-
Dienstag, 14. Februar 2012
-
Kachelmann gewinnt Klage gegen Medien—Im Elend für den Angeklagten
Indiskretionen über die Vernehmung, Berichterstattung über Sex-Praktiken: Der Fall Kachelmann hat bei allen Beteiligten Blessuren hinterlassen. Bei der Justiz, bei den Medien und nicht zuletzt beim Moderator selbst. Nun hat das Oberlandesgericht Köln eine richtungsweisende Entscheidung getroffen. Künftig könnte es für Journalisten riskant sein, aus einer öffentlichen Verhandlung zu berichten - und das Elernd, das droht dann den Medien.
-
Dokuserie "My Big Fat Gypsy Wedding"—Auffallend kitschig
Pünktlich zum Valentinstag startet auf Channel 4 die zweite Staffel von "My Big Fat Gypsy Wedding". In der Dokusoap bereiten sich junge Mädchen auf ihre opulente Hochzeit vor - mit viel Tüll, Glitzer und Kitsch. Die Kritik an dem Format bleibt nicht aus.
-
Abhörskandal erreicht USA—Murdochs Drama
Nach dem Skandal um seine britischen Blätter muss Medienunternehmer Rupert Murdoch nun fürchten, auch in Amerika verklagt zu werden. Dort sind die Sanktionen wegen Korruption ungleich härter.
-
Montag, 13. Februar 2012
-
ARD-Doku über Facebook—Das nette Netz
Es ist einfach, Facebook böse zu finden, aber es ist sehr schwer, das Böse exakt zu identifizieren: An genau diesem Phänomen scheitert eine ARD-Reportage über das digitale Netzwerk. Dabei wurde Firmengründer Zuckerberg sogar persönlich interviewt.
-
Sonntag, 12. Februar 2012
-
Tatort "Ordnung im Lot"—Warum sich die Statistiker quälen werden
Wenn der Plot im Ganzen hinkt, muss die Kommissarin am Ende die Kritzeleien einer Verwirrten entschlüsseln, um den Fall zu lösen. Im Tatort aus Bremen befällt den Zuschauer das Gefühl, dass die Rolle eines psychisch Gestörten schon zu oft in den Drehbüchern der Fernsehkrimis stand.
-
Samstag, 11. Februar 2012
-
Korruptionsverdacht in Großbritannien—Scotland Yard verhaftet leitende Journalisten der "Sun"
In London sind fünf leitende Angestellte des Boulevardblatts "Sun" festgenommen worden. Sie werden verdächtigt, in die Bestechung von Polizei- und Verwaltungsbeamten verwickelt zu sein. Die Vorgänge erinnern an die mittlerweile eingestellte Zeitung "News of the World" - sie gehörte der gleichen Gruppe an.
-
TV-Nachtkritik: "The Voice of Germany"—Die neue Lena heißt Ivy
Viel Lob hatte es für die erste Staffel von "The Voice of Germany" gegeben. Es sei die "etwas andere Casting-Show". Unser Autor hatte da so seine Zweifel. Und wurde beim Finale live im Studio eines Besseren belehrt.
-
Freitag, 10. Februar 2012
-
Zum Finale von "The Voice of Germany"—Anti-Genre mit Suchtfaktor
"The Voice of Germany" will anders sein als die üblichen Casting-Shows - und hat damit großen Erfolg. Schon vor dem Finale am Freitag gilt eine Fortsetzung als sicher. Aber was macht den Erfolg der Show aus, in dem Juroren wie Nena und Xavier Naidoo nach talentierten Nachwuchskünstlern suchen? Zeit für eine Analyse.
-
Karnevalssendung "Frankfurt Helau"—Empörung über Türken-Witze in der ARD
Eine Möchtegern-Türkin im Mini-Dirndl, die von einer "Festanstellung auf Bewährung" spricht. Die Karnevals-Nummer lief zur besten Sendezeit in der ARD, der Hessische Rundfunk findet das lustig. Türkische Medien und der Landesausländerbeirat verlangen dagegen eine öffentliche Entschuldigung.
-
Vor 25 Jahren starb Entertainer Hans Rosenthal—"Sie finden das war ... Spitze!"
Eine Hand voll Promis, unterhaltsame Spiele, etwas Musik und am Ende ein Luftsprung. So lautete das Erfolgsrezept einer der populärsten Fernsehshows im Deutschen Fernsehen. Vor 25 Jahren starb "Dalli Dalli"-Erfinder Hans Rosenthal.
