Geld 2009
Montag, 30. November 2009
Notprogramm der Regierung
Angst vor einer neuen Pleitewelle
Merkel setzt Banken unter Druck: Jede zweite Firma klagt über die Kreditinstitute. Jetzt plant die Kanzlerin ein neues Milliardenpaket.
Kreditrückzahlung
Dubai entsetzt seine Geldgeber
Zwei Staatsfirmen in Dubai können ihre Schulden derzeit nicht zurückzahlen. Doch die Regierung macht schon mal klar, dass sie keineswegs dafür haften wird.
Swift-Abkommen durchgewunken
Freie Bahn für Terrorfahnder
Die EU-Innenminister haben den Weg für das umstrittene Swift-Abkommen geebnet. Bis Herbst 2010 können die US-Ermittler noch auf europäische Kontodaten zugreifen.
Systemrelevante Banken
Einfach zu groß - der Klub der Unsterblichen
Welches Finanzinstitut ist zu wichtig, als dass es pleitegehen dürfte? Jetzt wurden 30 Namen genannt - auch zwei deutsche Institute sind darunter.
Nordmetall
Arbeitgeber verzocken sich mit Lehman-Papieren
Gezockt und verloren: Der Arbeitgeberverband Nordmetall hat eine Millionensumme in Lehman-Papiere investiert - jetzt ist das Geld futsch.
Sonntag, 29. November 2009
Private Rentenversicherung
Teure Sicherheit fürs Alter
Eine private Rentenversicherung kann sich für Selbstständige und Gutverdiener lohnen. Doch die Unterschiede zwischen den Angeboten sind groß. Finanztest hat 47 Tarife geprüft.
Absturz von Dubai
Renditen aus 1001er Nacht
Finanzzentrum, Verkehrsader, Touristenziel, Dubai wollte alles auf einmal sein. Nun platzt die Blase - und das Desaster lenkt den Blick darauf, dass die Krise noch nicht überstanden ist.
Freitag, 27. November 2009
Hilfe vom Genossenschaftsverbund
Erste Hilfe für die Ärztebank
Die Finanzkrise hat die Apotheker- und Ärztebank in Bedrängnis gebracht. Jetzt braucht das Institut einmal mehr die Hilfe der Genossenschaftsbanken.
Hypo Group Alpe Adria
"Schlimmste Schmach seit Cordoba"
Die Hypo Group Alpe Adria braucht dringend Geld. Doch niemand will der Bank beistehen. Bleibt nun alles am bayerischen Steuerzahler hängen?
Anlegerschutz
Aus der Krise nichts gelernt
Auf freiwilliger Basis funktioniert es nicht: Trotz aller Kritik bietet die Finanzbranche kaum besseren Anlegerschutz. Deshalb macht das Verbraucherschutzministerium nun mit Gesetzen Druck.
SZ-Serie: Schatzsucher
Auf der Suche nach Atlantis
Mit wenigen Sätzen bezauberte der griechische Philosoph Platon Schatzsucher und Forscher. Bis heute suchen sie das versunkene Atlantis - weltweit werden 50 Orte gehandelt.
Dubai: Banken müssen zittern
Monopoly des Größenwahns
Die Finanzprobleme Dubais könnten eine Eigendynamik entwickeln. Weltweit müssen die Banken hohe Abschreibungen befürchten - selbst deutsche Anleger könnten betroffen sein.
Börsen verarbeiten Dubai-Schock
Der Schmerz lässt nach
Der Schock über Dubais Bitte für einen Zahlungsaufschub ist den Börsianern in Europa nur kurz in die Glieder gefahren. Denn es wird deutlich, dass das westliche Engagement am Persischen Golf begrenzt ist.
Finanzloch Dubai
Die große Luftnummer
Baustelle Dubai: Weil in dem Emirat etliche Bauprojekte auf Eis liegen, drohen deutschen Anlegern Millionenverluste.
Private Rentenversicherung
Tipps
Die Finanztest-Tipps zeigen, worauf man beim Abschluss einer privaten Rentenversicherung achten muss.
AIG: Vergleich mit altem Chef
Hank ist zurück
Die Skandalversicherung AIG versöhnt sich mit Ex-Chef Maurice (Hank) Greenberg. Das jetzige Management hatte gemerkt, dass der angestrengte Prozess nur zu verlieren war.
