Automesse AMI in Leipzig Neuanfang mit bewährten Mitteln

In diesem Jahr ist sie die einzige internationale Automesse in Deutschland. Die Auto Mobil International (AMI) versucht einen Neuanfang. Doch die Neuvorstellungen sind dünn. Die Hoffnungen der Messe liegen ganz auf dem Mitmachfaktor.

Es klingt ein bisschen nach Pfeifen in einem dunklen Wald: "Die AMI 2012 wird größer, vielfältiger und spannender", verspricht Martin Buhl-Wagner, Chef der Leipziger Messe. Die einzige internationale Automesse, die dieses Jahr in Deutschland stattfindet, stand in den vergangenen Jahren bereits vor dem Aus. Reihenweise sagten selbst große Hersteller ihre Messeauftritte in Leipzig ab. Das lag nicht nur an der schwächelnden Autokonjunktur, die bei den Firmen für Sparreflexe sorgte.

Eine der beiden Weltpremieren auf der AMI 2012 in Leipzig: der BMW 3er Touring.

(Foto: STG)

Die Auto Mobil International (AMI), die seit 1991 in Leipzig ihre Tore öffnete, musste auch gegen übermächtige Konkurrenz antreten. Gut einen Monat vorher präsentieren die Hersteller traditionell ihre Neuheiten am Genfer See. Da bleiben für Leipzig nur wenig schlagzeilenträchtige Premieren übrig. Und die wurden zumindest alle zwei Jahre für den Herbst aufgespart, wenn in Frankfurt mit der IAA die größte Automesse der Welt anstand.

Der Ausweg der Messemacher: Die AMI findet nur noch alle zwei Jahre im Wechsel mit der IAA statt und im Sommer mit größerem zeitlichen Abstand zum Genfer Salon. In diesem Jahr ist es vom 2. bis 10. Juni soweit. Es sieht so aus, als ob die Rechnung aufgeht. So sind dieses Jahr ein Dutzend Marken dabei, die bei der AMI 2010 gefehlt haben, unter anderem Jaguar, Lada, Lexus, Nissan, Seat, SsangYong, Suzuki und Volvo. Dazu kommen Rolls-Royce und der amerikanische Elektroautobauer Fisker. Abgesagt hat Mitsubishi. Die meisten zeigen jedoch nicht mehr als Deutschlandpremieren, wie Jaguar etwa den XF Sportbrake.