Die gute Nachricht: Im Jahr 2004 wurden in Deutschland deutlich weniger Autos gestohlen als im Jahr zuvor (- 9,6 Prozent). Aber: Die Diebe konzentrieren sich zunehmend auf teurere Marken.
Und das wiederum bedeutet, dass die Entschädigungssummen der Versicherer nur um 3,8 Prozent zurückgingen. Das teilt die Allianz-Versicherung in München mit.
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Gemessen am Bestand liegt Porsche mit 2,3 von 1000 Fahrzeugen an der Spitze der Statistik. Bei den Dieben ist vor allem der Geländewagen Cayenne beliebt. Wohl aus Nostalgiegründen ist der Trabant trotz geringem Bestand begehrt: 2,1 von 1000 der DDR-Exoten wurden geklaut. Unangefochtener Spitzenreiter bei den Modellen ist der BMW Off-Roader X5.
Regional entwickelt sich der Autoklau übrigens recht unterschiedlich: In Nürnberg wurden fast ein Drittel mehr Fahrzeuge gestohlen als im Jahr zuvor, während in Dresden die Zahl der gestohlen gemeldeten Autos um mehr als 20 Prozent zurückging.
Häufigkeit wirkt sich auf Teilkasko-Beitrag aus
Für den bestohlenen Autobesitzer ist der Diebstahl ärgerlich, Auswirkungen hat der Autoklau auf alle Versicherten: Denn die Höhe der Beiträge zur Kfz-Versicherung errechnet sich u. a. aus den Typ- und Regionalklassen, teilt die Allianz mit. In der Teilkasko richtet sich die Typklasse danach, wie häufig ein Autotyp gestohlen wird. Ist ein Modell bei Dieben besonders gefragt, wird die Teilkasko für dieses Modell entsprechend teurer.
Gesunder Menschenverstand gegen Diebe
Früher, vor Einführung der Wegfahrsperre, wurden Autos einfach aufgebrochen und kurzgeschlossen. Seitdem die elektronische Anti-Diebstahlausrüstung in Deutschland bei den Neuwagen Standard ist, gehen die Diebe dazu über, sich die Originalschlüssel der Wagen zu besorgen.
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