-
Donnerstag, 9. Februar 2012
-
Bieterwettbewerb um Bundesligarechte—Anpfiff zum Milliardenspiel
Es geht um viel Geld: Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat ihren Zeitplan für die Ausschreibung der Übertragungslizenzen für die Bundesliga vorgelegt. In der Auktion kann auch auf eine sogenannte Web-TV-"Sportschau" gesetzt werden. Die Zusammenfassungen im herkömmlichen Fernsehen wären dann nicht vor 21.45 Uhr zu sehen.
-
"Dr. House" macht Schluss—Höchste Zeit, zu verschwinden
Acht Staffeln, 177 Folgen, immer die richtige Diagnose: "Dr. House" rettet seit 2004 mit medizinischem Sachverstand Patientenleben. Nun ist Schluss. Der Abschied nach acht Jahren sei schmerzvoll, ließen die Produzenten der Serie wissen, der Zeitpunkt aber genau der richtige. Der Doktor nimmt Abschied, solange die Serie noch der Hauch des Besonderen umgibt.
-
Polit-Serie "Gefährliche Seilschaften" auf Arte—Macht um jeden Preis
Phänomenal gutes Fernsehen: Die dänische Polit-Serie "Gefährliche Seilschaften" wird international als eine Art "next big Scandinavian thing" gehandelt. Selten wurden die Mechanismen parlamentarischer Macht so spannend und temporeich dargestellt wie hier. Der US-Sender NBC hat sich schon die Rechte für eine Neuverfilmung gesichert.
-
Mittwoch, 8. Februar 2012
-
"Gottschalk live" im Quotentief—Nahe an der Form
Platz 29 von 31: Thomas Gottschalk befindet sich derzeit im Kampf um die rote Laterne in der ARD. Nur das Wetter und Wiederholungen im Nachtprogramm laufen noch schlechter. Von einer Quotendiskussion will bei der ARD aber niemand etwas wissen.
-
Verdruss vor Song Contest in Baku—Regimenahe Zeitung wütet gegen deutschen Politiker
"Wohl einen über den Durst" getrunken haben soll der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning (FDP) - meint zumindest die aserbaidschanische Zeitung "Ses" (Stimme). Löning hatte gefordert, dass vor dem Eurovision Song Contest alle politischen Gefangenen in dem Land freigelassen werden - und das regimetreue Blatt damit zu abstrusen Mutmaßungen veranlasst.
-
Dienstag, 7. Februar 2012
-
Wechsel bei Bertelsmann—Gerhard Zeiler verlässt RTL Group
Überraschend hat die RTL Group den Abschied von Vorstandschef Gerhard Zeiler bekanntgegeben. Der erfolgreiche Fernsehmanager war in den vergangenen Jahren besonders für Bertelsmann wichtig. Nun verlässt er auf eigenen Wunsch den Fernsehkonzern - und Anke Schäferkordt steigt auf.
-
Simpsons-Verbot in Iran—Gelbe Gefahr
Iran verbietet Simpsons-Puppen - nicht doch! Europäer und Amerikaverbündete sollten schnellstens dagegen vorgehen und Care-Pakete schnüren. Mit der Aufschrift: "Für alle, die die Freiheit lieben".
-
ZDF-Doku über Rudi Assauer—Von der Wut, nicht mehr mithalten zu können
Der große starke Assauer, der coole Hund, der gewiefte Geschäftsmann: alles weg. Ein Jahr lang hat eine Dokumentarfilmerin den ehemaligen Manager begleitet. Ihre Arbeit hat Assauers Alzheimer-Erkrankung erst publik gemacht. Nun zeigt das ZDF die eindringlichen Bilder - und hätte dabei besser auf Musiksoße und Melodramaquark verzichten sollen.
-
Urteil des Europäischen Menschengerichtshofs—Presse darf Urlaubsfotos von Prinzessin Caroline drucken
Caroline von Hannover und ihr Mann sind keine Privatpersonen, also darf die Presse auch Bilder aus ihrem Urlaub veröffentlichen. Das hat jetzt der Europäische Menschenrechtsgerichtshof entschieden. Die Straßburger Richter wehrten damit eine entsprechende Klage der monegassischen Prinzessin ab, die sich immer wieder gegen Medienberichterstattung zur Wehr setzt.
-
Montag, 6. Februar 2012
-
ZDF—Michelle Hunziker hört bei "Wetten, dass..?" auf
Sie will nicht ohne Gottschalk: Auch Ko-Moderatorin Michelle Hunziker verlässt "Wetten, dass..?". Schuld daran sei ihr "Bauchgefühl". Beim ZDF fragt man sich, ob die Erfolgs-Show weiterhin zwei Moderatoren haben wird.
