Die Käufer entscheiden sich für sparsamere Autos, und Pendler fahren verstärkt Bus oder U-Bahn. Zudem wollen Clinton und McCain die Steuern senken.
Manchmal hilft nur noch beten, sagte sich Rocky Twyman. Der 59 Jahre alte Rentner leitet einen Kirchenchor bei den Adventisten in Washington. Ende April gründete er die Gruppe "Prayer at the Pump" ("Tankstellengebet") und bittet seither mit bis zu 200 Getreuen an den Zapfsäulen Gott um Beistand, dass die hohen Benzinpreise fallen mögen "wie die Mauern zu Jericho".
Der zweisitzige Smart, den Daimler seit Mitte der neunziger Jahre baut, findet bei den Amerikanern zunehmend Absatz. (© Foto: dpa)
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Der Benzin als Symbolpreis
Rocky Twyman mag ein wenig skurril sein, aber sein Beispiel zeigt, welche Dimension der Anstieg der Energiepreise mittlerweile für viele Amerikaner hat. Am Montag kostete eine Gallone Superbenzin im Durchschnitt der Vereinigten Staaten 3,83 Dollar - fast einen Dollar mehr als vor einem halben Jahr. Mit umgerechnet 65 Cent pro Liter ist Treibstoff damit zwar nach europäischen Maßstäben immer noch sehr billig, die Umrechnung führt jedoch ein wenig in die Irre: Wegen des schwachen Dollar ist, in Euro ausgedrückt, auch die Kaufkraft der Amerikaner gesunken.
Der Anstieg der Energiekosten war in den USA noch steiler als in Europa und das ist längst zum Politikum geworden. Mitte April streikten in einigen Bundesstaaten die Lastwagenfahrer einen Tag lang, weil ihre Einnahmen kaum noch die Dieselkosten decken. Im Präsidentschaftswahlkampf versuchen die Kandidaten das Volk zu beruhigen. John McCain von den Republikanern und die Demokratin Hillary Clinton werben gemeinsam für sogenannte "Benzinsteuer-Ferien": Während der Reisezeit im Sommer soll der Staat auf die ohnehin geringe Mineralölsteuer von 18 Cent pro Gallone verzichten.
Clintons Konkurrent Barack Obama hat sich nach anfänglichem Zögern gegen das Steuergeschenk entschieden. Fast alle Ökonomen des Landes sind entsetzt über Clintons und McCains Vorschläge. Das Steuergeschenk würde nur die Nachfrage und damit die Knappheit auf dem Markt erhöhen. Außerdem braucht der Staat das Geld dringend, um Autobahnen und Brücken instand zu setzen.
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Spiel gegen Düsseldorf wird nicht wiederholt
Leider kann uns aber kein Hersteller ein Fahrzeug anbieten, dass völlig auf Benzin oder Diesel verzichten kann - außer man bewegt sich in einem Radius, den man wirklich mit dem Rad bewältigen kann.