US-Notenbank
Neues Feindbild - die Fed
Die Zentralbank verliert in den USA an Vertrauen. Zum ersten Mal seit der Großen Depression drohen tiefgreifende Einschnitte in ihre Kompetenzen.
Streit um Swift-Abkommen
Rettet unsere Daten
Im Zoff um das umstrittene Swift-Abkommen darf die FDP ihre liberalen Wurzeln nicht vergessen. Für Außenminister Westerwelle ist der Streit die erste Bewährungsprobe.
Dubai schockiert Börse
Die Panik ist zurück
Keulenschlag für die Anleger: Die Finanzprobleme von Dubai lassen Investoren aus den Aktien fliehen. Sie fürchten, dass die Probleme des Golfemirates eine Kettenreaktion hervorrufen könnten.
Dubais hausgemachte Probleme
Palmen auf schwankendem Grund
Dubai steckt in Zahlungsnöten. Der Aufbau funktionierender Volkswirtschaften braucht eben mehr als Kapital und Immobilien.
Donnerstag, 26. November 2009
Angebot
Tausende Lehman-Opfer erhalten Entschädigung
Die Pleite von Lehman Brothers hat die Anlageprodukte vieler Bankkunden wertlos gemacht. Einige von ihnen werden jetzt entschädigt - zumindest teilweise.
Umstrittenes Swift-Abkommen
Grenzenlose Gier nach Bankdaten
Die USA wollen Einblick in europäische Kundendaten erhalten - doch was bedeutet das überhaupt? Die wichtigsten Fragen und Antworten.
Zoff um Datenweitergabe
Union fällt Bankkunden in den Rücken
Die USA fordern Zugriff auf sensible Bankdaten aus Europa und Brüssel ist bereit dazu. Blockiert wurden die Pläne von der Bundesregierung - bis jetzt.
Einstiges Glitzeremirat Dubai
Aus der Traum
Auch in Dubai hat der Kapitalismus Grenzen: Die Krise hat die größte Baustelle der Welt erreicht - das einstige Glitzeremirat steckt in Zahlungsnöten.
Reden wir über Geld: Alice Schwarzer
"Die Erotik der Macht"
Emma-Verlegerin Alice Schwarzer über Liebe und Abhängigkeit, ihre Lehre in einer Autofirma und warum die Männer schuld an der Krise sind.
Dubai in Geldnöten
Schocksignal vom Persischen Golf
Bestürzung an den Finanzmärkten: Dubai bittet seine Gläubiger um Zahlungsaufschub. Die Herausforderung der Natur - durch den Bau künstlicher Inseln - war doch zu teuer.
Kreditkarten
Panik durch Plastikgeld
Der Horror für jeden Inhaber einer Kreditkarte: In der Abrechnung tauchen unerklärliche Posten auf. Sechs Betrugsfälle aus dem Reich des virtuellen Zahlungsverkehrs.
Single-Männer oft in der Kreide
Deutschland einig Schulden-Land
Er lebt alleine, ist männlich, Single, arbeitslos - und steht mit 36.000 Euro in der Kreide. Das Statistische Bundesamt hat Deutschlands Durchschnittsschuldner ermittelt.
Bund kontrolliert WestLB
Deutschlands kranke Banken
Der Fall der WestLB sollte Politikern und Sparkassen die Augen öffnen: Eine Vorstellung von der Zukunft des deutschen Bankensystems ist dringend nötig.
US-Finanzminister Timothy Geithner
Der Blitzableiter
US-Finanzminister Timothy Geithner steht zwischen den Fronten: Viele sehen ihn als Handlanger der Wall Street, andere als deren Feind.
Ukrainer am Strand
Wenn ich in Spanien am Strand liege, möchte ich von relativ wenigen Menschen angerufen werden. Die Menschen meiner Kreditkartenfirma zählen nicht dazu. Sie haben trotzdem angerufen. Sie fragten: Haben Sie gestern mit Ihrer Karte in Spanien bezahlt? Ja. Haben Sie vorgestern in Istanbul bezahlt? Auf keinen Fall. Pause, es knackt in der Leitung, das Meer wird übertönt. Ich erfahre, dass Betrüger sich meine Kreditkartendaten besorgt haben. Jetzt die große Überraschung: Die Frage, ob ich mal in der Ukraine gewesen sei. Ja, antworte ich, vor zwei Jahren. Sehen Sie, sagt mein Gesprächspartner. Ein Rätsel, das ganze. Offenbar greifen sich gewisse Ukrainer Kreditkartendaten, lassen sie zwei Jahre herumliegen - und shoppen dann in Istanbul für viele hundert Euro. Und die Kartenfirma kennt diese Mechanismen. Ich werde das Gefühl nicht los, dass Betrüger und Kreditkartenfirmen viel mehr über die moderne Welt wissen, als ich es je tun werde. Alexander Hagelüken
Leben ohne Karte - geht doch
Kreditkarten werden definitiv überschätzt. Das fand auf jeden Fall meine Schwester. Auch wer jahrelang im Ausland studiert, kann ohne Visa leben. Sagte sie - und verschwand nach Schweden, Norwegen, wohin auch immer. Was kostet die Welt? Wenig - und das bisschen kann man auch bar bezahlen.
