Kaum ein deutscher Sportwagen polarisierte in der Vergangenheit mehr als der Audi TT. Die offene Version mit der Topmotorisierung von 225 PS und Quattro-Antrieb ist fraglos ein Auto zum Verlieben und eine Fahrmaschine für Kenner.
Bereits das ungewöhnliche Design des Audi TT sorgt für Aufsehen. Obwohl als Coupé schon seit rund drei Jahren auf dem Markt, ist er noch immer ein echter Hingucker. Das gilt erst recht für die - jüngere - Topless-Variante.
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Die 225 PS / 165 kW starke Top-Motorisierung lässt in puncto Fahrleistungen keine Wünsche offen. Direkte Konkurrenten wie Porsche Boxster S, Mercedes SLK oder BMW Z3 3.0 fahren dem offenen Ingolstädter nicht davon.
Einziger Makel ist der schmächtige Sound. Der turboaufgeladene 1,8-Liter-Motor macht in Sachen Akustik nichts her - zu schlapp für eine echte Fahrmaschine.
Auch nach drei Jahren noch ein Hingucker
Der Audi TT ist ein echtes Designer-Stück. Auf dem Großparkplatz fällt er ebenso auf, wie im Mailänder Stadtverkehr um acht Uhr morgens. Unterscheiden sich die beiden "schwächeren" Motorisierungen mit 150 bzw. 180 PS (110 / 132 kW) untereinander kaum in ihren guten Fahrleistungen, so bietet die Top-Version mit 225 PS und sinnvollem Quattro-Antrieb jede Menge Fahrspaß.
Auf bergigen Landstraßen in den italienischen Alpen machte er eine besonders gute Figur. Allradantrieb und das serienmäßige ESP sorgen dafür, dass keine Schrecksekunden aufkommen.
Freizeit-Schumis drücken gerne auch einmal den "ESP off"-Schalter und driften über abgelegene Landstraßen - doch Vorsicht: Ungefährlich ist der Audi TT dann nicht! Das knackige Sechsgang-Getriebe arbeitet vorbildlich und deutlich besser als die Fünfgangversion aus den kleineren TT.
Der Quattro-Antrieb passt übrigens ausgezeichnet zu allen Mitgliedern der TT-Familie.
Hervorragende Verarbeitungsqualität
Maßstäbe setzt der 4,03 m lange Edel-Bayer zudem in Sachen Verarbeitungsqualität. Nichts wackelt und nichts rappelt. Die Ledersitze passen wie ein Maßanzug und sehen mindestens so gut aus. Ungewöhnlich ist die hohe Gürtellinie des TT.
Lob und Kritik verdient das elektrische Stoffverdeck: in gerade 15 Sekunden auf oder zu! Selbst bei Hochgeschwindigkeitsfahrten pfeift und zieht nichts. Die Handverriegerung gehört jedoch ins vergangene Jahrhundert.
Ist das Dach geschlossen, fällt dem Fahrer subjektiv die Decke auf den Kopf. Das schwarze Innendach tut ein übriges für einen klaustrophobischen Anfall.
Fahrleistungen lassen keine Wünsche offen
Der Audi TT bereitet echten Fahrspaß - Getriebe, Motor, Lenkung und Quattro-Antrieb machen es möglich. Wer es schnell mag - gut; wer es schneller mag - besser: Tempo 240 sind allemal drin. Den Spurt von 0 auf 100 km / h legt der 225-PS-Audi TT in rund 6,5 Sekunden hin. Im autocert.de-Praxistest blieb er mit einem Durchschnittsverbrauch von 10,46 Litern jedoch etwas hinter der Werksangabe von 9,7 Litern SuperPlus auf 100 Kilometer zurück.
Fazit: Nur kompromisslose Sportwagenfans sollten sich für den Audi TT Roadster in der Top-Motorisierung entscheiden. Alle anderen sind mit den schwächer motorisierten Varianten mit 150 oder 180 PS gut bedient.
Quelle: autocert.de