Manche Erlebnisse hinterlassen bleibende Erinnerungen. Bei Peter Trautmann war es die Probefahrt mit einem Renault Alpine - im zarten Alter von 18 Jahren.
In der Serie "Blech der Woche" stellt die Redaktion von sueddeutsche.de Old- und Youngtimer vor - frei nach den Motti: Alte Liebe rostet nicht, oder: Liebe geht durch den Wagen. Schließlich ist die Beziehung von Mensch und Maschine eine unendliche Geschichte voller Leidenschaften.
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Renault 5 Alpine: der kleine Freund des Peter Trautmann (© Foto: Carsablanca)
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Manche Begegnungen - so kurz sie auch sein mögen - können das ganze Leben verändern. Das gilt für die berühmte "Liebe auf den ersten Blick" ebenso wie es für die Fahrt mit einem geliehenen Auto gelten kann. Peter Trautmann (pettrau) hatte so ein Erlebnis - mit einem sehr quirligen Renault 5.
"Ich habe mir mal einen R 5 Alpine von einem Kumpel geborgt, als ich 18 war", erinnert sich Trautmann. "Danach wusste ich: Wau, dass ist zügiges Vorwärtskommen - und mir war klar: So was muss ich auch haben!" Ein passendes Exemplar war damals, vor mehr als 20 Jahren, recht problemlos zu finden. Schließlich waren von dem sportlichen Renault 5 im Zeitraum von 1976 bis 1982 über 70.000 Exemplare entstanden. Auch Leute, die den Flitzer aus Dieppe dem Wolfsburger GTI vorzogen, traf Trautmann in seiner niedersächsischen Heimat. "Ein guter Freund aus einer ersten R5-Alpine-Fans-Begegnung ist heute noch im 'Inner Circle'... und hat natürlich einen R5 Alpine Turbo in rot in der Garage", erzählt Trautmann.
"Während fast der ganzen Schulzeit habe ich dann immer an meinen Autos geschraubt - zusammen mit meinem Freund Jörg. Dessen Vater hat eine freie Auto-Werkstatt in Rotenburg/Wümme", erzählt der Renault-Freak. Aus dem Hobby wurde dann überraschend ein Job, denn zwei Tage nach dem Abitur schlugen Jörg und sein "Vaddi" vor: "... mach doch ne' Lehre bei uns. Kannst' nächste Woche anfangen..." Peter Trautmann fand die Idee gut, ein Handschlag besiegelte seine Anstellung, und am Montag drauf konnte er seine Ausbildung beginnen. Die dauerte zwei Jahre, die Liaison mit dem Renault 5 Alpine etwas länger - bis Trautmann an einen R5 Turbo kam.
Auch später blieb er der Marke treu: "Als dann irgendwann Familie angesagt war, wechselte ich auf einen Renault 20 Diesel. Damals bekam ich ihn topgepflegt aus erster Hand - heute ist das hierzulande auch eine total ausgestorbene Gattung."
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Umweltstiftung WWF in der Kritik
Mein R 5 mit 46 PS war die beste Familienkutsche für junge Familien. Wir waren irgendwann 4. Diese kleine Kiste kostete damals ca 6000 DM. Das war bei einem Bruttoeinkommen von 1300 DM eine Menge Geld, die Miete kostete damals 350 DM brutto.
Einziger Nachteil der Auspuff war zu laut, nur ein Schalldämpfer im Kotflügelraum und gerostet hat er wie eine Sau. Nichts was die Verkehrssicherheit beeinträchtigt, das Blech der Träger war ja noch echtes Material und kein Pappedeckel. Und auf das Dach passte noch ein Dachzelt für den Urlaub. Das war noch echte stabile große Dachfläche und kein Krummbügelpippifaxdach wie heute wo nichts mehr richtig draufpasst und wegen der blöden fehlenden Dachrinnen das Wasser auf die Kleidung läuft, wenn die Tür aufgemacht wir. Und flott war die kleine Kiste mit 46 PS da brauchte man noch keine 130 PS und das bei einer heutigen Durchschnittgeschwindigkeit Stadt/Autobahn von gemessenen 45 Std/km, wenns schnell vorwärts geht. Neues Auto? 2500 Eumel geschenkt, alles PIPPIFAX, die meisten Autos sind sowieso geleast, die kriegen nix. Alles nur warme Luft. Heute...
Au weia, das ist heutige Schriftsprache schüttel!