Jahrzehntelang war Mobilität den Deutschen gewiss. Der Abschied wird hart.
Zu Deutsch hieß sie "die niemals Zufriedene", sie hatte die Form eines Torpedos und einen Mordslauf. Im April 1899 fuhr "La Jamais Contente" als erstes Auto der Welt schneller als 100 Kilometer pro Stunde, und trotzdem hatte ihre Technologie keine Chance: Der Torpedo war ein Elektroauto.
La Jamais Contente (frz: die niemals Zufriedene) war das erste Straßenfahrzeug, das schneller als 100 km/h fuhr. Es war ein Elektroauto mit einer torpedoförmigen Karosserie. (© Foto: oh)
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Ein schleichender Herzinfarkt
Die Verbrennungsmotoren entwickelten sich schneller, Benzin und Öl waren leichter zu speichern, der Geschwindigkeitsrekord bald gebrochen. Niemand konnte ahnen, welche Chance die Welt mit der "Unzufriedenen" vergab, nur weil die Treibstoffe ausreichend vorhanden waren und lange Zeit sogar billig.
Die Zeiten sind vorbei, mit großer Wahrscheinlichkeit kehren sie niemals zurück. Schon jetzt gilt das Jahr 2007 vielen als Wendejahr, in dem die Fortbewegung zur Geldfrage wurde. 2001 noch kostete das Barrel Rohöl im Schnitt 23 Dollar, danach stieg der Preis langsam, aber stetig. Doch 2007 explodierte er, und er steigt weiter. Glaubt man den Analysten von Goldman Sachs, landet er auch noch bei 200 Dollar. Unmöglich scheint nichts mehr, zu oft schon wurden hohe Prognosen belächelt. Für ein durchmotorisiertes Land wie Deutschland ist das eine Art schleichender Herzinfarkt.
Jahrzehntelang trug das Öl die wirtschaftliche Entwicklung. Mobilität galt, einmal abgesehen von den Ölkrisen der Siebziger, als unbeschränkt vorhandenes Gut, überall und für alle verfügbar. Eine ganze Infrastruktur orientierte sich an der Fortbewegung auf vier Rädern, eine ganze Industrie lebte davon.
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- Das Auto und das Öl (2) Sparsame Diesel als erste Antwort 15.05.2008
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- Zukunftsvision Israel will Elektroautos 25.01.2008
FC Bayern nach dem verlorenen Finale
Politik und Autouindustrie. Wir danken euch vielmals für die vernichtung unserer Lebensweise. Wenn Autofahren nicht mehr geht für Normalbürger dürfen wir den Reichen dann auch noch beim crusen auf den leergefeggten Straßen zusehen. Und weil der Arme Staat ja dann riesen Steuerausfälle hat bitte führt eine MVV Jahressteuer ein. Egal ob man fährt oder nicht. Wie wärs? so 300 im Jahr.... ach was gleich 500.
Das ko.tzt mich so an. Die Pläne für nicht Benziner vergammeln in Schubladen und jetzt wos zu spät ist und sich sowiso kaum noch einer einen Neuwagen leisten kann brauch die auch keiner mehr zu bauen.
sehr gut ihr beitrag. sie sprechen genau die problemfälle an die ich diese woche bei diversen reisen erlebt habe. zu anfang der woche unterwegs mit einem leihwagen. ford c-max, 1.8 liter benziner. das ding braucht auf der autobahn bei flotter fahrt 11-12 l und bei gemächlicher fahrt immer noch fast 10l auf 100km. da frage ich mich schon womit rechtfertig ein automobilhersteller seine entwicklungsabteilung wenn heute noch solche verbrauchswerte bei einem neuwagen vorkommen ? oder umgekehrt. was sollte mich motivieren mir ein solche auto für 25 oder 30t euro zu kaufen?
am donnerstag dann fahrt zürich - münchen. zugfahrplan gecheckt. 2 züge am tag die 4 stunden brauchen. der rest der verbindungen 5-6 stunden fahrzeit. für die einfache strecke von 300km distanz wohlgemerkt. also doch wieder auto ! diesmal immerhim mit einem skoda oktavia td der nur ca. 6 l/100km nimmt. das sind dann im vergleich zum ford mal eben 8 auf 100km gespart !
