Von Sebastian Viehmann

Der Willys Jeep galt im Zweiten Weltkrieg als unverwüstlich. Bis heute hat er so viele Fans, dass ihn eine Firma auf den Philippinen aus Originalteilen nachbaut.

Der Jeep hat immer wieder sein Gesicht verändert. Doch gerade das mattgrüne Militär-Urviech ist es, das bis heute viele Menschen auf der ganzen Welt in seinen Bann zieht. Der Willys MB war noch lange nach dem Zweiten Weltkrieg so typisch für amerikanische GIs wie Kaugummi und Rockmusik. Dabei hatte das Militärfahrzeug nichts anzubieten, was auch nur im Entferntesten dem Komfort seiner Insassen diente. Die Sitze erinnerten an Campingstühle, Türen oder Fenster gab es nicht, vor Regen schützte nur ein notdürftiges Klappverdeck.

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Willys Jeep: ein Gesicht, das noch immer viele kennen (© Foto: Pressinform)

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Die Soldaten liebten den Willys Jeep trotz seiner harten Schale heiß und innig. Mit seinem zuschaltbaren Allradantrieb kam das 3,3 Meter kurze und 63 PS starke Wägelchen schließlich überall durch und überwand Steigungen von bis zu 60 Prozent.

Bis heute gibt es weltweit eine rege Sammlerszene, die die überlebenden Original-Jeeps hegt und pflegt. Die Firma M.D. Juan Enterprises auf den Philippinen geht einen Schritt weiter - sie lässt die Militärlegende aus alten Originalteilen wieder auferstehen. "Wir bauen und vertreiben Karosserie, Chassis sowie Ersatzteile für zivile und militärische Versionen des Ur-Jeeps", sagt Elvie Calderon von M.D. Juan.

Ein komplett zusammengesetzter Willys Jeep von 1945 kostet 10.500 Dollar und besteht weitgehend aus restaurierten Originalteilen - von der Karosserie über Luftfilter und Lichtschalter bis hin zum Scheibenwischer. Ein paar Technik-Komponenten sind Repro-Teile oder kommen aus dem Großserien-Regal. Den Motor müssen die Käufer allerdings selbst einbauen.

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