Andere dagegen denken wesentlich kurzfristiger: "Wir wollen bereits in drei Jahren bei unseren gesamten Inlandsflügen einen gewissen Anteil an Biosprit nutzen, in fünf Jahren sollen es bereits zehn Prozent sein", sagt Rob Fyfe von Air New Zealand. "Air New Zealand plant mit einer Million Barrel Biotreibstoff im Jahr 2013, das ist möglich und realistisch", meint auch Billy Glover von Boeing. Allerdings kostet die Produktion pro Barrel 80 Dollar, was nur dann lohnt, wenn die Ölpreise nicht so niedrig sind wie derzeit. "Wir sprechen heute nicht über Wirtschaftlichkeit, sondern über technische Aspekte", betonte deshalb auch Continental-Chef Larry Kellner in Houston.
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Wirtschaftliche Vorteile
Klar ist aber, dass sich die Airlines dennoch klare wirtschaftliche Vorteile von umweltfreundlicherem Treibstoff versprechen, vor allem wenn der Luftverkehr in der EU von 2011 an in den Emissionshandel einbezogen wird. Mit 3,5 Milliarden Euro zusätzlichen Kosten pro Jahr rechnet die IATA 2012, die sich vielleicht durch den vermehrten Einsatz von Biosprit reduzieren ließen. "Eine zweite Treibstoffquelle kann aber auch den Ölpreis stabilisieren", so Ross Walker.
Selbstverständlich hofft die Branche darauf, mit solchen Initiativen auch Punkte beim Publikum zu sammeln. "Die Verbraucher werden sicher bereit sein, einen Aufpreis zu zahlen, wenn sie dafür in Flugzeugen fliegen, die weniger CO2 ausstoßen", glaubt Rob Fyfe. Obwohl der weltweite Luftverkehr nach Angaben der UN nur zwei Prozent des vom Menschen erzeugten CO2-Ausstoßes verursacht und am gesamten Klimawandel zu drei Prozent beteiligt ist, so ist das erwartete Wachstum von fünf Prozent im Jahr trotzdem ein Problem. "Die Emissionen wachsen mit, das ist für keine Branche akzeptabel. Wir wollen CO2-neutral wachsen", sagt IATA-Umweltdirektor Paul Steele. Dazu verfolgt die Luftfahrtorganisation eine Strategie, die vor allem auf technische und operationelle Verbesserungen setzt. Zukunftstechnologien im Flugzeugbau wie leichtere Rümpfe aus CFK oder Triebwerksinnovationen wie der entkoppelte Turbofan sollen bis zu 30 Prozent weniger CO2-Ausstoß bewirken, bessere Navigationstechnologien mindestens sechs Prozent und Biotreibstoffe nochmal mindestens zehn Prozent.
Ohne CO2?
Langfristig verfolgt die IATA sogar das heute utopisch anmutende Ziel, völlig ohne CO2-Ausstoß auszukommen. Für 2009 wird erstmals ein Rückgang der Emissionen um 4,5 Prozent erwartet. "Bis 2020 wollen wir bereits 25 Prozent treibstoffeffizienter fliegen als 2005", sagt IATA-Generalsekretär Giovanni Bisignani.
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(SZ vom 9.2.2009/jw)
Umweltstiftung WWF in der Kritik
biokraftstoff ist doch gar keine lösung. wo soll denn das alles in der richtigen menge angebaut werden?? schon jetzt is kaum mehr platz auf dem planet um alle menschen zu ernähren und dann auch noch pflanzen für treibstoff zu haben.
menschheit wach auf. die expansion ist zu ende
Toll wie die Co2-Jünger unsere Umwelt zerstören....