Daten nach Afrika abgesaugt
Mit seiner Kreditkarte geht er sehr vorsichtig um. Als Drehbuchautor kommt er in vielen Ländern herum. Und trotz aller Vorsicht ist es ihm dann doch passiert. Plötzlich berechnete ihm die Kreditkartenfirma zwei Flüge, die jemand in Afrika gebucht hatte. Er selbst ist noch nie in Afrika gewesen. 900 Euro waren weg. Die Kartenfirma hat ihm den Schaden anstandslos ersetzt und selbst auf die eidesstattliche Erklärung verzichtet, von der der Sachbearbeiter zunächst gesprochen hatte. Trotzdem hat er lange gegrübelt: Wie konnte das denn sein? Wo er doch stets so vorsichtig gewesen war. Schließlich ist es ihm eingefallen: Er hatte diese Strandhütte an der mexikanischen Küste entdeckt, wunderschön gelegen, bei einem Ferienanbieter im Internet hatte er sie gesehen. Und sofort zugeschlagen: Gleich von Deutschland aus gebucht und per Kreditkarte bezahlt. Wahrscheinlich hatte dieser Betreiber keine sichere Leitung benutzt. Und auf ihrem langen Weg nach Mexiko wurden die Daten abgezweigt, vermutlich nach Afrika. Ja, so könnte es gewesen sein, sagt er sich. Und vielleicht wird er das Erlebnis in einem seiner nächsten Drehbücher verarbeiten. Ganz sicher aber wird er künftig noch vorsichtiger sein. Caspar Dohmen
Schuhkauf für 1000 Euro
Würden Sie auf einen Schlag 1000 Euro für Schuhe ausgeben? Eher nicht. Aber man tut sich dabei viel leichter, wenn man mit der Kreditkarte eines anderen zahlt. Das vermute ich auf jeden Fall. Da fällt so eine modische Entscheidungsfindung sicher viel schneller: braun oder schwarz? Egal, nehm ich sie doch alle!
Mittwoch, 25. November 2009
Postbank-Aufsichtsrat
Dicke Abfindung für Klein
Der ehemalige Postbank-Chef Wolfgang Klein erhält eine Abfindung in Höhe von 2,9 Millionen Euro. Vertraglich hätte er Anspruch auf eine höhere Summe gehabt. Auch auf den Bonus verzichtet er.
Kreditkartenbetrug
Deutsche sind leichte Opfer
Die Bundesbürger nutzen ihre Kreditkarten besonders oft - und meist einen leicht knackbaren Kartentypus. Darum bevorzugen Betrüger die Deutschen.
Geheimdarlehen
"Sehr nah am Zusammenbruch"
Großbritanniens Finanzminister verteidigt verbissen Geheimdarlehen in enormer Höhe an zwei britische Banken - es habe der Kollaps gedroht.
Bundesbank
Das 90-Milliarden-Euro-Risiko
Die Konjunkturdaten sehen besser aus, die Politik hofft, aber Bundesbank-Chef Axel Weber bremst. Er sieht noch einen gewaltigen Abschreibungssbedarf bei Banken.
Julius Bär: Bankchef im Gespräch
"Wo sind die Datenschützer?"
"Rückzugsgefecht" der Geldhäuser: Raymond Bär, Chef der Schweizer Privatbank Julius Bär, über das Ende des Bankgeheimnisses und den Wandel des Finanzsektors.
Dienstag, 24. November 2009
WestLB: Sparkassen haften
Endlich vernünfig
Es führt kein Weg daran vorbei: Die Sparkassen müssen für die WestLB haften. Es ist gut, dass sie das endlich eingesehen haben.