Volvo produziert sein zehn Jahren massenweise Unfälle im Auftrag der Sicherheit - weil Schweden die "Vision Zero" hat: Bis 2020 soll es keine Verkehrstoten mehr geben.
Wir schreiben das Jahr 2009, es ist einer dieser lauen Spätsommertage in Südschweden. Eine junge Familie ist mit einem neuen Volvo V70 unterwegs nach Hause, der Mann fährt, der einjährige Sohn schlummert in der Baby-Sitzschale auf der Rückbank. Plötzlich, in einer lang gezogenen Kurve der Landstraße, kommt der Familie ein älterer Volvo auf ihrer Fahrbahnseite entgegen.
Ein missglückte Crashtest-Demo: Dieser Volvo knallte ungebremst in den Lkw. (© Foto: Pressinform)
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Zum Ausweichen ist es zu spät, mit 60 km/h prallen beide Autos mit voller Wucht aufeinander. Ein ohrenbetäubender Knall erfüllt die Luft, die Fronten beider Autos werden zerquetscht, Splitter und Trümmer fliegen durch die Luft. Schon nach einer Sekunde ist alles vorbei, gefolgt von einer gespenstischen Stille.
Plötzlich ertönt ein Hornsignal, gleißende Scheinwerfer beleuchten die Unfallstelle. Der Unfall war nur eine Simulation in einem der größten Crash-Zentren Europas - bei Volvo in Göteborg. Die Autos waren mit Kabel verbunden und wurden mit 2000 PS starken Elektromotoren auf Schienen in ihr sicheres Verderben geschickt.
Der Test beruht auf einem echten Unfall - zum Beleg stehen die Wracks neben den gelb lackierten Testfahrzeugen. Den Betrachtern läuft ein Schauer über den Rücken: Am Airbag des 13 Jahre alten Volvos klebt Blut. Die Rettungskräfte mussten damals das Dach abschneiden, um den eingeklemmten Fahrer schonend befreien zu können.
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Retuschierte Stars
Machen die anderen Hersteller denn ähnlich viele Crashtests oder ist Volvo da an der Spitze?
youtube.com/watch?v=QJ6z3IArINI&feature=player_embedded
Sehr beeindruckend.
Ja, da lobe ich mir so genannte "Assistenzsysteme", die ja eigentlich nur das fehlende Hirn oder nicht vorhandene fahrerische Fertigkeiten kompensieren sollen - mit Software.
Nur ein I.d.i.o.t kann auf Software vertrauen. Software kann per Definition *niemals* fehlerfrei sein. Da gruselt es mich. So nach dem Motto: wir fahren immer schlechter und werden immer blöder, macht aber nix, das Auto wird's schon richten.
Die Lösung kann nur sein:
- entweder redundante, fehlertolerante und selbstlernende Systeme (unbezahlbar und science fiction) oder
- hohe, passive Sicherheit (Fahrgastzelle, Sitze, Rückhaltesysteme, Kleidung) gepaart mit entsprechender Ausbildung (Fahrzeugbeherrschung), modular und nachrüstbar.
Immer noch mehr Software in immer noch schwereren und schnelleren Fahrzeugen ist ein Paradoxon: die steigende Komplexität in Kombination mit einer überquadratischen Zunahme der kinetischen Energie eines Fahrzeuges führt nur zu einem Ergebniss: ein Wettrüsten. Verlierer sind Leute mit einem Auto älter als 5 Jahre.
DW
dürfte sich Deutschland auch gerne mal beteiligen - aber hier hat man ja lieber Verkehrstote und die Vision "freie Fahrt für dumme Bürger", als dass man diese Freiheit ein wenig einschränkt und jeden Unfall mit Toten oder Schwerverletzten untersucht und dann Maßnahmen einleitet dies zu verhindern, auch wenn es Einschränkungen bedeutet.
gut das Broberg den dritten Versuch nicht selbst vorgeführt hatte...