Der Autor kann nur U-bahnfahrer sein, sonst wuerde er nicht ueber ein Tempolimit philosophieren. Jeder der im Berufsverkehr mit 60 kmh auf der Autobahn wegen Stau daherschleicht, kann darueber nur gequaelt laecheln. Mal davon abgesehen, verbraucht man wahrscheinlich dasselbe mit stop und gas geben im Stau oder ob ich nun, wenn es mal frei ist, mit 170 bei 9 Litern Verbrauch unterwegs bin.
SChlimmer finde ich, das die Autoindustrie alles verpennt. Es gibt so wenig Alternativen. Oder man koennte sich mal ueber die Bahn auslassen, die fuer 10% Ihrer Kunden Hochgeschwindigkeitsstrecken baut, und auf den alten Strecken trudelt der Verkehr gewohnt langsam vor sich hin. Wenn ich fuer 90 Kilometer mit der Bahn 2 Stunden brauche, dann ist das Auto immer noch angenehmer mit einer Stunde. Mal abgesehen von Verspaetungen, Service, Belueftung etc.
Der Beitrag beshreibt doch die Entwicklung in der gesamten (westlichen) Welt und nicht nur in Deutschland oder ?
Das immer das Tempolimit kommt ist ja wohl das dümmste linke Neidgewäsch... der einzige Grund für ein Tempolimit ist die sinkende Zahl der Verkehrstoten, die zu erwarten ist (siehe die Statistiken während der Ölkrise) und sonst nix. Wer seinen Sprit verheizen will bitte...
Die Lösungsansätze halte ich für recht blauäugig aber das haben die Vorposter ja schon angemerkt.
verflüchtigt sich. Getankt, gewartet, Tank leer. Und ab und zu Bumm wegen Knallgas.
Elektroauto: und wie bitte kommen wir an den Strom? Ist ja nur eine Verschiebung der Primärenergie. Klar, E-Motoren haben hübsche Wirkungsgrade, letztlich kommt durch Verluste ( Leitung, Akku Innenwiderstand, Steuerung )evt. auch nur 50% heraus.
AM besten ist immer noch direkt die Primärenergie nutzen. Warum lassen sich immer mehr finanziell Potente Segeljachten mit 80m, drei Masten und mehr bauen? Auch wegen dem technischen Know How, das sich daraus über Zeit ergibt, nicht nur weils schick ist. So denken echte Geldinhaber nicht. So denkt Lieschen um die Ecke.
Also Schiffe windgetrieben, motorgestützt für die Manöver.
Fahrzeuge Emotor, grosse Strecken ab 200km mit Öffentlichen.
Für Aktionäre: in EVUs inverstieren ist anscheinend Zukunft. Allerdings gehört zur Umstellung auch die Umstellung des Bewusstseins. Und dabei helfen dann die Ingenieure des Geistes und des Intellekts.
Spannend wirds in jedem Fall die kommenden Jahre.
Als von mir einer Freundin 1990 von einem Spritpreis um die 5 DM in naher Zukunft erzählt wurde, hatte ich sofort einen Glaubwürdigkeitsverlust.
Als ich bei BMW einen Kleinwagen haben wollte, wurde mir der 3er angeboten mit kleinen Motor. Dieser Schritt war mir damals zu klein.
Für den Stadtverkehr öfters mal das Radl, für kleine Einkäufe den Roller und das Wohnmobil unbedingt sharen mit einer Gemeinschaft.
Schaun ma mal, ob meine Konzepte des Low Budget fruchten und übertragbar sind.
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