BMW R 1200 GS Rallye Der Boxermotor: Man mag ihn oder nicht

Das Prinzip des Boxermotors scheidet die Geister. Der kernige und unverwechselbare Klang des Aggregats befriedigt emotionale Bikerbedürfnisse, die bekannte Langlebigkeit des bayerischen Boxers beruhigt den Verstand. Am Gas in Schräglagen spürt man die Massenverschiebung der nach außen keilenden Zylinder allerdings deutlich. Beim Anlassen der Maschine im Stand ebenfalls. Der Verbrauch der GS ist ebenfalls nur Mittelmaß, im Testzyklus waren es ziemlich genau sieben Liter. Ansonsten beinhaltet die Rallyeversion der GS für einen Preis von 14.950 Euro einige normalerweise aufpreispflichtige Optionen wie Heizgriffe oder Kofferhalter.

Hervorzuheben ist die hervorragende Beleuchtungsanlage der bayerischen Reiseenduro, die Nachtfahrten viel von ihrem Schrecken nimmt. Für den Gegenverkehr allerdings sind die Lampen in der serienmäßigen Einstellung schon zu hell und die entgegenkommenden Fahrzeuge werden geblendet. Es kann natürlich auch sein, dass innerhalb des Süddeutsche.de-Testzyklus mindestens 50 Autofahrer fernlichthupende Grüße an die GS auf der anderen Fahrspur senden wollten. Ist aber wohl eher unwahrscheinlich.

Doch zurück zur aktuellen Zweirad-Zulassungsstatistik: Auch auf dem dritten Rang ist eine Maschine von BMW (R 1200 R), auf dem fünften ebenfalls - die BMW F 800 R. Unter den ersten Fünf befinden sich insgesamt vier Maschinen aus München. So ist die aktuelle Zulassungsstatistik doch keine so erfreuliche Botschaft für Kawasaki. Das zweitbestplatzierte Modell der Japaner (Z 1000) liegt auf dem 15. Platz. Ein wesentlicher Grund dafür ist die konstante Dominanz von BMW.