Die deutsche Autoindustrie mit ihren zahlreichen Zulieferern erlitt trotz des Abwrackbooms heftige Einbußen. Ihre Umsätze fielen von Januar bis Mai um fast ein Drittel auf knapp 100 Milliarden Euro. Der Auslandsumsatz brach dabei mit 39,8 Prozent fast doppelt so stark ein wie das Inlandsgeschäft mit 20,9 Prozent. Gleichzeitig wurden deutlich mehr Fahrzeuge nach Deutschland eingeführt. Die Zahl der Importe stieg um 11,5 Prozent. Die deutschen Hersteller exportierten dagegen rund 38 Prozent weniger Fahrzeuge ins Ausland.

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Die Werkstätten nahmen ebenfalls weniger ein. Die auf Instandhaltung und Reparatur spezialisierten Betriebe hatten 150 Millionen Euro weniger in den Kassen, während der Handel fast 2,5 Milliarden Euro mehr einnahm.

Die Abwrackprämie wurde im Januar von der Bundesregierung beschlossen. Dafür stehen insgesamt fünf Milliarden Euro zur Verfügung. Der Zuschuss von 2500 Euro wird gewährt, wenn ein Halter seinen alten Pkw verschrottet und einen Neu- oder Jahreswagen zulässt. Das Altfahrzeug muss vor mindestens neun Jahren erstmals zugelassen worden sein.

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(sueddeutsche.de/AP/Reuters/gf)