Blech der Woche (77): Aero 30 Roadster Prager Offenheit

Artur Gratilows Affinität zu Tschechien und den dort gebauten Fahrzeugen beeinflussten seine Oldtimer-Wahl: Er nennt einen Aero 30 sein Eigen.

In der Serie "Blech der Woche" stellt die Redaktion von sueddeutsche.de Old- und Youngtimer vor - frei nach den Motti: Alte Liebe rostet nicht, oder: Liebe geht durch den Wagen. Schließlich ist die Beziehung von Mensch und Maschine eine unendliche Geschichte voller Leidenschaften.

"Bei mir hat es mit einer Jawa angefangen, die ich in den neunziger Jahren als Neufahrzeug in Tschechien gekauft habe", erzählt Artur Gratilow (Aero30). Mit dem Stolz der tschechischen Motorradindustrie hat er zahlreiche Touren unternommen, auch in ihrem Ursprungsland. "Dabei sind mir des öfteren Autos von Aero begegnet, und irgendwann habe ich wohl Feuer gefangen", bekennt Gratilow lächelnd.

Durch die Vermittlung von tschechischen Freunden kam er 1995 an einen höchst seltenen Aero 18. Dieses in relativ geringen Stückzahlen von 1931 bis 1934 gebaute Auto war in einem bedauernswerten Zustand, der den neuen Eigentümer zur Restauration schreiten ließ. Das wiederum erwies sich als eine längere Aktion: "Fünf Jahre habe ich gebraucht, bis der Wagen so war, wie ich ihn mir vorstellte", resümiert der Fan der tschechischen Zweitakter heute.

Doch der 1932 gebaute Hecktriebler war für Gratilow dann doch nicht die Erfüllung seiner automobilen Träume. So suchte er nach einem frontgetriebenen Aero und wurde in der tschechischen Bierstadt Pilsen fündig. Der dunkelblaue Aero 30 ist eines von knapp 8000 Exemplaren, die zwischen 1934 und 1941 in der Fabrik in der Nähe der tschechischen Hauptstadt Prag vom Band liefen.

Prager Offenheit

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