Mittelmotor, Klappscheinwerfer, ein Targadach: Das gab es in den siebziger Jahren öfter. Aber als Viersitzer? Da gab es nur einen: den 530 LX von Matra. Jürgen Schelling besitzt ein solches Exemplar.

In der Serie "Blech der Woche" stellt die Redaktion von sueddeutsche.de Old- und Youngtimer vor - frei nach den Motti: Alte Liebe rostet nicht, oder: Liebe geht durch den Wagen. Schließlich ist die Beziehung von Mensch und Maschine eine unendliche Geschichte voller Leidenschaften.

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Targa-Coupé mit Kunststoffhaut: Matra 530 LX (© Foto: Carsablanca)

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Bei einem Oldtimertreffen vor einigen Jahren hat sich der heute 49-Jährige in den Kunststoffflitzer verliebt, doch die Gelegenheit, selbst einen zu besitzen, bot sich erst im Frühjahr 2008: "In einer Oldtimer-Fachzeitschrift war angekündigt worden, dass im schweizerischen Toffen ein Matra 530 LX, Baujahr 1971, zur Versteigerung kommen sollte. Das war der erste, den ich seit Jahren überhaupt als Verkaufsangebot gesehen hatte", erinnert sich Jürgen Schelling (matragelb).

Von seinem damaligen Wohnort Hamburg machte er sich auf ins Land der Eidgenossen, um sein Traumauto näher kennen zu lernen: "Beim ersten Mal stand eine Sitzprobe an. Ich wollte wissen, ob ich mit meinen 1,88 Metern Länge überhaupt in so ein Auto hinein passe. Das klappte zwar, aber leider war zu diesem Zeitpunkt keine Probefahrt möglich."

Also machte sich Jürgen Schelling ein paar Tage später erneut auf den Weg. Nach absolvierter Proberunde stand für ihn fest: "Den will ich haben!" Zur Versteigerung fuhr er dann ein drittes Mal nach Toffen - und hatte Glück: "Meine Mitbieter stiegen vor meinem selbst gesetzten Limit aus, und so wurde ich glücklicher Matra-Besitzer. Mitnehmen konnte ich ihn leider nicht sofort, ich musste noch einmal in die Schweiz fahren und ihn per Trailer heim holen."

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