Wer sich an Wirtschaftswunder-Zeiten erinnert, der denkt vor allem an tuckernde VW Käfer, an die kugelige Isetta und den eleganten Mercedes SL. Doch schöner als der BMW 507 war in den Fünfzigern keiner.
Nur Ignoranten denken bei BMW-Roadstern allein an den sportlichen Z3 oder den grandiosen Z8. Nach den offenen Anfängen in den dreißiger Jahren mit den Modellen 315, 319 oder dem 328 als Ursprung bayrischer Sportlichkeit verzückte der 507 ab Mitte der fünfziger Jahre die automobilen Schöngeister.
BMWs filigrane und elegante Antwort auf englische Roadster und Cabrios: der 507 (© Foto: Pressinform)
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Dabei wurden von dem offenen Bruder des BMW 502 gerade einmal 251 Fahrzeuge gebaut. Bis in die heutige Zeit gelten die SL-Modelle von Mercedes als Inbegriff von Eleganz und Exklusivität - als Flügeltürer und Roadster setzten sie in den aufstrebenden Zeiten automobile Maßstäbe. Noch exklusiver und noch imposanter war man jedoch mit dem filigranen BMW 507 unterwegs - eine Skulptur auf Rädern.
Deutschland war gerade Weltmeister geworden, die Besatzungsmächte zogen ab und die letzten Kriegsgefangenen kamen wieder zurück in die Heimat. Mitte der fünfziger Jahre war eine Zeit des Aufschwungs, in der Automobile eine immer größere Bedeutung bekamen.
Der normale Bürger knatterte in Fahrzeugen wie dem VW Käfer, NSU oder Opel Kadett durch die Lande, vielleicht sogar in den Urlaub nach Italien. Doch es ging auch anders. Ein Mercedes SL Roadster kostet seinerzeit die unglaubliche Summe von fast 30.000 D-Mark. Auch der BMW 507 war mit 26.000 D-Mark für die meisten nur ein Traum, den man auf der Internationalen Automobilausstellung 1955 erstmals bewundern konnte.
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Satire-Aktion kritisiert Luxussanierungen in München
Jedenfalls ist Schorsch Meier wohl nicht der Vorbesitzer dieses wunderschönen Autos gewesen - er hat unter seinem klangvollen Namen in München ein BMW-Autohaus betrieben, daher die Plakette und auch die Telefonnummer.
wie könnte man einen Grundhoff "hart rannehmen"?
Der ist doch mit allen Wassern gewaschen, an dem perlt doch Kritik ab wie vom frisch gewachsten Lack.
Aber gut, versuchen wirs:
- der 507er ist im Gegensatz zum SL ein eleganter Roadster, seine Linien sind auch heute noch aufregend. Neben ihm sieht ein SL aus wie ein Traktor.
- die Philosophie, die dahintersteckt, ist absolut unterschiedlich: wurde der SL mehr oder weniger aus dem [Traktor-]Rennsport geboren, ist der 507er einfach ein schickes Transportmittel für Reiche, die damit elegant cruisen können. BMW hat auch niemals auf die SL-Kundschaft gezielt, sie waren zu keinem Zeitpunkt Konkurrenten.
- vom W198 II wurden in 6 Jahren ~1850 Stck gebaut, vom 507 in 3 Jahren 250 Stck, es steht also exclusive Kleinserie in einem Segment gegen quasi Großserie in einem anderen gegenüber: wie könnte man das vergleichen?
- obwohl der SL hier unter dem Motto "Sportlich" von Grundhoff tituliert wird, vergisst er zu erwähnen, dass der 507 erheblich leichter als der Metzgerferrari ist, sogar noch leichter als die gegen Aufpreis lieferbare Vollaluminiumversion.
- ob die Pendelachste des SL als sportlich bezeichnet werden darf, kann man getrost bezweifeln. Jeder, der schon einmal mit so etwas gefahren ist, weiß, dass das damals Männer ohne Nerven waren. Auch wenn der 507er kein Sportwagen i.d.S. war - so viel schlechter als der SL fährt das Auto nicht, es ist halt auf Konfort getrimmt.
Ich frage mich also ernsthaft, wo der 507er "im Schatten" des SL stand? Was ist das für ein hahnebüchener Unsinn? Beide Autos warfen Schatten, aber sie berührten sich zu keiner Zeit.
DW
Lieber User,
wenn Sie den Autor schon so hart rannehmen, dann lassen Sie ihn und die anderen User doch auch von Ihren Argumenten wissen!
Besten Dank,
Ihr Moderator
...weil der Autor (wieder einmal) Äpfel mit Birnen vergleicht.
507 kontra SL. Was ein Witz.
Aber, was soll's? Der Autor ist ja Wiederholungstäter. Nicht therapierbar und erkenntnisresistent. Also lass ich's...
DW