Die Corvette von Chevrolet war der erste originäre und erfolgreiche amerikanische Sportflitzer - Jürgen Momberg fährt ein Modell aus dem Jahr 1960.
Wer von schicken, alten Autos spricht, hat schnell ein gewisses Wörtchen auf der Zunge: "Legende der Automobilgeschichte" heißt es dann schnell irgendwo über jeden historischen Sportwagen. Einen "legendären Siegeszug" attestiert man überschwänglich auch gerne jedem Gefährt, das in den Frühzeiten der Motorisierung in Großserie vom Band lief. Und als "legendäres Auto" verehren Liebhaber naturgemäß ihr eigenes Schmuckstück gern, sobald es ein "H" auf dem Kennzeichen hat. Wirkliche Legenden gibt es indes wenige - bei der Corvette gibt es schon gar keine Zweifel.
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Stammt aus einer Zeit, als Autos noch Chrom tragen durften: die Chevrolet Corvette C1 von 1960 (© Foto: Carsablanca)
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Ein Sportwagen nicht nur für die Garage
Was sie zur Legende machte, ist allein schon die Tatsache, dass sie der erste komplett amerikanische Sportwagen war, der den Käufern gefiel. Zuvor hatte es Ende der 40er und Anfang der 50er Jahre in den Staaten nur den Crosley Hotshot und den Crosley Supersport gegeben - beide aber sahen eher aus wie gedrungene Insekten und floppten auf dem noch jungen Automarkt der Nachkriegsjahre. Der Hotshot schaffte es später sogar auf Platz 8 der Liste "Worst Cars of all Time" des Time-Magazins.
Zwar wurde auch die 1980er Corvette 305 "California" auf diese unehrenhafte Liste gesetzt (Platz 31) - das allerdings lag nur daran, dass der Wagen aufgrund neuer Abgasnormen in Californien statt des üblichen Bigblocks mit einem schwächlichen Motor ausgestattet war und eher wie eine Vespa als wie ein ausgewachsener 350 Kubik-Inch heulte.
Es waren freilich ganz andere Zeiten, als die General-Motors-Tochter Chevrolet 1953 begann, die Corvette zu verkaufen. In den ersten beiden Jahren mit einem Reihensechszylinder ausgestattet schaffte das Modell C1 170 Stundenkilometer Spitze. Von 1955 bis 1962 wurde die Corvette C1 dann mit dem bis heute üblichen V8 angeboten - und konnte mit bis zu 200 Stundenkilometern über die Straßen brettern.
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