Für die Stewardessen hatte der deutsche Modeschöpfer Heinz Oestergaard eigens neue Uniformen entworfen; der servierte Dämmerschoppen beim Flug über den Atlantik bot - in dieser Zeit typisch deutsche Gemütlichkeit - Schwarzbrot, Schinken und ein Gläschen Steinhäger.
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In der Touristenklasse war der Sitzabstand für heutige Verhältnisse ebenfalls reichlich bemessen, der Flugpreis allerdings auch. Zu Beginn des 707-Zeitalters bei Lufthansa kostete eine Transatlantikpassage von Frankfurt nach New York und zurück nach den strengen IATA-Regeln genau 1907 D-Mark - halb so viel wie damals ein VW Käfer.
Am 31. Dezember 1984 ging die Ära dieses Flugzeugmusters bei Lufthansa zu Ende; insgesamt 24 Flugzeuge des Typs Boeing 707 und acht Maschinen der kürzeren Boeing 720 waren bis dahin mit dem Kranich am Leitwerk unterwegs. Die allererste Lufthansa-Boeing 707 mit der Kennung D-ABOB und dem Taufnamen "Hamburg" war bereits 1976 wegen Korrosion verkauft worden und verschwand in zwielichtigen Diensten in Afrika; gemunkelt wurde von Waffenschieberei.
Eine der letzten Erinnerungen an diesen spannenden Abschnitt der Fliegerei steht heute auf dem Hamburger Flughafen: Die Boeing 707 mit der Kennung D-ABOD wurde 1999 für einen symbolischen Euro gekauft und ist Museumsflugzeug.
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(SZ vom 08.03.2010/gf)
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