Die britische Billigfluggesellschaft Easyjet hat Pläne für ein Flugzeug mit einem halbierten Kohlendioxid-Ausstoß vorgestellt - eine neue Technik soll helfen, die Abgase zu reduzieren

Die Billigfluggesellschaft Easyjet hat Pläne für ein Flugzeug mit einem halbierten Kohlendioxid-Ausstoß vorgestellt. Die schmale Maschine mit zwei offenen Rotor-Motoren und einer großflächigen Heckflosse soll nach den Vorstellungen der Gesellschaft erstmals im Jahr 2015 zum Einsatz kommen. Die Leichtbauweise und Karbon-Materialien des Ecojet würden den Treibstoffverbrauch zusätzlich vermindern.

Easyjet

"Das ist keine Star-Trek-Technologie", sagte Firmenchef Andy Harrison bei der Präsentation des Modells in London. "Das ist eine Technologie, die in Reichweite ist." (© Foto: Reuters)

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"Das ist keine Star-Trek-Technologie", sagte Firmenchef Andy Harrison bei der Präsentation des Modells in London. "Das ist eine Technologie, die in Reichweite ist. Wir sprechen mit Boeing und Airbus. Wir arbeiten mit den Herstellern zusammen, um das Flugzeug bis 2015 bauen zu können", fügte er hinzu. "Wir geben derzeit vier Milliarden Pfund für Flugzeuge aus - sie hören uns deshalb zu."

Ein Viertel der CO2-Emission könne durch den Einsatz von offenen Rotor-Motoren vermieden werden

Bereits zuvor hatte Airbus ein Spitzentreffen mit seinem Rivalen Boeing und anderen Konkurrenten vorgeschlagen, um Pläne für die Reduzierung der Emissionen im Luftverkehr zu erarbeiten. Der Luftfahrtverband Acare strebt bis 2020 eine Halbierung des CO2-Ausstoßes der Flugzeuge an. Die International Air Transport Association (IATA) fordert innerhalb der nächsten 50 Jahre völlig emissionsfreie Flugzeuge.

Easyjet erklärte, allein ein Viertel der Flugzeugemission des Treibhausgases könne durch den Einsatz von offenen Rotor-Motoren vermieden werden. Weitere 15 Prozent ließen sich durch die Leichtbauweise und weitere zehn Prozent durch eine bessere Kontrolle der Luftströme einsparen. "Wir sehen Biosprit als keinen großen Zukunftsschritt. Dieses Design ist der große Schritt voran, und es liegt schon direkt vor uns", so Harrison. Der Lärm werde damit zudem um ein Viertel und der Ausstoß von Stickoxiden um 75 Prozent reduziert.

(sueddeutsche.de/rtr)

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(SZ vom 15.6.2007)