Das Goggomobil ist zwar ein sehr kleines Auto, die Sanierung war aber höchst aufwendig: Warum tut man sich das an? Ein Erklärungsversuch.

Arne Seeger (Der_Arne9) hat seit Jahren sein Herz an eine Marke gehängt: Volkswagen. Diverse Käfer sind im Laufe der Jahre durch seine Hände gegangen, drei nennt er bis heute sein eigen. Auch der eine oder andere Polo oder Derby war dabei, ein Karmann-Ghia, ein Feuerwehr-Bus - und zur Zeit baut er sich gerade einen Renn-Käfer auf... Wie passt ein Goggo da hinein?

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Glas Goggomobil Coupé: der "Ferrari" aus Dingolfing (© Foto: Carsablanca)

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"Gar nicht - und doch ganz prima!" wagt Arne einen Erklärungsversuch. "Ich hatte gerade einen 68er Käfer komplett aufgebaut und wollte mal etwas gänzlich anderes machen. Da bekam ich eine Goggo Limousine angeboten." Die war, schon bevor Arne sie zu sich holte, zu einem halben VW mutiert: Rückleuchten vom alten Käfer, gekürzte Stoßstangen vom Ur-Polo. "Aber das war auf Dauer nichts! Die hinteren Radkästen hatte irgendein Spezialist mit Winkeleisen repariert, also nee...", erinnert sich der gelernte Maurer Kopf schüttelnd. Also kam das rote Minimalauto wieder weg. Doch Arne hatte inzwischen Spaß an dem Kleinst-Vehikel aus Dingolfing gefunden. Deshalb begann er, nach einem Exemplar zu suchen, dass einen Wiederaufbau lohnte. In einem regionalen Anzeigenblatt wurde er fündig.

Was der Dortmunder dann im Hof einer Dachdeckerei im westfälischen Dorsten besichtigte, versetzte ihm zunächst einen Schock: "Die Karosse hatte jemand pinkfarbig gerollt, alle Chromteile gelb übergepinselt. Das Goggo Coupé war zwar komplett und schien bis auf die Einstiegskästen nirgends durchgefault zu sein, war aber trotzdem allenfalls im Zustand vier." Immerhin war der clownmässig gestrichene Autozwerg noch zugelassen, und der Motor sprang nach wenigen Versuchen an. Eine Probefahrt scheiterte allerdings, weil die Bremsen nach der langen Standzeit fest saßen.

Arne Seeger wuchtete das störrische und ziemlich heruntergekommene Rollermobil dennoch auf einen vorsorglich mitgebrachten Trailer und nahm es mit. In der eigenen Schraubergarage ging er dann daran, zunächst die wichtigsten Arbeiten zu erledigen. Er machte die betriebsunwillige Bremsanlage wieder gängig, reparierte die offenkundigen Rostschäden zunächst notdürftig und brachte das Goggomobil durch die seit einem Jahr überfällige TÜV-Prüfung.

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