BMW 750i xDrive Späte Einsicht

Viele Fahrer eines 7er-BMW wünschen sich schon lange Allradantrieb. BMW aber irgnorierte es beständig und ließ Kunden zur Konkurrenz abwandern. Jetzt endlich kommt der erste 7er mit xDrive.

Von Stefan Grundhoff

Finanzstarke Kunden aus Süddeutschland, Österreich und der Schweiz werden aufatmen: Mercedes S-Klasse 4matic und Audi A8 quattro bekommen ab September die längst fällige Allradkonkurrenz aus München. Der im vergangenen Herbst erfolgreich gestartete 7er BMW läuft künftig auch mit Schwung auf allen vieren - zumindest die Achtzylinder-Modelle 750i und 750iL. Zu Preisen von 96.800 und 100.800 Euro ist der 750er als xDrive zu bekommen.

Endlich bekommt der 7er auch Allradantrieb: BMW 750i

(Foto: Foto: Pressinform)

Alles Benziner: Weil der Hauptmarkt für die Allrad-Siebener nicht in den Alpen, sondern in Nordamerika liegt, bleiben Allrad-Diesel bis auf weiteres außen vor. Nicht nur dem 245 PS starken und besonders in Deutschland sehr beliebten BMW 730d bleibt der xDrive daher vorenthalten, sondern auch dem neuen, ebenfalls ab September verfügbaren BMW 740d.

Dank doppelter Turboaufladung mit variablen Schaufeln leistet der sogar 225 kW / 306 PS und ab 1500 U/min ein maximales Drehmoment von 600 Nm. Den Spurt von 0 auf 100 km/h schafft der Zwei-Tonnen-Diesel-Bayer in 6,4 Sekunden. Durchschnittlich soll er sich trotz 250 km/h Spitze mit 6,9 Litern zufrieden geben. Wo würde der xDrive besser passen? Stattdessen kommen allein die Kunden des 407 PS starken BMW 750i ab Herbst in den Genuss des Allradantriebs mit variabler Momentenverteilung.

"Im Normalbetrieb auf gerader Strecke gelangen beim xDrive-Modell 40 Prozent der Leistung nach vorn und 60 Prozent nach hinten", erklärt Fahrwerksentwickler Albin Dirndorfer die Vorzüge des Konzepts, das den 7er rund 80 Kilogramm schwerer macht. "Zum ersten Mal bieten wir bei BMW den Allradantrieb in einer Luxuslimousine an. Die Technik macht den 7er besonders dynamisch. Bereits im stabilen Fahrzustand wird die Vorderachse entlastet."