Thorsten Ueckermann fährt seit 21 Jahren einen Karmann-Ghia Typ 14 1600 Cabrio - schließlich ist er für dieses deutsche Auto 8000 Kilometer nach Texas gereist.
In der Serie "Blech der Woche" stellt die Redaktion von sueddeutsche.de Old- und Youngtimer vor - frei nach den Motti: Alte Liebe rostet nicht, oder: Liebe geht durch den Wagen. Schließlich ist die Beziehung von Mensch und Maschine eine unendliche Geschichte voller Leidenschaften.
Für gerade einmal 5.500 Mark kaufte Thorsten Ueckermann sein Karmann-Ghia Typ 14 1600 Cabrio Baujahr 1973. (© Foto: Carsablanca)
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Es gehört zu den Merkwürdigkeiten des Lebens, dass Carsablanca-Mitglied Thorsten Ueckermann (MadUek) ausgerechnet in den Staaten zu seinem Auto kam. Dass er gerade im Land der donnernden V8-Motoren auf einen knatternden 4-Zylinder-Boxer aufmerksam wurde, auf ein Cabrio, das gegenüber den Straßenkreuzern ringsum geradezu lustig erschien mit seinen 37 PS im Heck. Irgendwie aberwitzig klingt es auch, wenn Ueckermann erzählt, dass er im 8000 Kilometer von seiner damaligen Heimatstadt Hagen entfernten Texas jenen Wagen fand, der nur knapp 130 Kilometer vor seiner Haustür in Deutschland gebaut wurde. In Osnabrück. Bei Karmann.
Einen Fiat im Auge
"Ich habe in den USA meine Ausbildung als Pilot bei der Bundeswehr gemacht", erzählt der 43-Jährige. "Und dann stand da an dem Stützpunkt der Karmann-Ghia." Das war 1987. Ueckermann, damals gerade 22 Jahre alt, war ohnehin auf der Suche nach einem Auto. Es sollte ein Wagen sein, der ihn auch außerhalb der Basis überall hinbringen könnte. Gleichzeitig sollte der Wagen aber auch für die Zeit nach den Staaten taugen - wenn er zurück sein würde in Deutschland. "Da konnte man natürlich jedes amerikanische Auto vergessen - bei dem dort üblichen Sprit-Verbrauch", sagt er. Ueckermann hatte daher schon einen kleinen Fiat im Auge.
Doch den Karmann-Ghia, Typ 14 1600 Cabrio Baujahr 1973, gab es für umgerechnet 5.500 Mark, und er war in einem gutem Zustand. Ein Oldtimer war er damals freilich noch nicht. "Deshalb bin ich ihn auch als Alltagsauto gefahren", sagt Ueckermann. Auch, als er nach Neumexiko versetzt wurde, kam der Wagen mit. Insgesamt sieben Jahre cruiste der Deutsche in seinem Osnabrücker Importwagen über die Straßen Amerikas. Viel war nie dran zu tun. Die gute deutsche Wertarbeit tat unauffällig seinen Dienst: "Er lief und lief", sagt Ueckermann. Allein das Verdeck erneuerte der Deutsche noch in Amerika.
1988 ging es schließlich zurück in die Heimat. Und der Karmann-Ghia war wie geplant dabei. "Ich brachte ihn hier dann erstmal über den TÜV", erzählt der Pilot. Auch das war kein Problem, allein die Rückleuchten des für den US-amerikanischen Markt gebauten Cabrios mussten durch europäische Varianten ersetzt werden. Ansonsten war das Modell eines des Typs 14, der zwischen 1955 und 1974 auf Basis des VW-Käfer insgesamt mehr als 443.000-mal und in der Cabrio-Version immerhin 81.000-mal gebaut wurde. Äußerlich weisen an Ueckermanns Modell nur zwei Hilfshörner am Stoßfänger und ein Meilen-Tacho darauf hin, dass es sich um ein US-Modell handelt.
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FC Bayern nach dem verlorenen Finale
@vogelmann2
Neid der Besitzlosen...
oh mann , wie kann man nur ständig artikel über blech schreiben. die zeit der autos ist vorbei
danke