Tupolews hatten nie den besten Ruf, dass nun auch noch Aeroflot sie ausrangiert, verletzt die russische Seele.
Der Abschied. Im Schnee steckt eine Champagnerflasche, vor dem Bugrad stehen aufgereiht die Flugbegleiterinnen und Piloten und halten rote Nelken in den Händen. Die Maschine ist gerade aus Jekaterinburg gekommen, die Nacht bricht an, die Passagiere sind schon fort, nur die Crew harrt einsam aus für ein Erinnerungsfoto.
"Wie lange wollen die denn noch damit fliegen?": eine Tupolew Tu-134 auf dem Flughafen von Grosny. (© Foto: AFP)
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Es ist Silvester, der letzte Tag des Jahres, der letzte Tag der Tupolew. Aeroflot-Flug 735 nach Moskau, das war es nun. Es gab dichten Schneefall auf dem Weg vom Ural, sonst war alles normal. Außer für Nikolaj Tschuprun. "Ich war traurig", sagt er. 18 Jahre lang ist der russische Pilot die Tupolew Tu-154 geflogen, er sagt, sie ist ihm zur Freundin geworden. Jetzt muss er sich von ihr trennen. Aeroflot, Russlands größte Fluglinie und so etwas wie die Mutter aller anderen im Land, hat die letzte heimische Tupolew aussortiert.
Tschuprun klappt seinen Laptop wieder zu, auf dem er das Erinnerungsfoto gespeichert hat. Er sitzt in einem Nebengebäude des Moskauer Flughafens Scheremetjewo-1, in dem das Aeroflot-Museum untergebracht ist. Der Stolz der russischen Luftfahrt ist hier zusammengefasst auf alten Bildern, in Büchern und Flugzeugmodellen.
Auf einem Schwarz-Weiß-Foto steht der Konstrukteur Andrej Tupolew mit Mütze, Mantel und strenger Brille. In Russland wird er verehrt. Berühmt ist sein Grabstein auf dem Moskauer Nowodewitschi-Friedhof, in das mehrere Flugzeuge eingraviert sind. Sein Name steht für russische Ingenieurskunst, und doch hat er arg gelitten seit Beginn der neunziger Jahre. Für viele ist er sogar zum Schrecken geworden.
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Mit einem Tu 154 von Aeroflot bin ich vor Jahren von Köln nach
St. Petersburg geflogen ! Das war die angstvollste Strecke, die
ich je geflogen bin - besonders unter mir und an der Seite hat's
die meiste Zeit heftig geknirscht und geknarzt, sodaß ich dachte, die Kabine würde jede Minute auseinanderfallen !
Einmal und nie wieder !!!
Warum muß bei jeder Gelegenheit "die russische Seele" ins
Spiel gebracht werden ? Lada geht bankrott- ach du russische
Seele ! - Wodka ist schlecht ! auch due russische Seele !
Tupolew ausrangiert, weil alterrümlich und ineffizient -
ach due russische Seele ! Viek Kitsch statt Vernunf !
Ich nehme an irgendwelche Tanten schreiben die Kommentare !
Die russischen bezw. ex sovietischen Zivielflugzeuge waren gut und Zuverlaessig. Das sagen alle aus die sich mit Flugzeugen auskennen,es stimmt die Weiterentwicklung hat nicht richtig stattgefunden. Auch haben die Triebwerke eine zu geringe Stundenzahl gehalten und der Verbrauch war nicht Zeitgemaess. Wie ein Leser schreibt eine Klimaanlage die im Stand arbeitet scheint es nicht gegeben zu haben. Das war aber nicht die Schuld der Konstruckteure sondern dem Umstand in der Sovietunion zu verdanken,da es dort keine Mittelstaendische Industrie gab. Aerodynamisch und im Haendling waren und sind die russischen Flugzeuge schon immer grosse Klasse gewesen. Wie man beim Absturz der TU 154 am Bodensee sehen konnte hat man das Triebwerk Problem geloest indem man RR Triebwerke einbaute. Auch der SU Superjet der mit Hilfe Westlicher Flugzeugbauer gebaut wird,hat schon jetzt einen so guten Ruf das er auch vom Ausland geordert wird.
... nichts zum Komfort gesagt (den ich bei einer so alten Konstruktion eh nicht mit moderneren Konstruktionen vergleichen würde), sondern zur Zuverlässigkeit und zum Ruf. ;-)
Hallo,
bin noch letzte Woche in Iran eine 154 geflogen, und ich muss sagen: Komfort sieht einfach anders aus. Winzige Fenster, extrem wenig Platz für Gepäck und Pasagiere und als Klopper: Im Stand völlig ohne Lüftung. Aber: Die butterweiche Landung (an einem Stück) hat's wieder rausgerissen :)
Grüße,
Hardy
Paging