von Günther Fischer

Flacher, gestreckter, konsequenter: Der neue Fünfer bündelt alle guten BMW-Eigenschaften. Und setzt noch einiges drauf. Die erste Ausfahrt

"Da isser nun." Lässig und unprätentiös steht BMWs Chefdesigner Adrian van Hooydonk auf der Bühne und stellt sein neues Baby vor. Im sicheren Wissen, dass ihm ein großer Wurf gelungen ist, der die vielen BMW-Aficionados nicht enttäuschen wird. Die Vorschusslorbeeren, die nach der statischen Präsentation in der Münchner BMW-Zentrale eintrudelten, taten ein Übriges. "Ich glaube", so Hooydonk, "uns ist eine perfekt Businesslimousine gelungen, ein Maßanzug."

BMW 5er neu

Wirkt schon im Stand schnell und souverän: der neue 5er BMW (© Foto: óh)

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Die Ähnlichkeit zum großen Bruder, dem neuen 7er, ist auf den ersten Blick frappant. Allerdings, und hier beginnen die kleinen Unterschiede, steigt die durchgezogene Sicke an der Seite im Gegensatz zum Siebener sanft nach hinten auf, verleiht dem Fünfer so eine leichte Keilform und soll ihn, wenn es nach Adrian van Hooydonk geht, auch schneller wirken lassen: "Der Fünfer soll schon im Stand Autobahngeschwindigkeit ausdrücken." Auch der berühmte, stilbildende und so oft kopierte Hofmeister-Knick im Abschluss der Fondtüren konnte dank neuer Fertigungstechniken wieder stärker herausgearbeitet werden - und verleiht dem Dachabschluss so fast eine Coupé-Linie.

Das Cockpit ist wieder mehr dem Fahrer zugewandt, Automatik-Wahlhebel und iDrive-Knopf stammen aus dem Siebener. Was die Qualität des Innenraums betrifft: Die Interieur-Details wirken sehr ausgefeilt, nach der Qualität geht jetzt auch das Design in die Tiefe. So werden an den Tür-Übergängen optische Stoßkanten vermieden. Und: Eine Tür sieht nun auch im geöffneten Zustand aufgeräumt und durchdesignt aus. Mag ja sein, dass Audi auf diesem Feld immer noch die Benchmark ist - BMW hat jetzt zumindest gleichgezogen. Als Gesamteindruck bleibt jedenfalls eine moderne, klassisch schöne Limousine mit klaren Zielen und Linien. Der Anschluss an die besten Zeiten des BMW-Designs ist vollzogen.

"Design ist aber nur ein Versprechen", führte Hoydoonk bei der ersten Fahrpräsentation später noch aus, "einlösen muss es die Technik". Deswegen wurde eine regelrechte Assistenten-Armee eingebaut - das meiste kennen wir aus dem Siebener. Gegen Aufpreis steht fast alles zur Verfügung, was in irgendeiner Weise den Autoalltag erleichtern und sicherer macht: Abstandsregel-Tempomat mit Stop-and-go-Funktion, Kollisonswarnung, adaptives Licht, Verkehrszeichen-Erkennung, Spurwechsel-Warnung und Sourround View, der Vogelperspektiven-Blick vom Auto.

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