Von Michael Kuntz

Wie BMW mit dem neuen 7er an seine alten Erfolge bei luxuriösen Limousinen anknüpfen will - und muss.

München, Premierenabend im neuen BMW Museum: An diesem schwülheißen Donnerstagabend um 21 Uhr dürfen aus aller Welt nach München gereiste Journalisten einen ersten Blick auf den neuen 7er werfen. Fotos und Filmaufnahmen sind möglich, mehr noch nicht. Vorerst läuft die Oberklassen-Limousine unter der werksinternen Bezeichnung BMW "F01". Kunden sollen die auf 5,10 Meter Länge gewachsene fünfte Generation der luxuriösen Limousine in vier Monaten bekommen. Eine um 15 Zentimeter verlängerte Version folgt.

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Deutsche Oberklassenmodelle sind Exportschlager. Noch. (© SZ-Grafik: Michael Mainka)

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Jetzt in München dürfen nur handverlesene Gäste den neuen 7er sehen, wie zuvor schon in Frankfurt. Öffentlich zeigt BMW sein Spitzenmodell zum ersten Mal am kommenden Dienstag und Mittwoch - auf dem Roten Platz in Moskau. Die offizielle Premiere ist dann bei der Automesse in Paris im Oktober.

Die Dramaturgie dieses filigranen Zeitplans zeigt, wie wichtig BMW die effektvolle Präsentation des "F01" nimmt. Für den bayerischen Autohersteller ist es das wichtigste neue Auto in diesem Jahr - und nicht nur das. Denn mit dem neuen 7er will und muss BMW an seine alten Erfolge mit Oberklasse-Limousinen anknüpfen. Das wird schwierig.

Die verwöhnte und vermögende Kundschaft hatte sich zuletzt vor allem der S-Klasse von Mercedes zugewandt. Von ihr wurden im vergangenen Jahr weltweit mehr Exemplare verkauft als 7er BMW, der Audi A8, Jaguar XJ und VW Phaeton zusammen. Global mithalten konnte da nur der Lexus von Toyota, den vor allem die Amerikaner schätzen.

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