Was fährt die Hausfrau, wenn sie mit einem Ford-Enthusiasten verheiratet ist? Einen süßen Ka, einen niedlichen Fiesta, einen Escort? Alles falsch! Anke Mumme hat sich einen 59er Fairlane ausgesucht.
In der Serie "Blech der Woche" stellt die Redaktion von sueddeutsche.de Old- und Youngtimer vor - frei nach den Motti: Alte Liebe rostet nicht, oder: Liebe geht durch den Wagen. Schließlich ist die Beziehung von Mensch und Maschine eine unendliche Geschichte voller Leidenschaften.
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Ford Fairlane: Fünf Liter Hubraum und 200 PS waren anno 1959 eine klare Ansage. (© Foto: Carsablanca)
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Die Leidenschaft für altes Blech teilt Anke Mumme (Fordanke) mit ihrem Mann. Das geht soweit, dass es in ihrem Haushalt kein modernes Alltagsauto gibt. Die zum täglichen Leben notwendigen Fahrten erledigt die Familie mit einem Knudsen-Taunus GT Coupé aus dem Jahr 1970.
Den Fairlane wiederum besitzt die 40-Jährige seit neun Jahren. Es war die Erfüllung eines lange gehegten Wunschtraumes - oder zumindest sehr nahe dran. "Eigentlich hatte ich mich in die Cabrio-Version verliebt, seit mich Anfang 2000 ein Bekannter in den USA ein solches Modell von Arizona zum Verschiffen nach L. A. hat fahren lassen. Damit hatte ich ziemlich viel Spaß, doch der Convertible war mir zu teuer. Ich habe aber den Bekannten gebeten, mir Bescheid zu geben, wenn ihm mal einer in erreichbaren Regionen begegnen sollte."
Das war nach erstaunlich kurzer Zeit der Fall. Kaum ein halbes Jahr später berichtete besagter Bekannter Anke Mumme von einem 59er Ford Fairlane, der in einem deutschen Auto-Anzeigenblatt angeboten wurde. Anke besorgte sich die entsprechende Zeitung - und fuhr erst einmal nach Hamburg, um Freunde zu besuchen. Den Inserenten anzurufen, traute sie sich zunächst nicht. Die Freunde aber sprachen ihr nach dem Motto "Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum" Mut zu.
Ihre Freundin war es schließlich auch, die den Verkäufer anrief und für Anke kurzerhand einen Besichtigungstermin vereinbarte. So führte die Rückfahrt von Hamburg ins heimatliche Rinteln über Braunschweig. "Als dort dann das Tor der Scheune aufging, hinter der ein türkisfarbener Fairlane auf mich wartete, war mir klar - den muss ich haben!" Die Zahl 500 auf dem Heck deutet an, dass es sich um die "luxuriöse" Ausstattungslinie handelt, ebenso wie der seitliche Schriftzug "Galaxie", der auf die die damalige Topversion des Fairlane hinweist.
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