Von Sebastian Viehmann

BMW-Fans haben bald ein neues Spielzeug: Der BMW X6 soll dank "Dynamic Performance Control" aus jedem Fahrer einen Kurven-Künstler machen. Die ersten Bilder, die erste Probefahrt

Immer wenn du glaubst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein elektronisches Helferlein her: Im Premium-Segment sind moderne Autos mittlerweile mit so vielen Regelsystemen voll gestopft, dass man schnell den Überblick verliert. Die Kunst dabei ist, all die Hightech-Gimmicks so abzustimmen, dass ein harmonisches Gesamtwerk entsteht.

BMW X6

Der X6: BMWs Vorstoß ins Terrain der "Sport Activity Coupés". (© Foto: Pressinform)

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Als ob die Hinterachse mitlenkt ...

Der X6 ist BMWs Vorstoß ins Terrain der "Sports Activity Coupés". Den Unterschied zum X5 bringt Fahrwerksentwickler Gerhard Fischer auf den Punkt: "Wir wollten ein Auto, dass deutlich sportlicher ausgeprägt ist". Auf einem Handlingkurs in South Carolina konnten wir schon mal die ersten Vorserienfahrzeuge testen, bei denn die Abstimmung für die Serienproduktion aber so gut wie abgeschlossen ist.

Die Schlüsselrolle bei BMWs neuem Fahrspaß-Paket spielt die "Dynamic Perfomance Control" (DPC). Sie verteilt die Antriebskraft variabel an die beiden Räder der Hinterachse - und das unabhängig vom jeweils angeforderten Antriebsmoment des Motors. Die Hinterachse lenkt sozusagen in der Kurve mit. "Das ist so, als würden Sie auf einem Schlitten sitzen und nur auf einer Seite anschieben", beschreibt Entwickler Christian Billig das Prinzip.

Man kann sich die Funktionsweise auch vorstellen wie bei einem Panzer oder einer Pistenraupe: Wenn Kettenfahrzeuge eine Kurve machen, werden dazu die beiden Ketten in entgegen gesetzte Richtungen bewegt. BMWs System verteilt dazu das Antriebsmoment - jederzeit kann zwischen dem rechten und linken Hinterrad eine Differenz von 1800 Newtonmetern eingestellt werden.

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