BMW-Fans haben bald ein neues Spielzeug: Der BMW X6 soll dank "Dynamic Performance Control" aus jedem Fahrer einen Kurven-Künstler machen. Die ersten Bilder, die erste Probefahrt
Immer wenn du glaubst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein elektronisches Helferlein her: Im Premium-Segment sind moderne Autos mittlerweile mit so vielen Regelsystemen voll gestopft, dass man schnell den Überblick verliert. Die Kunst dabei ist, all die Hightech-Gimmicks so abzustimmen, dass ein harmonisches Gesamtwerk entsteht.
Der X6: BMWs Vorstoß ins Terrain der "Sport Activity Coupés". (© Foto: Pressinform)
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Als ob die Hinterachse mitlenkt ...
Der X6 ist BMWs Vorstoß ins Terrain der "Sports Activity Coupés". Den Unterschied zum X5 bringt Fahrwerksentwickler Gerhard Fischer auf den Punkt: "Wir wollten ein Auto, dass deutlich sportlicher ausgeprägt ist". Auf einem Handlingkurs in South Carolina konnten wir schon mal die ersten Vorserienfahrzeuge testen, bei denn die Abstimmung für die Serienproduktion aber so gut wie abgeschlossen ist.
Die Schlüsselrolle bei BMWs neuem Fahrspaß-Paket spielt die "Dynamic Perfomance Control" (DPC). Sie verteilt die Antriebskraft variabel an die beiden Räder der Hinterachse - und das unabhängig vom jeweils angeforderten Antriebsmoment des Motors. Die Hinterachse lenkt sozusagen in der Kurve mit. "Das ist so, als würden Sie auf einem Schlitten sitzen und nur auf einer Seite anschieben", beschreibt Entwickler Christian Billig das Prinzip.
Man kann sich die Funktionsweise auch vorstellen wie bei einem Panzer oder einer Pistenraupe: Wenn Kettenfahrzeuge eine Kurve machen, werden dazu die beiden Ketten in entgegen gesetzte Richtungen bewegt. BMWs System verteilt dazu das Antriebsmoment - jederzeit kann zwischen dem rechten und linken Hinterrad eine Differenz von 1800 Newtonmetern eingestellt werden.
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"Und wieder ein Auto, was kein Mensch baut"
Die Verkaufszahlen werden diese Aussagen belegen. Den wird man nicht wegen schlechter Verkaufszahlen wieder einstellen, wie den 3L Polo.
Das ist - mit Verlaub - ein Schmarrn, ein derartiger Super-Schmarrn, dass es mir die Fußnägel rollt. Es fahren schon genug Lobotomierte auf der Strasse rum, die meinen, die Physik überlisten zu können durch eine CPU und zum Ausgleich weniger Hirnschmalz.
Dass aber ein Tester so einen hahnebüchenen Unsinn verzapft, schmerzt schon:
- kein Allradler "dreht Pirouetten". Vieleicht anschliessend auf dem Acker, vorher aber nicht. Es sei denn, der Frontantrieb fällt aus. Oder war hier der G2 Kurz-Quattro gemeint?
- Wenn die Haftung abreisst, reisst sie ab. Auch das apfelschwere Steuergerät kann die Strasse nicht abtrocknen oder Haftung herbeizaubern. Ein kontrollierter Drift mag dadurch einfacher sein, er ist aber nicht schneller als einer ohne. Wieso auch?
- ist man zu schnell, fliegt man ab. Mit und ohne DSC, ESP oder was auch immer.
Ich 'abbe also keine Ahnung, was dieses neue Gimmik soll, ausser dass es die Generation Bleifuss zum aberwitzigen heizen verwenden kann, und damit einen sowieso nur theoretischen Sicherheitsgewinn kompensiert. Abgesehen davon, dass das ganze Gequirle nach 10 Jahren und 200000 km garantiert nicht mehr funktioniert.
Mein Gott, es gab eine Zeit, da hat BMW wirklich interessante Autos gebaut. Scheint vorbei zu sein.
Ach übrigens: die SZ scheint ja im Autoressort genügend Etat zu haben, so dass man Tester nach South Carolina schicken kann. Oder war das eine werksseitige Einladung, als Entlohnung reicht dann ein gefälliger "Test"?
Mann o mann. Echt arm.
DW
eine Umweltsa* die niemand braucht. Ausser einige ganz sportliche Typen, die immer drei Golfbags bei sich haben wollen. Oder natürlich deren Frauen - der guten Sicht wegen und weil man heute in dieser unsicheren Verkehrssituation einen Panzer braucht um im Zweifelsfall zu überrollen statt überrollt zu werden. Bravo BMW!
Und was kommt am Ende bei raus?
Wenn die Emmisionswerte irgendwann mal wieder in der Politik diskutiert werden, jammern als erstes die deutschen "Premium-Hersteller", dass massiv Arbeitsplätze gefährdet seien.
Aber ein X6 bauen wir noch... dafür kommt der neue 1er dann vielleicht mal mit noch ner Spritsparenden Technik - BMW ist schliesslich ein verantwortungsbewußtes Unternehmen! Ein Irrsinn. Fragt sich wer die "Schuldigen" sind, die Autohersteller, weil sie solche Proletenkisten anpreisen, die Politiker, weil sie in Legislatur- und Arbeitsplatzscheuklappen denken oder die Käufer, weil sie auf die Umwelt schei*en und mit dem Energiesparen ganz bestimmt beim nächsten Auto anfangen?!
... aus der Rubrik "Was kein Mensch braucht, und trotzdem wird's gebaut". Passt voll in unsere Zeit.