Audi erlaubt sich mit dem R8 e-tron schon mal einen Blick in die Zukunft - ein Fahrbericht
Elektroautos zwingen zum Umdenken. Als Fußgänger hört man die leisen Gleiter erst erschreckend spät. Als Lenker muss man sich an Besonderheiten gewöhnen wie Instantdrehmoment, stufenloses Beschleunigungssurren und dumpfes Bremsenwummern. Als Benutzer ist es hilfreich, Ladezeiten und Reichweiten im Hinterkopf zu speichern - sonst rollt man plötzlich mit leeren Batterien mitten im Nirgendwo auf den Standstreifen, wo kein gelber Engel das Stehzeug unmittelbar wieder flottmachen kann. Sogar das gute alte Autoquartett ist bald nur noch Makulatur, denn statt Hubraum und Zylinderzahl stechen plötzlich Kilowattstunden und Batterielebensdauer.
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Kleinserie geplant: Der Audi R8 e-tron mit vier Elektromotoren beeindruckt mit einer Leistung von 313 PS und einem Drehmoment von sagenhaften 4500 Newtonmeter. (© Foto: oh)
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Die meisten Hersteller sehen im Stadtwagen die Paraderolle für das Elektroauto. Doch das erste E-Werk von Audi ist kein Niedervolt-Metromini, sondern ein fetziger Sportwagen, der mit mehr als 150.000 Euro aus dem Stand zum teuersten Modell der Marke avancieren soll. Warum? Weil sich innovative und kostspielige Technologie am besten von oben nach unten am Markt einführen lässt. Und weil der aufregend verpackte Mix aus expressiver Dynamik und höchster Effizienz die Kernbotschaft der vier Ringe überzeugend auf den Punkt bringt.
Audi-Entwicklungschef Michael Dick bestätigt die Bedeutung: "Weil Sportlichkeit und Effizienz zu den Kernwerten der Marke gehören." Der Preis des Elektro-R8, so Dick, müsse über dem R8 liegen, schließlich habe "jede Innovation ihren Preis". Er sei überzeugt, dass eine vom Werk begleitete Kleinserie "der Vorreiterrolle dieses Autos gerecht wird".
Wir nähern uns dem roten Renner mit einer Mischung aus Neugier und Ehrfurcht. Einsteigen, anschnallen, Startknopf drücken - noch ist alles wie gehabt. Doch sobald der schlanke Gangwählhebel in die Senkrechte surrt und das Cockpit in bunter Broadway-Beleuchtung die Show eröffnet, schalten die Neurotransmitter im Hirn des e-tron-Piloten elektrisiert von Ruhe- auf Wachstrom. Weil das maximale Drehmoment von sage und schreibe 4500 Newtonmeter die vier 19-Zöller schon auf den ersten Metern glattrasieren würde, sediert die Elektronik den Schlupf und die Momentenverteilung. Trotz verhaltener Herausforderung beschleunigt das 1600 Kilo schwere R8-Derivat in nur 4,8 Sekunden von null auf 100 km/h. Und zwar in einem Zug, so linear wie eine Wasserwaage und so vehement wie ein Nachbrenner.
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... wenn ich in 30 Jahren in meinem autonom fahrenden Elektroauto, das gar nicht in 5 min geladen werden muss da man einfach an der Tanke den gemieteten über Saharasolarstrom geladenen Akku komplett austauscht, sitze und meine Enkelkinder damitl langweile wenn ich ihnen von den Anfängen der automobilen Elektromobileität erzähle und davon, wie viele immer gesagt haben, das geht nicht, das ist zu teuer, die Entwicklier is alle viel zu dumm und wollen nur Kohle mache.
Wir stehen komplett am Anfang eines Umdenkprozesse und da wir sich noch so viel tun, was wir noch gar nicht absehen können.
Wer hätte den vor 20 Jahren gedacht, dass eine kleine unbedeutetende Erfindung im CERN (Erfindung des WWW) eine Entwicklung ausgelöst wird, die nur mit der Industriellen Revolution vergleichbar ist.
Ich freu mich, dass ich diese Entwicklung hautnah miterlegen kann.
Akkus, die sich zumindest in 10 Minuten wieder aufladen lassen, gibt es schon seit etlichen Jahren (Altairnano). Für die Verbreitung von E-Autos ist das aber unerheblich, denn viele Leute leben in jener winzigen Nische, in der sie ihre Autos in der eigenen Garage, in einer strombeleuchteten Tiefgarage oder neben einer strombetriebenen Laterne parken.
Die "überwiegende Mehrheit", die noch im vorvorigen Jahrhundert der Gaslaternen und Kerzenleuchter lebt, muß eben weiter Verbrenner(sic!)-Autos fahren bis sie elektrifiziert ist ;-)
Und überhaupt wird das Auto an sich sowieso immer ein Nischenprodukt bleiben, denn "nicht jeder" hat ja einen Führerschein und darf damit fahren...
Was den e-tron betrifft, so hat bruximator schon alles gesagt was ich dazu hätte schreiben wollen.
jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/480114/-1
und das schon ganz lang!
"Solange es keine Batterien gibt, die man in fünf Minuten an der Tankstelle aufladen kann, bleiben Elektrofahrzeuge ein Nischenprodukt, egal ob sie 5000 oder 150000 Euro kosten. Nicht jeder hat eine Garage. wo er das Auto über Nacht aufladen kann. "
Was sollen die Automobilhersteller ihrer Meinung nach also tun?
Den Kopf in den Sand stecken und weiter auf reine Verbrennungsmotoren setzen?
Das haben sie doch wirklich lange genug getan.
Oder warten, dass irgendwer eine Ladeinfrastruktur schafft, ohne dass es Fahrzeuge gibt?
Dann warten sie noch verdammt lange, denn das wird nicht passieren.
Ich kann jedenfalls jeden Schritt hin zur Diversifizierung der Antriebstechnologie nur begrüßen.
Auch wenn's wie hier bei Audi nur ein 150.000 Auto mit 1,6t Gewicht ist.
Sobald man, zumindest in Deutschland, mit echter Innovation kommt, muss man zunächst sowieso durch die immer größer werdenden Horden der beruflichen Oberbedenkenträger.
Das mit den alten Denkmustern gibt es auch schon als deutsches Beispiel: bereits als der erste Mobile Ottomotor entwickelt wurde, wollte der Geldgeber nur einen neuartigen stationären Motor für den Fabrikeinsatz haben und untersagte ausdrücklich das Hinarbeiten auf einen mobilen Einsatz. Das Auto selbst also verdanken wir schon nur einer Insubordination, die so heute nicht mehr möglich wäre.
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