-
Media-Markt-Check in der ARD—"Lasst euch nicht verarschen"
"Ich bin doch nicht ...". Ja was denn eigentlich, muss man Media Markt fragen, nachdem zwei ARD-Dokufilmer die Elektrokette in ihrer "Markencheck"-Reihe auf Image, Preis und Fairness überprüft haben. Denn die Preise entpuppten sich als keineswegs niedriger als bei der Konkurrenz. Was zählt, ist allein das Image.
-
US-Serie "Lilyhammer"—Coole Typen
"Lilyhammer" spielt in Norwegen, wurde in Norwegen hergestellt, in den USA exklusiv von Netflix verbreitet und von einem deutschen Unternehmen vermarktet - aber nicht nur das zeichnet die Serie aus. Der norwegische Ministerpräsident wirbt dafür auf seiner Facebook-Seite und die Hauptrolle eines Ex-Mafioso spielt Musiker Steven van Zandt.
-
Sonntag, 5. Februar 2012
-
Tatort "Kein Entkommen"—Couragierte Annäherung an den Tod
Morbides Wien: Der Leichenkult nimmt einen besonderen Stellenwert ein, die Einheimischen sprechen gern von "ana schenen Leich". Im "Tatort" gibt es so viele "schöne Leichen" wie noch nie zuvor in einer Folge der Krimiserie. Mindestens 15 Tote sollen es sein. Was soll da noch schiefgehen.
-
ZDF zu Gottschalk—Zurück? Von wegen!
Es ist wie mit einer verflossenen Liebe. Die Quoten für seine ARD-Show gehen konstant in den Keller - schon kokettiert Thomas Gottschalk in einem Interview mit einer Rückkehr zu "Wetten, dass..?". Doch das ZDF will ihn gar nicht mehr.
-
Samstag, 4. Februar 2012
-
"Knallerfrauen" auf Sat1—Es darf auch etwas weniger sein
Zu laut und zu übertrieben: In ihrer neuen Comedy-Show "Knallerfrauen" übertreibt Martina Hill ihr Bemühen, sich als Slapstick-Marke zu etablieren. Vom Talent her könnte sie problemlos in der Klasse einer Anke Engelke mitspielen, aber sie bräuchte einen Regisseur, der ihr verbietet, die eigenen Gags zu Tode zu grimassieren.
-
Kommissarin für Dortmund-Tatort—Unter Männern
Sie ist ein Mensch, der seine Frustrationsgrenzen erkennt. Die Zuschauer dürfen also gespannt sein, wenn Anna Schudt als Martina Bönisch im neuen Dortmund-"Tatort" ab März ermitteln wird. Am Münchner Residenztheater konnte es ihr gelingen, dass die Männer auf der Bühne nur um sie herum zu agieren schienen, doch nun wird sie ihre Rolle einem Mann unterordnen.
-
1000. Folge von "Wer wird Millionär?"—Günther Jauch - die beste Form der Routine
Eine der letzten großen Konstanten im deutschen Fernsehen feiert Jubiläum. RTL sendete "Wer wird Millionär?" mit Günther Jauch zum 1000. Mal. Millionär wurde diesmal zwar niemand. Doch die Sendung zeigte, wie der Moderator mit ihr noch sehr alt werden kann.
-
Freitag, 3. Februar 2012
-
Das Phänomen Günther Jauch—Deutschlands Fernseh-Präsident
Quotenkönig, Quizmaster und einer der beliebtesten Deutschen: Wer wie Günther Jauch auf tausend Sendungen "Wer wird Millionär?" kommt, ist ein Phänomen der Fernsehunterhaltung. Keiner spiegelt das Verhältnis vieler Zuschauer zu dem Medium so perfekt wider wie er. Sein Erfolgsgeheimnis ist, dass er auf so perfide Art uneitel wirkt, als gehöre er eigentlich gar nicht ins Fernsehen.
-
"News of the World"-Skandal erreicht "Times"—Hacker aus gutem Hause
Der Abhörskandal um Medienmogul Rupert Murdoch erreicht eine neue Eskalationsstufe: Nachdem bisher nur Boulevardblätter betroffen waren, ermittelt die Polizei im Zusammenhang mit gehackten E-Mails nun auch bei der Londoner "Times". Damit ist die Affäre beim seriösen Teil von Murdochs britischer Mediengruppe News International angekommen.
-
Donnerstag, 2. Februar 2012
-
"Cicero" bekommt neuen Chefredakteur—Suche nach Kontinuität
Zwei Wechsel innerhalb von 24 Monaten: Das politische Magazin "Cicero" bekommt mit Christoph Schwennicke innerhalb kurzer Zeit abermals einen neuen Chefredakteur. Der bisherige "Spiegel"-Mitarbeiter folgt dem ehemaligen Kulturstaatsminister Michael Naumann, der den Posten selbst erst Anfang 2010 angetreten hatte.
