ADAC-Studie: Blinken Wir Blinkmuffel

Jeder Dritte deutsche Autofahrer blinkt nicht und gefährdet damit andere, so das Ergebnis einer ADAC-Studie. Dafür gab es bei den ADAC-Pannenhelfern einen Rekord: Sie waren 2009 alle acht Sekunden im Einsatz.

Jeder erlebt es täglich, nun wird die Unart durch eine Studie des Automobilklubs ADAC untermauert: Nur zwei von drei deutschen Autofahrern benutzen ihren Blinker, wenn sie die Spur wechseln, abbiegen oder ausparken. Das heißt: Ein Drittel fällt in die Kategorie Blinkmuffel - so das Ergebnis.

Für die hohe Zahl der Blinkverweigerer gibt es laut ADAC viele Gründe: Manchen Menschen ist die Betätigung des Blinkhebels einfach nur lästig, andere sind sich der Gefahr nicht bewusst. "Manche Fahrer finden einen kleinen Regelbruch cool und entwickeln eine gewisse Allmachtsphantasie", sagt Verkehrspsychologe Ulrich Chiellino. Zudem bleibt unterlassenes Blinken oft unentdeckt. "Das ist fatal, denn dadurch wird fehlerhaftes Verhalten generalisiert und nicht mehr als Regelverstoß wahrgenommen."

Dabei, und das ist eigentlich eine Binsenweisheit, kann rechtzeitiges Blinken Unfälle verhindern. Die "Unart" des Nichtblinkens ist also für den Fahrer sowie andere Verkehrsteilnehmer gefährlich und kann ein Knöllchen in Höhe von zehn Euro nach sich ziehen.

In der Straßenverkehrsordnung ist zudem eindeutig geregelt, wann zu blinken ist: beim Spurwechsel, beim Vorbeifahren an einem Hindernis und bei jeder Richtungsänderung - und damit auch, wenn man einer abknickenden Vorfahrt folgt. Im Kreisverkehr gilt: Beim Einfahren ist Blinken nicht zulässig, beim Ausfahren jedoch Pflicht.