Alarmierende Studie Eltern sichern Kinder schlecht

Am sichersten, so glauben viele, sei der Nachwuchs im elterlichen Auto - das ergab eine Umfrage. Diese Einschätzung der Eltern steht jedoch im krassen Gegensatz zur Realität.

Wenn es um die Frage geht, welche Situation im Straßenverkehr die gefährlichste für Kinder ist, wähnen sich die Eltern auf der sicheren Seite: 54 Prozent glauben, dass Kinder unter sechs Jahren als Fußgänger am ehesten Opfer eines Verkehrsunfalls werden.

23 Prozent sind in Sorge, wenn die Kinder auf dem Fahrrad unterwegs sind. Am sichersten, so glauben viele, sei der Nachwuchs im elterlichen Auto - das ergab eine Umfrage des ADAC.

Diese Einschätzung der Eltern steht allerdings im krassen Gegensatz zur Realität, denn: 59 Prozent der Kinder unter sechs Jahren, die in einen Unfall verwickelt werden, verunglücken während der Autofahrt mit den Eltern, mit Verwandten oder Bekannten.

Und: Mehr als 70 Prozent der bei Verkehrsunfällen getöteten Kinder unter sechs Jahren sterben als Mitfahrer im Auto.

Falsch eingebaute Sitze

Der Grund ist immer häufiger die fehlerhafte Handhabung der Kindersitze. Eine Feldstudie der Bundesanstalt für Straßenwesen zeigt, dass in 31,2 Prozent aller Fälle der Sitz falsch eingebaut wurde, zu 68,8 Prozent waren die Kleinen im Sitz nicht richtig gesichert.

Weiterer Grund für das hohe Risiko im Pkw ist, dass mit zunehmendem Alter des Nachwuchses die Anschnallfürsorge der Eltern drastisch abnimmt.

Während Babys noch fast ausnahmslos in einer Babyschale gesichert sind, werden weniger als die Hälfte der Schulkinder vorschriftsmäßig in Rückhaltesystemen befördert; besonders auf Kurzstrecken verzichten viele Eltern bewusst auf die Sicherung.