-
Britischer "Mein Kampf"-Verleger verklagt Bayern—Eskalation des Dauerstreits
Peter McGee versus Freistaat Bayern: Gerade erst hatte der britische Verleger eine gerichtliche Auseinandersetzung mit dem Bundesland, weil er Auszüge aus Hitlers "Mein Kampf" veröffentlichen wollte. Wegen einer Faksimile-Ausgabe der Nazi-Zeitung "Völkischer Beobachter" gab es allerdings bereits 2009 Streit. Und in dieser Angelegenheit verklagt McGee den Freistaat jetzt um 2,6 Millionen Euro.
-
Mittwoch, 1. Februar 2012
-
ARD-Film "Die Schatten, die dich holen"—Jeder kämpft für sich allein
Ein Krimi ganz ohne Kommissar: In dem ARD-Film "Die Schatten, die dich holen" beweist Regisseur Robert Dornhelm, dass auch das funktionieren kann. Denn bei dieser Geschichte um die Rotlicht-Vergangenheit einer Wiener Managerin kämpft jeder für sich, mit allen Mitteln, und das noch viel mehr, als es zunächst erscheint.
-
TV-Kritik zu "Das perfekte Model"—Eklig - die essen!
Die neue Model-Casting-Show mit Eva Padberg und Karolína Kurková will Heidi Klum Konkurrenz machen und durch Andersartigkeit überzeugen. In der Tat ist die Sendung trotz Dragqueen und "Uralt"-Kandidatin realistischer als "Germany's Next Topmodel" - und damit ziemlich entlarvend.
-
Dienstag, 31. Januar 2012
-
Designer als Simpson-Figuren—Fashionistas in Dottergelb
Die Simpsons gelten modisch nicht gerade als Vorreiter. Ein italienischer Design-Blogger setzt den Bewohnern von Springfield nun Karl Lagerfeld, Anna Wintour und Donatella Versace als stilsichere Konkurrenz vor die Nase - nicht ohne politische Intention.
-
Montag, 30. Januar 2012
-
"Neon" geht nach Frankreich—Mehr Ausland
Zehn Jahre nach dem Launch von "Neon" plant Gruner + Jahr nun einen ausländischen Ableger: Von März an erscheint eine französische Version der Zeitschrift.
-
"La Tribune" stellt Print ein—Nur noch im Netz
Der dramatische Leserschwund bei Frankreichs nationalen Zeitungen fordert ein weiteres Opfer: Die Wirtschaftszeitung "La Tribune" stellt nach 26 Jahren ihre Printausgabe ein und erscheint nur noch online - nach "France Soir" bereits das zweite große französische Blatt. Die Krise scheint nun auch die Politik zu bewegen.
-
Sonntag, 29. Januar 2012
-
Dschungelcamp-Finale im TV—Warum Brigitte Nielsen Dschungelkönigin werden musste
Brigitte Nielsen, die einst kurz in Hollywoods A-Liga spielte, ist Deutschlands neue "Dschungelkönigin". Mit dem Traum von Hollywood hat dieser Erfolg nichts mehr zu tun. Sehr wohl aber mit Leistungssport - was Reality-TV letzlich ist. Und die 48-Jährige kämpfte schon lange.
-
Tatort "Schmuggler"—Mogadischu am Bodensee
Dealer, Schmuggler, Schweizer: Im wilden Süden der Republik ballt sich eine riesige Ansammlung von Dunkelmännern, von denen einer einen Zollbeamten umgebracht hat. Doch beim Zuschauer setzt die Müdigkeit allzu schnell ein, wenn die Kommissare Klara Blum und Kai Perlmann die immergleichen Fragen stellen, und die Story schließlich in deutsch-ranzigem Weihnachtsfeierhumor strandet.
-
Brigitte Nielsen gewinnt Dschungelcamp-Finale—Chancenlos gegen Omageddon
Dieses Dschungelcamp war eine Show der netten Lethargiker: Ob Doppel-D-Promi in Zahnseidenbikini oder Ex-Fußball-Star: Alle integrierten sich perfekt in die gepflegte Camp-Langeweile. Umso mehr Raum war da für die One-Woman-Show der Brigitte Nielsen - die ihr am Ende auch den Titel einbrachte.
-
Dschungelcamp-Finale—"Oh my goood" - Brigitte Nielsen ist die Königin des Dschungels
Schauspielerin, Model, die Ex von Sylvester Stallone - jetzt darf sich Brigitte Nielsen mit einem weiteren Titel schmücken: Die nach offiziellen Angaben 48-Jährige ist die neue Dschungelkönigin.