Im Hangar am Boden nutzt derweil Peter Scoffham, Vizepräsident der Marketing-Abteilung, die Bühne, um die Leistungen des A400M zu preisen. Es ist schon bemerkenswert, was dieses Flugzeug alles kann: sehr hoch und sehr niedrig fliegen, bis zu 100 voll ausgerüstete Soldaten oder einen kleinen Panzer transportieren, auf Sandpisten landen und mit wenig Anlauf starten. Es gibt nur ein Problem: Das alles kann der A400M bislang nur in der Theorie.

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Wie er denn emotional den erfolgreichen Jungfernflug empfinde, wird der deutsche Rüstungsstaatssekretär Rüdiger Wolf gefragt. Der antwortet trocken: "Ich habe noch nie etwas emotional für ein Rüstungsprojekt empfunden. Für mich ist das ein ganz normales Beschaffungsvorhaben." Wolf hat in den vergangenen Jahren den Ärger mit dem A400M miterlebt. Noch in Sevilla beriet er am Freitag mit seinen Kollegen aus den Partnernationen das weitere Vorgehen in den Verhandlungen mit EADS/Airbus, die bis zu 7,4 Milliarden Euro mehr für die Einhaltung des Liefervertrags verlangen.

Ob der A400M am Ende alle versprochenen Leistungen erbringen wird, ist fraglich. "Mit der Erprobung beginnt jetzt die heißeste Phase der Entwicklung", sagt Wolf. "Jetzt muss sich zeigen, was das Flugzeug wirklich kann." Immerhin, der erste Testflug dauert fast eine Stunde länger als geplant - ein gutes Zeichen. Um 14.02 Uhr setzt die Maschine nach einer Platzrunde unter dem Beifall der Airbus-Mitarbeiter wieder in Sevilla auf. Für sie ist es ein großer Tag. Die Crew erwartet ein königlicher Händedruck. Testpilot Strongman nennt den Flug "funkelnd" und das Flugzeug "phantastisch".

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  1. Spät, aber doch
  2. Sie lesen jetzt Vieles kann der A400M bislang trotzdem nur in der Theorie
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(SZ vom 12.12.2009/gf)