Gestern genial, heute brachial, morgen vergessen? Die legendäre Traditionsmarke Bugatti steht am Scheideweg.
"Natürlich hat Bugatti eine gesicherte Zukunft. Aus der Marke kann man noch viel machen." Bedingungslose Überlebensgarantien hören sich anders an, aber zumindest glaubt VW-Chef Martin Winterkorn wohl daran, dass sich sein Aufsichtsratsvorsitzender mit der Reanimation der Sportwagenikone nicht verhoben hat.
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Ferdinand Piëch war übrigens bereits der zweite neuzeitliche Investor, der sich von der Reputation der voitures bleues, der blauen Wagen, betören ließ. Schon 1987 hatte Romano Artioli die Renaissance der Marke mit dem traditionellen Hufeisengrill gewagt. Obwohl die ehrenwerte Gesellschaft rund um den italienischen Millionär viel Geld in die Hand nahm und mit dem EB110 ein sensationell gutes Auto auf die Räder stellte, endete das Comeback ebenso im Konkurs wie zuvor Ettore Bugattis Lebenswerk.
1998 kaufte VW die Namensrechte und beauftragte Italdesign mit der visuellen Produktplanung, wobei die Entwürfe von Fabrizio Giugiaro nicht an die Qualität des Artioli-Viertürers EB112 und des von Hartmut Warkuß gezeichneten Veyron heranreichten. Trotz reduzierter Zylinderzahl - 16 statt 18 - lief der 2005 in Serie gegangene Flachmann mehr als 400 km/h und spurtete in nur 2,5 Sekunden von null auf 100 km/h - zwei Superlative, die bis heute Bestand haben.
Die Overkill-Variante des Veyron heißt Super Sport, hat 1200 PS und hält mit 431 km/h den Geschwindigkeitsweltrekord für Straßenfahrzeuge. Wie es sich anfühlt, wenn der rechte Fuß 1500 Nm Drehmoment abrufen kann und der 100-Liter-Tank bei Vollgas nach zehn Minuten leergesaugt ist?
Wie eine Mischung aus Videospiel und surrealer Zeitmaschine. Trotz Allradantrieb, ESP und einer justierbaren Aerodynamik samt Luftbremse und viel Abtrieb vermittelt sehr hohes Tempo ein seltsam virtuelles Fahrerlebnis, das sich durch extreme Differenzgeschwindigkeiten, schwer kalkulierbare Bremswege und überlebensnotwendig kurze Reaktionszeiten auszeichnet.
Der sogenannte Speed Key bleibt oft ein Autoleben lang unangetastet, denn es fehlt vielen Bugatti-Kunden wohl die Gelegenheit, um mit tiefergelegter Karosse und eingezogenen Spoilern in die Region jenseits von 375 km/h vorzudringen. Mit den Bugattis von einst hat die 1,85 Millionen Euro teure Flunder ohnehin nicht mehr viel gemeinsam. Abgesehen von dem für die Firma ruinösen Royale waren die meisten Bugattis nämlich leicht und von filigraner Gestalt.
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jaja CJ,
immer drauf auf die Deutschen, die können sowieso nichts...
komisch warum die ganze Welt Autos in Deutschland kauft, was fahren sie denn für ein Auto... copied by Korea, China oder Japan... oder doch lieber die amerikanischen Traktoren...
Zitat:
"Wenn ich ein..."
Ja, wenn Sie ein, dann aber richtig...
Aber der Logik folgend (und abgesehen von Ihrer Fachbewertung, ja einem Vergleich zwischen einem V- und einem W-Motor...) dürfte sich die Auswahl der Ihnen genehmen Fahrzeuge in recht bescheidenen Grenzen halten. Selbst wenn Sie sich so was leisten könnten.
Man nehme einen VR6 Motor und "verlängere" diesen. Natürlich konstruktiv...
wobei die meisten Teile aus dem Regal stammen.
Also keine echte Neuentwicklung.
Der VR8 stand übrigens bei VW Anfang der 90er Jahre ebenso im Prototypenregal wie der VR4 (der irgendwann mal als W8 mit zwei VR4 Zylinderbänken im Passat tätig war).
Unterm Strich ist's aber egal. Der "neue" Bugatti ist wie die Bentleys lediglich ein zusammenschustern von alten Ersatzteilen aus dem Regal. Schade drum, weil's irgendwann zum Bumerang wird (siehe Maybach) und die Marke bergabzieht. In dieser Preisklasse empfiehlt sich Eigenständigkeit und die wäre, wie ein 911er ja zeigt, auch im VW-Konzern verkaufbar und bezahlbar. Wenn auch nicht unbedingt "finanzoptimiert".
Wenn ich für teures Geld einen Bugatti kaufe, dann will ich einen echten. Und keinen mit VW Motor auf Audi Chassis. Schon mal gar nicht, wenn das Zeugs bereits vor über 20 Jahren entwickelt wurde....
"Motor VW Golf III VR6 Basis (als VR8 ausgelegt)" ??
Derart Expertentum ist hier häufig anzutreffen. Gratuliere.
Schaut aus wie ein Audi und ist ein Audi. Wer den Motor genauer anschaut, entdeckt eine VWAudi Punze... und gibt dafür eine Million aus.
Plattform Alu Space-Frame des Audi A8, entwickelt 1993.
Motor VW Golf III VR6 Basis (als VR8 ausgelegt), basierend auf der Entwicklung von 1990.
Irgendwie muss Piëch halt sein altes Zeug loswerden. Und da von den unverkauften Phaetons noch ein paar Plattformen übrig sind, schraubt man darauf nun einen Bugatti zusammen, nimmt ein Heck vom Bentley Continental GT und montiert's statt dem Kofferraumdeckel auf den Phaeton.
Einzige einigermassen akzeptable Idee: die Motorhaube... (da würd ich als Alfa mal genauer hinschauen... ).
Sorry Jungs, da steig ich lieber in den neuen XJ ein.... neue Plattform, neues Design und auch der Motor ist eine neuere Entwicklung (2005 by Ford-PSA).
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