Immer mehr Baustellen Bahnchef warnt Kunden vor Verspätungen

Gut für die Intrastruktur, aber schlecht für die Pünktlichkeit: Die Deutsche Bahn will ihr Schienennetz ausbauen, um langfristig einen besseren Verkehsfluss gewährleisten zu können. Mehr Verspätungen werden laut Bahnchef Grube die Folge sein.

Die Deutsche Bahn rechnet in nächster Zeit mit mehr Verspätungen. "Wir haben in diesem Jahr besonders viele Baustellen, weil wir viel Geld in unser Schienennetz stecken, rund sechs Milliarden Euro allein 2012", sagte Bahnchef Rüdiger Grube der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. "Was langfristig gut für die Infrastruktur und somit für die Kunden der Bahn ist, hat kurzfristig negative Auswirkungen auf die Pünktlichkeit. Mehr Baustellen bedeuten leider auch mehr Verspätungen", so Grube.

"Mehr Baustellen bedeuten - leider - auch mehr Verspätungen": Bahnchef Rüdiger Grube bereitet seine Kunden auf Unannehmlichkeiten vor, die durch den Ausbau des Schienennetzes verursacht werden.

(Foto: dapd)

Seit September 2011 veröffentlicht die Bahn monatlich die Pünktlichkeitswerte für den Fern- und Nahverkehr. Dabei werden rund 800.000 Fahrten von Personenzügen berücksichtigt, davon 780.000 im Nahverkehr einschließlich aller S-Bahnen und 20.000 im Fernverkehr. Züge, die einen Bahnhof bis zu 5:59 Minuten nach Fahrplan erreichen, gelten nach Bahn-Definition noch als pünktlich.

Noch allerdings kommt die Bahn zu oft zu spät. Die SZ protokolliert Pünktlichkeitsangaben, die der Konzern im Internet macht, seit Spätsommer 2011 in einer riesigen Datenbank. Sie legt die Schwachstellen des Netzes offen - und ermöglicht eine einzigartige interaktive Deutschlandkarte, auf der jeder Nutzer live den Fernverkehr in Deutschland verfolgen kann.

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