Man wollte eigentlich nicht mehr daran glauben - aber jetzt hat Boeing seinen Dreamliner doch zum ersten Mal öffentlich vorgeführt: Er ist der Star der Farnborough Air Show.
Bis zum kommenden Sonntag wird ein privater Flugplatz in der beschaulichen britischen Provinz Hampshire, 50 Kilometer südwestlich von London, wieder zum Nabel der internationalen Luftfahrtwelt. Denn die Farnborough Air Show, die alle zwei Jahre stattfindet und benannt ist nach dem kleinen Städtchen nahe dem Flugplatz, öffnet ihre Tore. Diese Luftfahrtmesse gibt es seit 1948, und sie gilt, neben der mit jeweils in ungeraden Jahren stattfindenden Luftfahrtschau in Paris-Le Bourget, als die wichtigste weltweit.
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In diesem Jahr kann Farnborough mit einigen echten Weltpremieren glänzen. Die wichtigste ist zweifellos der erste Auftritt des neuen Passagierflugzeugs Boeing 787 Dreamliner. Und dessen Kommen ist gleich doppelt von Bedeutung: Zum einen zeigt sich der Dreamliner zum allerersten Mal dem Publikum, zum anderen ist es der erste Flug des Jets außerhalb der USA. Bislang hatte die 787 vor allem mit Verspätungen wegen Produktionsproblemen Schlagzeilen gemacht.
Das im Juli 2007 vorgestellte Verkehrsflugzeug für rund 250 Passagiere sollte eigentlich schon seit Mitte des Jahres 2008 beim Erstkunden All Nippon Airlines (ANA) in Japan im Linieneinsatz sein. Doch erst am 15. Dezember 2009 konnte schließlich der Erstflug stattfinden.
Derzeit läuft das aufwendigste Flugtestprogramm der zivilen Luftfahrtgeschichte mit demnächst sechs Flugzeugen, die in 24-Stunden-Schichten alle erdenklichen Prüfungen durchlaufen. Am 16. Juni konnte die 1000. Flugstunde absolviert werden - damit ist rund ein Drittel der vorgesehenen Tests geschafft. 787-Programmchef Scott Fancher lobte den Dreamliner als "beinahe fehlerfrei". Die Zulassung soll zum Jahresende erreicht sein, erste Auslieferungen an ANA sind im Frühjahr 2011 geplant. Mit rund 870 Bestellungen schon vor dem kommerziellen Erstflug ist die 787 einer der erfolgreichsten Jets aller Zeiten.
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Bestellungen von Airbaus A350 Dreamliner Airbus A380
Emirates 70 30 90
Quatar Airlines 80 30 0
Lufthansa 0 0 15
Wem die Zukunft gehört? Die Europäer bauen, fliegen tun die anderen.
Oder die Frage ein Alptraum endlich in der Luft,es ist so das der groesste Teil dieses Flugzeuges ausserhalb der USA gebaut wird. Boeing verschenkte kostenlos Kopetenz nach Asien und Europa,jeder Airbus egal welches Modell, hat mehr US Parts als jede Boeing die jetzt gebaut wird. Das ist doch auch ein Zeichen,dass die Zulieferer in den USA doch in der Lage sind,gute Qualitaet und einen angemessenen Preis fuer ihre Teile zu bieten. Frage: Stellt Boeing sich nicht damit selbst in ein Abseits ?
...kauft die Lufthansa amerikanische Flugzeuge? Wäre doch mal was, deutsche und europäische Arbeitsplätze zu unterstützen.