Der Anteil alternativer Antriebe weltweit ist gering: weniger als ein Prozent. Dennoch erweist sich die Herstellung von Biosprit schon als klimaschädlich.
Alle sprechen vom umweltweltfreundlichen Auto, aber kaum einer schafft sich eines an. Lediglich 232.000 Pkw mit alternativen Antrieben sind auf deutschen Straßen unterwegs. Die grüne Flotte macht erst 0,6 Prozent des Pkw-Gesamtbestands aus. Grund des Nischendaseins sind unter anderem die höheren Anschaffungskosten für Erdgas- oder Hybridfahrzeuge.
Ein Fahrzeug wird in Freiberg mit SunDiesel befüllt. Die ersten Tests waren erfolgreich. Im sächsischen Freiberg haben Spezialisten von Choren Industries bewiesen, dass sich aus Holzresten, Stroh oder Getreide ein hochwertiger synthetischer Diesel herstellen lässt. (© Foto: DaimlerChrysler/ddp)
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Weltweiter Anteil an alternativen Antrieben: unter ein Prozent
Dass die Spritsparer im Unterhalt günstiger sind als gleich starke Benziner, ist vielen Kunden zunächst egal. Für das Gros der Privatkäufer sind niedrige Neuwagenpreise wichtiger als Innovationen - so sieht es zumindest Deutschlands Autohandel: Mehr als 70 Prozent der Verkäufer von Volumenmarken bewerten aufwendige technische Neuerungen in einer aktuellen Studie als "weniger/nicht bedeutend". Klimadiskussion schön und gut, aber wenn es um den eigenen Neuwagen geht, sind PS und Klimaanlage wichtiger als ein besonders niedriger CO2-Ausstoß.
Bei Umfragen geben sich Autofahrer gerne umweltbewusst, beim Autokauf ist das Spritsparen aber eher Last als Lust. Statt auf Drei-Liter-Autos sparen die meisten Kunden lieber auf Gelände- und Crossoverfahrzeuge. Die Allradkraxler machen alle Effizienzfortschritte in der Flotte zunichte, selbst wenn traditionelle Modellvarianten bei ihrer Neuauflage im Schnitt rund zehn Prozent weniger Sprit verbrauchen als die Vorgänger. Mit einem Flottenausstoß von 170 g/km Kohlendioxid liegen Neuwagen in Deutschland derzeit weit über den 130 g/km, die von der EU-Kommission als Ziel für 2012 genannt wurden. Erst eine Kraftfahrzeugsteuer auf CO2-Basis wird dem Boom der bulligen Offroader wohl Grenzen setzen und zu nachhaltigem Wachstum in der Öko-Nische führen.
Selbst wenn Neuwagen sparsamer werden, können sie den CO2-Flottenausstoß aber nur langfristig senken. "Weltweit liegt der Anteil an alternativen Antrieben heute unter einem Prozent. Es wird mehr als zehn Jahre dauern, bis wir durch Hybrid- und Elektrofahrzeuge einen Effekt auf den Flottenverbrauch spüren", sagt GM-Boss Rick Wagoner und ergänzt: "Wer etwas für das Klima tun will, muss Ethanol fördern. Allein in den USA könnte die Treibstoffalternative ein Drittel des fossilen Kraftstoffs ersetzen."
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Moderator Ray Cokes
Auch wenns immer wieder gerne suggeriert wird: Ethanol, Pflanzenöl etc. sind keine alternativen ANTRIEBE, sondern lediglich alternative TREIBSTOFFE für die gleichen alten Explosionsmotorantriebe. Das gleiche gilt für Erd-/Flüssiggas, sogar das wird von manchen als "alternativer Antrieb" etikettiert!
Eine echte Alternative wäre der Elektroantrieb. Aber die Vorstellung, ein Fahrzeug könnte auch ohne die ineffiziente Verbrennung von Gasen oder Flüssigkeiten betrieben werden, liegt offenbar auch für viele Journalisten noch weit jenseits des geistigen Horizonts.
Der Individualverkehr wird auch in Zukunft bleiben und bleiben müssen. Er ist zu wichtig als Antrieb für Forschung und Entwicklung und generator für Arbeitsplätze und Volkswirtschaften. Zumindest in den nächsten 20-30 Jahren.
Die Frage ist nur wie sich die Sache regelt. Entweder die Autobauer schaffen es rechtzeitig vor dem Ende des Erdöls Alternativen zu bauen, was sehr wahrscheinlich ist, oder der Individualverkehr wird automatisch stark reduziert durch verheerende Katastrophen. Dann geibt es weniger Menschen auf dem Planeten und auch weniger Strassen. Aus der Sicht eines Regelkreises gesehen die sinnigste Lösung.
So ganz wird man den Eindruck nicht los, dass der Schreiber dieses Artikels besser getan haette, wenn er das Geschriebene noch ein paar Naechte lang ueberschlafen haette.
Zum anderen spiegelt der Artikel sicher auch wieder, dass auf diesem Sektor vieles in Bewegung ist, was ja nicht schlecht ist. Ich bin Optimist genug um zu hoffen, dass zuletzt doch vernuenftige Loesungen gefunden sein werden. Sicher mit der Hoffnung, dass es schnell genug geht, da Zeitdruck angesagt ist.
Was mich vielmehr bewegt ist die Frage: Wird es der Menschheit gelingen alle Menschen zur Vernunft zu bringen, d.h. ihr beizubringen verantwortungsbewusst mit Energie umzugehen. Ich lebe derzeit viel in USA und da wird es fuer mich schwer zu glauben, dass es gelingt dieses Ziel zu erreichen.
Solche Artikel sind es, die den Autofahrer dazu bringen, eben nur die althergebrachten Autos zu kaufen.
Versuchen Sie doch mal, ein Auto direkt ab Hersteller zu kaufen, dass mit Pflanzenöl fährt. Da ist die Auswahl schon ziemlich klein, aber es gibt einige Nachrüster, die hier aushelfen können.
Aber danach kommt die Frage, wo man denn tanken kann, wenn man nicht innerhalb einer Stadt unterwegs ist. Hier sind schon umfangreiche Internetrecherchen notwendig, um seine Reiseroute zu planen.
Das obige Beispiel kann man auf andere Antriebe ausdehnen, z.B. Elektroantrieb. Da wird immer behauptet, dass es überall (in Europa) genügend Steckdosen gäbe. Ja sicher, aber nicht solche, an denen man gegen Entgelt seine Akkus wieder laden kann. (Vom Zeitaufwand ganz zu schweigen...)
Und mit den ganzen Unanehmlichkeiten muss auch noch ein höherer Preis bezahlt werden. Da ist es kein Wunder, dass "alternative Antriebe" im Individualverkehr vom Verbraucher nicht angenommen werden.
Ich bin der Meinung, dass der Individualverkehr keine Zukunft haben darf.
Es gibt wahrscheinlich keine Möglichkeit, die für den Individualverkehr erforderlichen Energiemengen auf umweltverträgliche Weise zu produzieren.
Da es aber viel zu lange dauern wird, bis sich diese Erkenntnis durchgesetzt hat und die Menschen viel zu sehr an Ihren PS-starken, statussymbolisierenden und spaßmachenden Automobilen hängen, werden wir den Klimawandel und alle seine möglicherweise katastrophalen Auswirkungen nicht stoppen können.
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