Immer mehr Autos werden entwickelt, die an der Steckdose tanken sollen - wie zum Beispiel der Renault Kangoo be bop Z.E. Eine Bilanz
Fahren wir in naher Zukunft alle elektrisch? Seit die Bundesregierung 115 Millionen Euro für die Erprobung von Batterieautos ausgelobt hat, scheint im Elektro-Himmel Kirmes zu sein. Städte und Stromlieferanten planen in sieben Modellregionen Deutschlands eine Infrastruktur mit Tausenden öffentlichen Ladestationen. In Dänemark sollen darüber hinaus 150 Wechselstationen entstehen, an denen die 250 Kilo schweren Hochenergieakkus automatisch getauscht werden - volltanken im Elektrozeitalter in weniger als zwei Minuten.
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Renault plant seine Zukunft elektrisch. 2011 sollen eine Familienlimousine, ein Stadtwagen und der Kangoo als Stromer an den Start gehen. Im seriennahen Prototyp waren wir schon mal unterwegs. (© Foto: Renault)
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Renault entwickelt auch schon die passenden Stromer dazu: Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) im September in Frankfurt/Main werden eine Mégane Limousine zero emission und ein Kangoo be bop Z.E. im Rampenlicht stehen. Während die Batterie des Kleintransporters zentral unter dem Wagenboden platziert ist, muss sie im Elektro-Mégane hochkant hinter den Rücksitzen verstaut werden, was das Ladevolumen einschränkt.
Konsequent für den Elektroantrieb entwickelt werden eine kompakte Schräghecklimousine (Start 2012) und ein 2+1-Sitzer à la Toyota iQ (ab 2011), die ebenfalls in Frankfurt gezeigt werden sollen. Die beiden Null-Emissionsfahrzeuge verzichten auf die Motorhaube für den konventionellen Verbrennungsmotor und den Mitteltunnel für die Auspuffanlage. Stattdessen klafft im Unterboden eine Öffnung im Format einer Europalette; der Platz zwischen den Rädern ist für den luftgekühlten Batteriepack reserviert. Renaults Projektpartner Better Place hat eine Wechselstation für die Akkus jüngst in Japan präsentiert. Der Aufbau eines flächendeckenden Servicenetzes dürfte Unsummen verschlingen.
Momentan überbieten sich die Automobilhersteller mit immer neuen Testflotten, die an der Steckdose betankt werden. 50 Elektro-Minis sind bereits in Berlin im Einsatz, 100 Stromer von Smart und Mercedes-Benz sollen in kürzester Zeit folgen; 2010 stehen die ersten Prototypen des Renault Kangoo Rapid Elektro bereit. Bereits ein Jahr später gehen die City-Transporter mit Elektroantrieb in Serie und können bei ausgewählten Händlern gekauft werden.
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Nicht jeder Autofahrer wohnt im 3. Stock Altbau, und das Verbrennerauto ist auch nicht daran gescheitert, dass die Apotheken vor 100 Jahren nicht genug Reinigungsbenzin-Fläschchen auf Vorrat halten konnten. Öffentliche Ladestationen sind schon in vielen Städten im Bau oder geplant, http://cleantech.com/news/4518/amsterdam-picks-coulombs-ev-chargin und sogar in Berlin. Laternenparker sind sowieso im Vorteil, da sie schon direkt neben ihrer potentiellen Nachttankstelle stehen - oder werden Berliner Laternen noch mit Gas betrieben?
Auch Schnellladung in 10-15 Minuten für 150-200km Reichweite ist bei modernen Akkusystemen möglich und schon demonstriert worden. die passenden Ladegeräte sind zwar nichts für die heimische Garage, aber könnten an bestehenden Tankstellen zusätzlich installiert werden.
Wenn SIE sich momentan noch kein Elektroauto kaufen können, Pech gehabt und Sie müssen eben noch ein paar Jahre auf den Ausbau der Infrastruktur warten.
Aber warum sollten IHRE Probleme andere Leute mit eigener Garage daran hindern, sich schon vorher eins zu kaufen?
Ein Spediteur jammert doch auch nicht herum, dass Smarts keine Transportmöglichkeit für ihn bieten würden, sondern kauft sich einfach die für seinen Zweck passenden Fahrzeuge.
"Beim Elektroantrieb muss aber die gesamte Primärenergiekette von der Stromerzeugung über den Transport bis zur Speicherung und Umsetzung im Auto eingerechnet werden"
Ach und bei fossilen Treibstoffen muß man das nicht?
Herr Becker scheint zu glauben, dass der Sprit von freundlichen Ausserirdischen direkt in die Zapfsäulen gebeamt wird, aber die Realität sieht anders aus. Z.B. werden nach Berechnungen in den USA 140kWh Strom benötigt, um einen Barrel Rohöl in seine Endprodukte zu verarbeiten, und dann fehlen auch noch die Aufwände für Suche, Förderung, Transport zur Raffinerie und wieder von dort zur Tankstelle.
Eine gutes Tool zum Vergleichen bietet ausgerechnet Daimler an: http://www.daimler.com/go/optiresource
Elektroautos sind gehört die Zukunft.Kurzstrecken können mit eigenem Strom aufgaladen werden und bei Langstrecken empfehlen sich Tankstellen als Akkuwechselstadionen.Die Akkupacks müßten allerdings genormt sein.Außerdem könnte die Karosserie und Innenraum mit Folie aus Solarzellen bespannt werden die zusätzlich Energie in die Akkus speisen liefern.
@Kettensprenger: Die Technologie des Antriebs mag serienreif sein, die Technologie zum Aufladen der Fahrzeuge ist es nicht. Ich wohne in Berlin, Altbaugegend, dritter Stock. Wie soll ich das Fahrzeug aufladen? Ich kann kein Verlängerungskabel auf die Straße legen und dann mehrere Stunden warten, bis das Auto aufgeladen ist. Aus dem gleichen zeitlichen Grund kann ich auch nicht an Ladestellen fahren, denn die Aufladung dauert zu lange. Es ist für mich nicht möglich, so ein Auto anzuschaffen, weil ich es nicht "auftanken" kann, außer ich bin bereit, dafür jedesmal mehrere Stunden zu investieren.
Hier werden Elektroautos künstlich schlechtgerechnet. Natürlich sind Wirkungsgrad und CO2-Bilanz überragend gut, wenn die Energie aus sauberen Quellen stammt, nämlich Geothermie, Windkraft, Wasserkraft und Photovoltaik.
Siehe ddp-partei.de/elektrofahrzeuge und ddp-partei.de/energie
Die Technologie ist heute schon serienreif. Mit staatlicher Förderung käme sehr schnell der Marktdurchbruch, zunächst auf dem Markt der Zweitwagen.
Letztendlich ist es eine Finanzierungsfrage
siehe (bandbreitenmodell.de/umsatzsteuereinnahmen) und eine Frage des politischen Willens.
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