt Assoziationen wie "...an die Grenzen der Physik gehen", "hart wie ein Brett" oder "richtig schnell" genährt werden. In der Realität der normalen Auto-Welt allerdings steht der Beiname Sport für dreistellige PS-Zahl mit einer Eins vorne, Leichtmetallfelgen und Lederlenkrad. Das ist auch beim neuen Honda Civic 2.0Sport nicht anders: Der Fünftürer wartet eben genau mit diesen Details auf.

Interieur

Einwandfreies Cockpit: Die Fünfgang-Schaltung ist ins Armaturenbrett integriert. Das Steuer sieht auch hektische Fahrweise nach. (© Foto: Honda)

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Am Steuer sitzt die Enkel-Generation

Doch der Civic trägt ein ganz anderes Erbe als das der Sportlichkeit. Denn seit nunmehr 30 Jahren fährt der Kompaktwagen aus Japan auf deutschen Straßen - und das durchaus erfolgreich. Weltweit wurden fast zwölf Millionen Exemplare bis heute verkauft; davon kamen gut zwei Millionen insgesamt nach Europa, mehr als 600000 Exemplare nach Deutschland.

So wird die jetzt siebte Civic-Generation schon von den Enkel derer gefahren, die einen der ersten besaßen - ein Privileg, das sonst fast ausschließlich deutschen Modellen vorbehalten ist.

Der von uns gefahrene Civic 2.0 Sport, jüngster Spross der Baureihe, ist das neue Topmodell der fünftürigen Version. Seine optisch sportlichen Attribute sind zurückhaltend ausgefallen, was gut tut. Denn die großen, leicht über die Flanken gezogenen Scheinwerfer sehen bereits dynamisch genug aus, um den Civic aus der Masse zu heben. Irgendwelche, oft im Wortsinne aufgesetzte Zusatzdetails braucht er dafür nicht.

Im Innenraum herrscht weitgehend nüchterne Sachlichkeit im japanischen Stil. Alles, was gebraucht wird, findet sich an der erwarteten, weil richtigen Stelle. Die Rundinstrumente - weiße Ziffern, rote Zeiger - sind einwandfrei ablesbar, die Anzahl der Knöpfe und Schalter sympathischerweise auf das notwendige Minimum reduziert.

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