Blech der Woche (37): Renault 5 Alpine Peters kleiner Freund

Manche Erlebnisse hinterlassen bleibende Erinnerungen. Bei Peter Trautmann war es die Probefahrt mit einem Renault Alpine - im zarten Alter von 18 Jahren.

In der Serie "Blech der Woche" stellt die Redaktion von sueddeutsche.de Old- und Youngtimer vor - frei nach den Motti: Alte Liebe rostet nicht, oder: Liebe geht durch den Wagen. Schließlich ist die Beziehung von Mensch und Maschine eine unendliche Geschichte voller Leidenschaften.

Renault 5 Alpine: der kleine Freund des Peter Trautmann

(Foto: Foto: Carsablanca)

Manche Begegnungen - so kurz sie auch sein mögen - können das ganze Leben verändern. Das gilt für die berühmte "Liebe auf den ersten Blick" ebenso wie es für die Fahrt mit einem geliehenen Auto gelten kann. Peter Trautmann (pettrau) hatte so ein Erlebnis - mit einem sehr quirligen Renault 5.

"Ich habe mir mal einen R 5 Alpine von einem Kumpel geborgt, als ich 18 war", erinnert sich Trautmann. "Danach wusste ich: Wau, dass ist zügiges Vorwärtskommen - und mir war klar: So was muss ich auch haben!" Ein passendes Exemplar war damals, vor mehr als 20 Jahren, recht problemlos zu finden. Schließlich waren von dem sportlichen Renault 5 im Zeitraum von 1976 bis 1982 über 70.000 Exemplare entstanden. Auch Leute, die den Flitzer aus Dieppe dem Wolfsburger GTI vorzogen, traf Trautmann in seiner niedersächsischen Heimat. "Ein guter Freund aus einer ersten R5-Alpine-Fans-Begegnung ist heute noch im 'Inner Circle'... und hat natürlich einen R5 Alpine Turbo in rot in der Garage", erzählt Trautmann.

"Während fast der ganzen Schulzeit habe ich dann immer an meinen Autos geschraubt - zusammen mit meinem Freund Jörg. Dessen Vater hat eine freie Auto-Werkstatt in Rotenburg/Wümme", erzählt der Renault-Freak. Aus dem Hobby wurde dann überraschend ein Job, denn zwei Tage nach dem Abitur schlugen Jörg und sein "Vaddi" vor: "... mach doch ne' Lehre bei uns. Kannst' nächste Woche anfangen..." Peter Trautmann fand die Idee gut, ein Handschlag besiegelte seine Anstellung, und am Montag drauf konnte er seine Ausbildung beginnen. Die dauerte zwei Jahre, die Liaison mit dem Renault 5 Alpine etwas länger - bis Trautmann an einen R5 Turbo kam.

Auch später blieb er der Marke treu: "Als dann irgendwann Familie angesagt war, wechselte ich auf einen Renault 20 Diesel. Damals bekam ich ihn topgepflegt aus erster Hand - heute ist das hierzulande auch eine total ausgestorbene Gattung."