Das Einzige, was zurückkam, war die Drohung mit juristischen Mitteln, falls die Fahrradanträge nicht aufhören würden. Bisher ist es bei der Drohung geblieben, die der VCD öffentlich machte, was wieder einen Anstieg der Mails nach sich zog. Die Abwrackprämie für Fahrräder gibt es bisher nur in Mannheim, Interesse aber in ganz Deutschland. Die Grünen in Regensburg verlangen auch eine Prämie.

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Der staatliche Zuschuss für ein neues Auto heißt eigentlich Umweltprämie, dient aber vor allem dem Ziel, den Absatz der deutschen Autoindustrie anzukurbeln. Das deutsche Fahrrad hingegen ist noch nicht in der Krise. "Es gab bisher höchstens eine Wetterkrise", sagt Rolf Lemberg, der Geschäftsführer des Zweirad-Industrie-Verbandes. Der Winter war zu kalt, die Verkäufe liefen eher schleppend.

Insgesamt hält der Deutsche aber auch in Zeiten großer Unsicherheit zu seinem Fahrrad. Die Hersteller im Inland produzierten im vergangenen Jahr 2,37 Millionen Räder, nur 30.000 weniger als ein Jahr zuvor. Die Krise hat die Branche bisher verschont. Das Einzige, was sich Hersteller und Händler wünschen, ist, dass die Deutschen ihr Fahrrad öfter mal wechseln würden. Insgesamt gibt es in Deutschland 68 Millionen Fahrräder, bei einem Auto-Bestand von 41 Millionen. Aber nur alle 20 Jahre, so die Erfahrung des Händlers Altig, leiste sich der Kunde im Durchschnitt ein neues Fahrrad. Vielleicht ändere sich das aber: "Viele sind durch die Abwrackprämie jetzt auf die Idee gekommen."

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  1. Rückenwind für Radler
  2. Sie lesen jetzt Nur alle 20 Jahre kaufen Kunden ein neues Fahrrad
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(SZ vom 22.04.2009/gf)