Benzin E10 Neue Spritsorte kann Autos ruinieren

Ab Januar gibt es das neue Benzin E10. Was gut für die Umwelt ist, verträgt nicht jedes Fahrzeug. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum neuen Sprit.

Von Thomas Fromm

Autofahrer können ab kommender Woche eine neue Benzinsorte wählen. E10, so der Name, enthält zehn Prozent Bio-Ethanol aus nachwachsenden Rohstoffen; bisher waren lediglich fünf Prozent Ethanol beigemischt. Den Bio-Sprit, der die Umwelt schonen soll, können aber längst nicht alle Autos vertragen. Im schlimmsten Fall kann der Stoff Aluminiumteile beschädigen und Dichtungen und Schläuche durchlöchern, warnt der Automobilclub ADAC und spricht von einem "hohen Sicherheitsrisiko". Experten raten allen Fahrern, sich vor dem Tanken genau zu informieren, ob ihr Wagen das neue Benzin verträgt. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

Alternativen mit Tücken

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Was bedeutet E10?

Das E steht für Ethanol, die Zehn bedeutet, dass der Anteil von Bio-Ethanol in dem neuen Kraftstoff bei zehn Prozent liegt. Bisher wurde den Otto-Kraftstoffen nur fünf Prozent beigemischt.

Warum eigentlich dieser Name?

Der neue, europaweite Kraftstoff soll dafür sorgen, dass weniger klimaschädliches CO2 ausgestoßen wird. In zehn Jahren sollen zehn Prozent des Energieverbrauchs im Verkehr aus nachwachsenden Energieträgern stammen. Ethanol gehört dazu: Der Stoff wird in Deutschland aus Weizen, Roggen und Zuckerrüben gewonnen.

Wie viele Autos vertragen den neuen Biosprit?

Rund 90 Prozent der in Deutschland zugelassenen Kraftfahrzeuge mit Ottomotoren können problemlos mit dem neuen Kraftstoff E10 betankt werden. Für viele Fahrzeughalter und Motorradfahrer aber gilt: Finger weg.

Das Dilemma mit dem Biosprit

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