In den USA ticken Tuner anders - radikale Lösungen sind gefragt: Dach runter, Monster-Felgen drauf und Chrom mit der Kelle aufgetragen. Ein Streifzug durchs Mekka der heißen Schlitten.

Amerika feiert seinen künftigen Präsidenten Obama - doch in Las Vegas spürt man davon wenig. Keine andere Stadt der USA ist so unpolitisch wie die glitzernde Spieler-Metropole mitten in der Wüste Nevadas. Und in keine andere Stadt würde die Extrem-Messe SEMA besser passen: Monster-Trucks und Musclecars, heiße Reifen und tiefe Dekolletés verbinden sich zu einem Tuning-Traum, gegen den die Essen Motor Show wie ein Pfadfinder-Treffen anmutet.

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Wer bei Lexani den teuersten Felgensatz kauft (mit Edelsteinen besetzt und mal eben eine Million Dollar teuer), bekommt ein Jahr lang einen Bentley samt Felgen-Bodyguard gratis dazu. (© Foto: Pressinform)

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Zu verrückt kann gar nicht sein

Zu den radikalen Entwürfen der experimentierfreudigsten Tuningszene der Welt gehört der GLK Urban Whip von Boulevard Customs. Mercedes hatte einen Design-Wettbewerb ausgerufen und präsentiert in Las Vegas nun die ausgefallensten Interpretationen des Geländewagens GLK.

Monster-Räder, Maschengrill und ein Speedster-Look ohne Dach - die Tuner von Boulevard Customs aus Florida hat kaum etwas unangetastet gelassen. Die Karosserie wurde um 79 Millimeter verbreitert. Die verchromten Felgen messen stolze 26 Zoll. Eigentlich fehlt nur noch das passende Gangster-Rapper-Video, um den Urban Whip angemessen in Szene zu setzen. "Die amerikanische Tuningwelt kann man ganz einfach beschreiben: Bigger is better", sagt Boulevard Customs-Chef Chris Bradley.

Für die Fahrt durch den urbanen Dschungel war auch im Interieur das Beste gerade gut genug: Schwarzweiße Sitze mit perforiertem Leder und Diamantnähten sowie Holzapplikationen in Klavierlack. Unter dem Verdeck warten 5700 Watt Audiopower.

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