Trotz aller Bedenken und der Ablehnung bei vielen der großen Fluggesellschaften soll die neue Boeing 747-8 in dieser Woche zu ihrem Erstflug starten.
Vor fast genau 40 Jahren begann die Ära der Boeing 747. Damals, im Januar 1970, setzte Pan American Airways das neue Riesenflugzeug erstmals im Liniendienst ein; die Maschine flog zunächst auf der Strecke von New York nach London. Das revolutionär große Flugzeug wurde nach anfänglichen Schwierigkeiten für Boeing zum Verkaufsschlager und für die Welt eine der vielleicht wichtigsten Erfindungen, die Fernreisen für breite Schichten und damit das ermöglichten, was heute Globalisierung genannt wird.
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Mutiger Plan: Mit der 747-8, die 76 Meter lang ist und Platz für bis zu 450 Passagiere bietet, will Boeing die Legende des Jumbojets weiterleben lassen. (© Foto: Boeing)
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Jetzt soll die Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werden - in dieser Woche soll die neueste Version des Jumbojets, die Boeing 747-8, zu ihrem Erstflug starten. Bereits seit Ende November laufen die Bodentests; abheben soll der Jet vom Werksflughafen Paine Field in Everett und dann zu Tests aller wichtigen Systeme ein paar Stunden über dem US-Bundesstaat Washington kreisen. Gesteuert wird die Maschine vom 747-Chefpiloten Mark Feuerstein. Boeing setzt darauf, dass mit dieser Erneuerung die Ära des Jumbojets deutlich verlängert wird - trotz des Airbus A380.
Jahrelang haben die Boeing-Manager abgewogen, ob sie wirklich noch einmal auf die 747 setzen sollten. In den letzten Jahren waren die Verkaufszahlen deutlich zurückgegangen; nur wenig kleinere Maschinen wie die Boeing 777-300ER schafften die gleichen Strecken zu deutlich geringeren Kosten. Und Fluggesellschaften, die besonders große Jets brauchen, entschieden sich tendenziell eher für den A380. Dass der Konzern dann doch noch einmal Milliarden in das Projekt steckte, ist nicht zuletzt der Lufthansa zu verdanken, die immer wieder eine größere und modernere 747 verlangte.
Die 747-8 unterscheidet sich von ihrer Vorgängerin, der 747-400, erheblich, auch wenn sie ihr äußerlich stark ähnelt. Denn der neue Jet ist mit gut 76 Meter um 5,6 Meter länger als bisher; damit finden rund 50 zusätzliche Passagiere Platz. Je nach Auslegung wird das Flugzeug so zwischen 400 und 450 Menschen befördern können. Zudem hat die Maschine völlig neu entworfene Flügel, die dem aktuellen Stand der Aerodynamik entsprechen. Und das Flugzeug bekommt neue Triebwerke vom Typ Genx, die General Electric eigentlich für die Boeing 787 entwickelt hat. Programmchef Mo Yahyavi hat ausgerechnet, dass der neue Riesenjet bis zu 16 Prozent weniger Sprit verbrauchen wird als die Vorgänger oder auch entsprechend mehr Gewicht transportieren kann.
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Retuschierte Stars
Das koennen wir leider mal getrost vergessen :(
Unsere LH ist wirklich weit hinten im Vergleich zu Emirates & Ethihad (zumindest auf den Strecken, die ich in Business geflogen bin).
Allerdings ist LH um Klassen besser als alle US Carrier, wobei das natuerlich keine Kunst ist ;-)
login37: du hast recht, die Lufthansa spart sich zu Tode.
Ein Argument für dieses "neue" Flugzeug dürfte sein, dass die Piloten wahrscheinlich keine neuen Tests benötigen, um dieses Flugzeug fliegen zu dürfen... Außerdem wird es viele Gleichteile geben wenn das Flugzeug nicht neuentwickelt wurde, sondern weiterentwickelt wurde! Das alles spart! Ob dass die richtige Entscheidung für die LH ist, glaube ich eher nicht!
Das Flugzeug ist konzeptionell 40 Jahre alt. Wenn Lufthansa die Maschinen dann noch 20 Jahre nutzt, haben sie am Ende 60 Jahre alten Schrott in der Luft. Die 747-8 erhält weder die moderne Steuerung heutige Flugzeuge noch kann sie in Sachen Platzangebot und Komfort mit aktuellen Flugzeugen mithalten. In der 747 sitzen in der Economy auf dem Hauptdeck 10 Passagiere in einer Reihe - genauso wie in einer 777. Nur ist der Rumpfdurchmesser der 777 deutlich größer, wodurch man mehr Platz in der Breite hat.
Alle anderen Airlines wollen ihren Passagieren so etwas nicht mehr zumuten. Lufthansa sieht das anders und setzt damit seine Tradition des unterdurchschnittliches Services fort.
Einen Preiskampf gegen aggressiv wachsende Airlines wie Emirates und Etihad kann Lufthansa niemals gewinnen.Wenn sie gleichzeitig nicht mehr sondern deutlich weniger Service und Komfort bieten, stellt sich schon die Frage, wie Lufthansa im Wettbewerb überleben will? Aufgrund solcher strategischer Fehlentscheidungen dürften düstere Zeiten für die Lufthansa anbrechen.