Das Konzert aus Hochvoltbatterie, Leistungselektronik und Elektromotoren ist ein ausgesprochen physisches Erlebnis, das uns stereophon umsurrt und umsummt wie ein omnipräsenter Synthesizer. Die Lenkung und die Hinterradbremse arbeiten mit elektromechanischer Unterstützung, das LED-Abblendlicht passt Intensität und Fokussierung dem Wetter, dem Straßenverlauf und der Fahrsituation an, die Car-to-x-Kommunikation vernetzt den e-tron mit dem fließenden Verkehr und dem Umfeld. Das klingt banal, ist aber eine echte Hilfe - zum Beispiel durch Warnen vor Staus und Unfällen, durch Abstimmen der Navigationsdaten mit dem Verkehrsfluss oder durch Früherkennen von Steigungen und Ampelphasen.
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Im Elektroauto ist es also wichtig, unnötige Brems- und Beschleunigungsmanöver zu vermeiden. Stattdessen wird nach Möglichkeit höchst effizient gesegelt. Darunter versteht man das Ausnutzen von Schwung im entkoppelten Leerlauf, das noch ein paar Zwischentöne leiser und entrückter klingt als die ganz normale, ohnehin schon fast Dezibel-neutrale Stromerei.
Die Frage, ob der e-tron bei Audi eine Zukunft hat, beantwortet Entwicklungsvorstand Dick eindeutig: "Absolut. Wir fangen an mit zehn Autos, steigern 2011 auf 100 und wollen 2012 sogar 1000 Stück bauen und absetzen." Und auch die Frage, wie das nächste E-Mobil aus Ingolstadt aussehen könnte, steht bereits im Raum. Dick: "Das kommt auf Basis A1 und ist vom Ansatz her mindestens so mutig wie damals der A2." Und wann? "Ich bin Optimist und sage 2013."
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(SZ vom 16.11.2009/gf)
Kuriose Schilder (4)
... wenn ich in 30 Jahren in meinem autonom fahrenden Elektroauto, das gar nicht in 5 min geladen werden muss da man einfach an der Tanke den gemieteten über Saharasolarstrom geladenen Akku komplett austauscht, sitze und meine Enkelkinder damitl langweile wenn ich ihnen von den Anfängen der automobilen Elektromobileität erzähle und davon, wie viele immer gesagt haben, das geht nicht, das ist zu teuer, die Entwicklier is alle viel zu dumm und wollen nur Kohle mache.
Wir stehen komplett am Anfang eines Umdenkprozesse und da wir sich noch so viel tun, was wir noch gar nicht absehen können.
Wer hätte den vor 20 Jahren gedacht, dass eine kleine unbedeutetende Erfindung im CERN (Erfindung des WWW) eine Entwicklung ausgelöst wird, die nur mit der Industriellen Revolution vergleichbar ist.
Ich freu mich, dass ich diese Entwicklung hautnah miterlegen kann.
Akkus, die sich zumindest in 10 Minuten wieder aufladen lassen, gibt es schon seit etlichen Jahren (Altairnano). Für die Verbreitung von E-Autos ist das aber unerheblich, denn viele Leute leben in jener winzigen Nische, in der sie ihre Autos in der eigenen Garage, in einer strombeleuchteten Tiefgarage oder neben einer strombetriebenen Laterne parken.
Die "überwiegende Mehrheit", die noch im vorvorigen Jahrhundert der Gaslaternen und Kerzenleuchter lebt, muß eben weiter Verbrenner(sic!)-Autos fahren bis sie elektrifiziert ist ;-)
Und überhaupt wird das Auto an sich sowieso immer ein Nischenprodukt bleiben, denn "nicht jeder" hat ja einen Führerschein und darf damit fahren...
Was den e-tron betrifft, so hat bruximator schon alles gesagt was ich dazu hätte schreiben wollen.
jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/480114/-1
und das schon ganz lang!
"Solange es keine Batterien gibt, die man in fünf Minuten an der Tankstelle aufladen kann, bleiben Elektrofahrzeuge ein Nischenprodukt, egal ob sie 5000 oder 150000 Euro kosten. Nicht jeder hat eine Garage. wo er das Auto über Nacht aufladen kann. "
Was sollen die Automobilhersteller ihrer Meinung nach also tun?
Den Kopf in den Sand stecken und weiter auf reine Verbrennungsmotoren setzen?
Das haben sie doch wirklich lange genug getan.
Oder warten, dass irgendwer eine Ladeinfrastruktur schafft, ohne dass es Fahrzeuge gibt?
Dann warten sie noch verdammt lange, denn das wird nicht passieren.
Ich kann jedenfalls jeden Schritt hin zur Diversifizierung der Antriebstechnologie nur begrüßen.
Auch wenn's wie hier bei Audi nur ein 150.000 Auto mit 1,6t Gewicht ist.
Sobald man, zumindest in Deutschland, mit echter Innovation kommt, muss man zunächst sowieso durch die immer größer werdenden Horden der beruflichen Oberbedenkenträger.
Das mit den alten Denkmustern gibt es auch schon als deutsches Beispiel: bereits als der erste Mobile Ottomotor entwickelt wurde, wollte der Geldgeber nur einen neuartigen stationären Motor für den Fabrikeinsatz haben und untersagte ausdrücklich das Hinarbeiten auf einen mobilen Einsatz. Das Auto selbst also verdanken wir schon nur einer Insubordination, die so heute nicht mehr möglich wäre.
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