2014 will Mercedes mit der Brennstoffzelle in Serie gehen: ein erster Erfahrungsbericht mit der emissionsfreien B-Klasse.
Beim Stichwort Brennstoffzelle winkt mancher Hersteller dankend ab: zu schwer, schlechte Versorgung, große und schwere Tanks, Energie, die erst in Strom umgewandelt werden muss.
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Auf Werbe-Tour: Die Mercedes-B-Klasse mit Brennstoffzellenantrieb unterwegs in Südfrankreich. (© Daimler AG)
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Mercedes kennt die Bedenken, doch in Stuttgart schätzt man Vorteile wie das emissionsfreie Fahren, das drei Minuten kurze Betanken, die ansprechende Reichweite und die langfristig günstige Kostenstruktur.
"Anders als für Öl gibt es für Wasserstoff keinen Weltmarktpreis, und die rund acht Euro pro Kilo, die man heute bezahlen muss, sind noch nicht das letzte Wort", glaubt Arwed Niestroj, der bei Mercedes für das Thema zuständig ist. "Die Wasserstoff-Infrastruktur lässt zwar zu wünschen übrig", so Niestroj, "aber während batterieseitig keine Revolution in Sicht ist, steckt in der Brennstoffzelle noch Verbesserungspotential."
Die Leistung werde bis 2014 um bis zu 15 Prozent steigen, der Verbrauch weiter optimiert, Größe und Gewicht reduziert. "Unser Ziel", sagt der Entwickler, "ist es, ein Konzept zu entwickeln, das dem Verbrenner zumindest ebenbürtig ist."
Wir fahren auf der Autoroute von Lyon nach Perpignan. Die knallgrüne B-Klasse ist als Weltumkreiser auffällig beklebt, doch innen verrät fast nichts den neuen Antriebsstrang, und die Fahrleistungen verdienen das Prädikat ausreichend unauffällig.
Dieser Mercedes tickt völlig anders als seine Schwestermodelle. Die Kombination aus 1,4-kWh-Batterie und Brennstoffzelle schnurrt schwingungsfrei, das stufenlos summende Getriebe begnügt sich mit einem einzigen Vorwärtsgang, und statt dem Drehzahlmesser illustriert ein Powermeter den Takt.
In der Ebene reichen schon 20 Prozent der Systemleistung von 70 kW, um mit 100 km/h im Verkehr mitzuschwimmen. Unter Vollgas stehen kurzfristig 100 kW zur Verfügung. Weil gasförmiger Wasserstoff gezapft wird, gibt Mercedes den Verbrauch in Kilo pro 100 km an. Im NEFZ (neuer europäischer Fahr-Zyklus) reichen 0,97 kg H2/100 km.
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Kuriose Schilder (4)
Neue Untersuchungen haben ergeben, dass nicht die Wasserstoff-Füllung für das Brennen der Hindenburg verantwortlich war, wie regelmäßig behauptet wurde, sondern der Anstrich der äußeren Hülle. Ein mit Helium gefülltes Luftschiff wäre ganz ähnlich verbrannt.
Wasserstoff ist ein Energieträger, vergleichbar mit Erdgas. Allerdings verflüchtigt sich Wasserstoff als leichtestes Element bei Austritt um ein Vielfaches schneller - mit über 30 km/h. Im Gegensatz zu Mineralölen kann Wasserstoff kein Erdreich verunreinigen. Wasserstoff ist nicht giftig, geruchlos und nicht ätzend. Bei richtigem Umgang mit diesem Gas geht keine Gefahr von Wasserstoff aus. Daher gibt es für ihn z. B. in Deutschland auch keine anderen Sicherheitsvorschriften als für alle anderen brennbaren Gase. Die chemische Industrie arbeitet seit einem Jahrhundert mit riesigen Mengen Wasserstoff, und die sicherheitstechnischen Erfahrungen sind sehr gut. Auch bei energetischen Anwendungen (Auto- oder Flugzeugtreibstoff, Transport großer Mengen) haben umfangreiche Studien und Experimente immer wieder ergeben, dass von seiner Verwendung keine größeren Gefahren ausgehen als von konventionellen Energieträgern (Erdgas, Propan).
mein Punkt ist dass Wasserstoff als Energieträger weit schlechter geeignet ist als Akkus. Bei Akkus bekommt man etwa 90%der hineingesteckten Energie wieder heraus, bei Wasserstoff nur ca. die Hälfte. Auch wenn Wasserstoff aus Erdgas gewonnen wird bleibt das Problem, dass man ihn zum verflüssigen erstmal weit abkühlen muss. Daher ist Wasserstoff keineswegs der "perfekte Energieträger".
Mit "umweltfreundlicher Erzeugung" kann man auch Biodiesel/-Ethanol/-Methanol einsetzen, auf dem Land gibts auch damit keinen smog und in der Stadt sind Akkus doch sowieso besser.
Warum ein Elektroauto immer an der Steckdose geladen werden muss is mir sowieso schleierhaft, wechselbare, standardisierte Akkupacks, für die nur eine Nutzungsgebühr anfällt und die man auch zu Hause laden kann sind meiner Meinung nach die einfachste und beste Lösung Reichweiten über 100km ohne lokale Abgase zu erreichen.
Da ist die jährliche Ankündigung, wie weit die Fa. Mercedes ist, Gähn. Das einzig Neue, die schlecht konstruierte B-Klasse (schlechte Strassenlage, grosser Wendekreis, teuer in Herstellung und Wartung) erhält einen Nachfolger. Ansonsten alles nur Ankündigungen. Von dem Einsatz der Brennstoffzelle in U-Boot auf den Einsatz im Auto zu schliessen ist ein Witz. Im U-Boot: Wartung durch geschultes Personal und eine kontrollierte Umwelt. Gerade die Temperatur macht der Brennstoffzelle zu schaffen. Z. B. Garagenparkplatz, Minustemperatur, Wasser ergibt Eis. Was nun?
Ebenso lustigste es die Fa. Mercedes als umweltfreundlich zu bezeichnen. Durch geballten Einsatz der Lobbyisten wurde die Einführung umweltfreundlicher Technologien beim Diesel erfolgreich verschoben. Erst mit der Schadstoffklasse E6 erreicht der Diesel das Niveau des Benziners. Ich sehe schon die Gesichter derjenigen, die ihren heute gekauften Diesel an der Stadtgrenze abstellen müsse.
Wie schon früher geschrieben: ich wünsche mir sachkundige Journalisten und keine, die PR Mappen abschreiben
Hallo
8 Euro pro Kilo, bei einem Verbrauch von 0.8 bis 1,2 Kilo pro 100 Km, oder?
Bedenkt man, dass Wasserstoff heute aus z. B. Erdgas erzeugt wird, das schon ein ordentliches Energieniveau hat, kann man damit rechnen, dass wenn Wasserstoff elektrolytisch aus Wasser erzeugt wird, der Preis nochmal steigt.
Der Energieweg ist dann z. B.: Sonne (o. Wind) - Solarzellen (o. Generator) - Elektrolyse - Wasserstoff - Aufbewahrung (m. Wasserstoffpressung) - Brennstoffzelle - Motor. Alleine die Wandlungsverluste sind beeindruckend.
Bei Batterien: Sonne (o. Wind) - Solarzellen (o. Generator) - Batterie - Motor.
Die Sonnen-/Windkraftwerke müssen im ersten Fall wenigstens doppelt so groß sein.
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